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Phantasia wieder (er)finden!

Gruppenstunde Lager | Alter: 8-12 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Phantasius (gespielt von einem/r Gruppenleiter/in) ist ein Bewohner eines Landes, das immer mehr in Vergessenheit gerät. Vor gar nicht allzu langer Zeit haben viele Phantasier/innen auf einer großen, wunderschönen Insel gewohnt, doch langsam wird diese Insel immer kleiner und an manche Stellen kann man nicht mehr gehen, weil es dort zu dunkel geworden ist. Phantasius hat eine Karte bei sich, die er den Kindern zeigt, während er ihnen von seinem Land erzählt. Er liebt sein Land, hat dort viele Freund/innen. Er erzählt, dass das Besondere an Phantasialand war, dass man dort ganz viele Sachen machen konnte, die man auf der Erde nicht machen kann. Aber alle diese tollen Dinge drohen in Vergessenheit zu geraten. Auf der Karte, die Phantasius mit hat, sieht man bereits viele dunkle Flecken und Stellen. Es wäre nun wahnsinnig wichtig, diese dunklen Stellen wieder in phantasievolle, bunte, kreative Flecken zu verwandeln.
Ziel ist nicht, das alte Phantasialand genauso wieder herzustellen, sondern mit Phantasie wieder an seine bunte Vergangenheit zu erinnern und gemeinsam wieder ein lustiges, kreatives Land zu gestalten, in dem es nicht mehr so viele dunkle Flecken gibt.

Material

  • Große Karte von Phantasialand (mehrere Packpapierbögen zusammenkleben — großflächig mit Wasserfarben bemalen und dunkle Stellen markieren)
  • Malkästen, Filzstifte, sonstige Malutensilien
  • buntes Papier
  • Plastikmüll
  • Klebebänder
  • Ton, Knetmasse oder sonstiges Material, mit dem man Skulpturen bauen kann
  • Tixo, Klebebänder
  • evtl. Musikinstrumente

Aufbau

"Phantasia wieder (er)finden!" ist ein Geländespiel, das in der Gruppenstunde mit 1-2 Gruppenleiter/innen oder aber mit vielen Kindern am Lager gespielt werden kann. Mit einer kleinen Gruppe und wenigen Gruppenleiter/innen werden die Stationen gemeinsam besucht, die Gruppenleiter/innen übernehmen während des Spiels verschiedene Rollen. Wenn die Gruppe groß ist und viele Leiter/innen zur Verfügung stehen, dann kann jede Station von einem/r Gruppenleiter/in betreut werden.

 

Die Kinder werden von Fabulus/Fabula begrüßt. Wenn ihr die Stationen gemeinsam besucht, dann begleitet er/sie die Kinder die ganze Zeit über. Besuchen die Kinder die Stationen in Kleingruppen, dann verabschiedet er/sie sich nach der Begrüßung und geht zu seiner/ihrer Station.

Fabulus/Fabula erzählt


Fabulus/Fabula ist jemand, der/die noch sehr viel über das Phantasialand weiß, aber die Karte spiegelt auch den Zustand seines/ihres Gedächtnisses wider: Beim Erzählen seiner/ihrer Geschichte über dieses spannende, tolle Land hat er/sie immer wieder Aussetzer und bittet die Kinder, doch an dieser Stelle weiterzuerzählen. Er/sie kann den Kindern z.B. erzählen, wie es in dem Land ausgesehen hat — über kuriose Pflanzen, phantastische Häuser usw. Die Kinder zeichnen, wie sie sich die Pflanzen, Tiere usw. vorstellen, und kleben diese Zeichnungen dann auf die Karte.

