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Eine gute Nachricht

Gruppenstunde | Alter: 8-12 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Wenn Gott den Menschen gute Nachrichten mitzuteilen hat, geschieht dies in der Bibel oft durch einen Engel. Die ersten Worte, die ein solcher Himmelsbote zu den Menschen spricht, sind sehr oft: "Fürchtet euch nicht!". So auch im Weihnachtsevangelium, als der Engel zu den Hirten aufs Feld kommt. Wovor sich die Menschen genau fürchten, ist nicht beschrieben: Vielleicht erschrecken sie, weil plötzlich und aus dem Nichts eine fremde Person auftaucht und mit ihnen spricht? In diesem Fall müsste der Engel eventuell an seinem Auftritt "feilen". Vielleicht fürchten sich die Hirten aber auch, weil sie merken, dass das alles mit Gott zu tun hat und weil sie gelehrt wurden, vor Gott Angst zu haben? Tatsächlich änderte sich das Gottesbild, das wir Christ/innen haben, durch das Leben und die Botschaft Jesu ganz grundlegend: überspitzt ausgedrückt wird aus einem allmächtigen strafenden Gott ein liebender Gott, den wir mit "Vater" oder auch "Mutter" ansprechen dürfen.

Ziel

Ziel dieser Gruppenstunde ist es, zu überlegen warum die Hirten Angst hatten, als der Engel ihnen verkündete, dass Jesus geboren worden ist. Einerseits können die Kinder den Engel beraten, wie er seinen Auftritt "menschenfreundlicher" gestalten kann. Andererseits können die Kinder überlegen, was denn eigentlich die gute Nachricht ist, die der Engel den Menschen überbringt.

Material

  • Verkleidung für den Engel
  • Kärtchen
  • Packpapier, Stifte, Malfarben, eventuell buntes Papier, Scheren und Klebstoff

Aufbau

Während die Kinder überlegen, wie die Nachricht von der Geburt eines Kindes verbreitet werden kann, betritt ein/e Gruppenleiter/in als Engel verkleidet den Raum und erzählt, dass sich die Menschen meist fürchten, wenn sie ihn sehen. Dies kann an zwei Dingen liegen: an der Art des Auftritts oder an der Botschaft selbst. Die Kinder beraten den Engel, wie er seinen Auftritt "menschenfreundlicher" gestalten kann und machen am Schluss ein Werbeplakat für Weihnachten.

 

Ein Baby wird geboren...


Du leitest die Gruppenstunde etwa mit den folgenden Worten ein: "Stellt euch vor, ein Baby wird geboren. Die Eltern sind ganz stolz und glücklich und sie möchten, dass die ganze Welt erfährt, dass ihr Kind da ist und wie toll das ist. Wie können sie diese freudige Nachricht so schnell wie möglich verbreiten?" Hier können die Kinder aufzählen, was ihnen einfällt, wahrscheinlich Briefe, E-mails, das Internet usw.
Dann wirfst du die Frage auf, wie das wohl damals zu Weihnachten gewesen sein mag? Da gab es ja noch nicht so moderne Wege, einander Dinge mitzuteilen. Währenddessen kommt der Engel ins Spiel: ein/e als Engel verkleidete/r Gruppenleiter/in betritt den Raum.

Plötzlich: ein Engel


Die ersten Worte des Engels sind "Fürchtet euch nicht, fürchtet euch bitte nicht!", und insgesamt macht er einen ziemlich besorgten Eindruck. Der Engel erzählt den Kindern auch, warum: Ab und zu, wenn Gott den Menschen etwas Wichtiges mitzuteilen hat und das gern per Bote/Botin erledigen mag, ruft er seinen Engel zu sich und gibt ihm eine Nachricht mit. Aber wenn der Engel dann zu den Menschen kommt, erschrecken sie immer ganz fürchterlich. Zum Beispiel damals, als Jesus, der Sohn Gottes, auf die Welt gekommen ist. Da hat der Engel die Hirten besucht um ihnen zu sagen, dass sie in den Stall nebenan schauen sollten. Aber die Hirten haben vor Angst so gezittert, dass der Engel den Verdacht gehabt hat, sie kriegen gar nicht mit, worum es eigentlich geht. Und das ist jedes Mal so, dass die Menschen ganz arg erschrecken. Woran mag das wohl liegen?
Der Engel erklärt den Kindern, dass er die Menschen nicht erschrecken mag, denn Gott liebt die Menschen und will, dass es ihnen gut geht. Deshalb gibt es wirklich keinen Grund, sich zu fürchten. Aber vielleicht liegt es ja einfach am Auftreten des Engels?

Ein ganz normaler Auftritt


Um den Engel beraten zu können, wie er es schaffen kann, dass sich die Menschen nicht mehr so vor ihm fürchten, schaut ihr euch einen ganz "normalen" Auftritt eines Engels an, und zwar den bei den Hirten auf dem Feld (Lk 2, 8-15).
In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.
Am besten erzählt der Engel in seinen eigenen Worten von diesem freudigen Tag. Dabei könnte er betonen, dass er immer einfach so aus dem Nichts auftaucht, dass ihn bei wichtigen Nachrichten immer ein Lichtschein begleitet und dass er zu Weihnachten mit der Größe des Chores vielleicht ein bisschen übertrieben hat.
Im Gespräch mit den Kindern stellt der Engel fest, dass das alles Dinge sind, die Menschen unbekannt sind, und vor denen sie sich fürchten, weil sie sich nicht erklären können, wie sie "funktionieren".

Die gute Nachricht von Weihnachten "zeitgemäß verkündigt"


Der Engel sieht also ein, dass sein üblicher Auftritt die Menschen erschreckt. Nun stellt sich aber die Frage, was übrig bleibt, wenn der Pomp und die Lichtshow wegfallen? Mit anderen Worten: Was ist die gute Nachricht von Weihnachten?
Versucht, diese Botschaft in einem kurzen Satz (oder mehreren kurzen Sätzen) fest zu machen, ähnlich wie in einem Werbeslogan, denn im Anschluss gestaltet ihr Werbeplakate für Weihnachten, und das Wichtigste daran ist, was darauf stehen soll. Um auf einen (oder mehrere) Slogan(s) zu kommen, sammelt ihr Wörter, die auf jeden Fall vorkommen müssen, auf Kärtchen. Entweder ihr kreiert den Slogan gemeinsam, oder die Kinder bilden Kleingruppen und suchen sich Kärtchen aus, zu denen ihnen ein Slogan einfällt.

In den Kleingruppen gestalten die Kinder nun ihre Werbeplakate, die ihr im Anschluss noch gemeinsam in der Pfarre aufhängen könnt.

Autor/in: Lisi Paulovics

Publikation: Advent & Weihnachten, Kumquat_4/02

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Jahreskreis: Weihnachten

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Religiöses, Bibel