Phantasieskulpturen


In einer Ecke liegen ganz verschieden Materialen, die auf den ersten Blick nicht zueinander passen: z.B. "Müll", Ton, Klebebänder, Plastilin,... Hier sollen Phantasieskulpturen und Phantasiegebilde entstehen, die weitere dunkle Landkartenstellen abdecken. (Wenn du die Aktion in einer Gruppenstunde machst, können das Materialien aus dem Materialkasten sein, aus denen eher kleinere Skulpturen entstehen, am Lager können die Kinder natürlich auch mit größeren Materialien werken oder Naturmaterialien aus Wald und Umgebung verwenden). Dazu können die Kinder Tiernamen auf Zetteln sammeln, die in etwa nach Silben zerschnitten werden, z.B. Ele-fant, Sau-rier, Schaf,... Die Kinder ziehen dann 3-4 Wortteile aus einem Hut, die sie zu einem neuen Tier zusammenfügen, z.B. ein Elesauschaf — das stellen sie dann als Skulptur dar.

Träumerei


In einer Ecke der Landkarte sollen Kinderphantasien neu entstehen: Eine Insel z.B. ohne Autos, mit vielen Spielsachen und Plätzen, wo sich Kinder wohl fühlen. Ein Ort, an dem Kinder das Sagen haben und Erwachsene keinen Zutritt haben. Folgende Fragestellungen könnten den Kindern weiterhelfen:

  • Stell dir vor, du bist einen Tag lang Bürgermeister/in von Phantasialand — was würdest du (ver-)ändern?
  • Es soll keine stinkigen, lauten Autos auf Phantasialand geben, die die Straßen verstopfen. Male dein Traumfortbewegungsmittel auf der Insel — wie kommt man trotzdem schnell von einem Ort zum anderen?
  • Es gibt auf Phantasialand eine Wunsch- und Träumereiagentur. Leider haben die früheren Betreiber/innen vergessen, was man dort tun kann, kannst du ihnen ein paar Tipps geben?

Let’s fetz!


Ein/e Phantasialandbewohner/in (von dem/der Gruppenleiter/in gespielt, der/die die Kinder begleitet, oder von einem/r weiteren) wurde durch die dunklen Flecken schon angesteckt und ist ganz lethargisch und müde. Sie/er soll wieder ermuntert werden und wird dann durch das Tun der Kinder wieder lebensfroher und bunter. Mit einem Tanz/ Spiel/ Rap soll er/sie motiviert werden, um sich wieder in seinem/ihrem Land wohl zu fühlen.

"Schätze" freilegen


Einige Stellen der Landkarte sind mit dunkler Ölkreide übermalt, darunter stehen Hinweise über die Besonderheiten von Phantasialand (Lieblingsspeisen, besondere Hobbys, Schlafgewohnheiten, Lieblingsspiele, Lieblingstanz...) Mit geeigneten Schabgeräten können diese Stellen frei gelegt werden.

Zur Vorbereitung schreibst du mit einem Filz- oder Eddingstift auf die Landkarte z.B. die Lieblingsspeise von Phantasialand. Dann nimmst du dunkelfarbige Ölkreiden und schraffierst darüber, sodass die Wörter nur mehr schwer lesbar sind. Mit Schabgeräten — geht auch mit Münzen — kann dann die Ölkreide weggeschabt werden und die Wörter sind lesbar!

Phantastische Musik


Mit welchen Gegenständen kann man in Phantasialand Musik machen? Mit Gegenständen, die die Kinder im Spielgebiet finden und mit denen man Musik machen kann, sollen sie ein kurzes Musikstück "komponieren" oder eine Klang- bzw. Geräuschtapete erzeugen.

Zum Schluss


Phantasius bedankt sich am Schluss ganz herzlich bei allen Kindern, dass sie ihm geholfen haben. Es ist zwar nicht sein altes Land, in dem er jetzt leben wird, aber ein Verändertes, das ihm auch sehr gut gefällt!

Autor/in: Ena Vichytil und Bernhard Binder

Publikation: kumquat "Kunst" 1/2005

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Lager-Kategorie: Geländespiele

Schlagwörter: Geländespiel, Phantasie, Kreativität