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Virus im All

Gruppenstunde | Alter: 8-12 | Aufwand: hoch

Ziel

Ziel dieser Stunde ist es, miteinander zu spielen, dabei Spaß zu haben, und sich dabei nicht nur in einem Raum aufzuhalten, sondern durch die Pfarre zu ziehen.

Material

  • Klebeetiketten, Stifte
  • Kassettenrekorder und Kassette mit den Funksprüchen
  • CD oder Kassette mit flotter Musik
  • 3D-Bild, Codetabelle
  • Nachricht
  • Tuch oder anderen geeigneten Gegenstand für Virus-Spiel
  • die Formel
  • evtl. Kleingeld zum Telefonieren
  • ein Dankeschön

Aufbau

Die Kinder sind Bewohner/innen des Planeten Wob, Woblinge, die dem Raumschiff Enterprise zu Hilfe kommen.
Auf ihrer Reise spielen sie einige Spiele bzw. lösen verschiedene Aufgaben.

 

An einem fernen Ort im Weltall...


Du erzählst den Kindern, dass ihr alle Bewohner/innen eines fernen Planeten, des Planeten Wob im Sternensystem Inich, seid, und zirka im Jahr 2428 lebt. Du schlägst vor, dass sich jede/r einen möglichst außerirdischen Namen ausdenkt, auf ein Pickerl schreibt und sich sichtbar auf die Kleidung klebt. Wenn jemandem kein passender Name einfällt, hilfst du ihm/ihr beim Überlegen. Mit diesen Namen spielt ihr Namenssalat, um euch eure neuen Namen einzuprägen.

Der Rat der Woblinge


Du erklärst den Kindern, dass der Rat der Woblinge aus aktuellem Anlass einberufen wurde: es sind immer wieder bis jetzt leider nicht deutlich verständliche Hilferufe vom Raumschiff Enterprise empfangen worden! Die ältesten und weisesten Woblinge vom ganzen Planeten wurden aus diesem Grund zum Rat der Woblinge einberufen, der schon seit vielen Jahren nicht mehr zusammengekommen ist. Viele Teilnehmer/innen des Rats kennen einander gar nicht, deshalb stellen sich zunächst alle einander in zwanglosen Zweiergesprächen vor. Sie berichten einander, wie sie heißen, von welchem Teil des Planeten sie kommen, wie sie dort leben und wie die Nachricht von der Einberufung des Rates sie erreicht hat.

erster Funkspruch und Reisebeginn


Wenn die Vorstellung für die Kinder an Reiz zu verlieren beginnt und der Gesprächsstoff auszugehen beginnt, verlässt du möglichst unauffällig die Runde und schaltest den Kassettenrekorder ein. Kurz darauf unterbricht der Hilferuf der Enterprise von der Kassette das Spiel der Kinder.

Erster Funkspruch


Enterprise an Planeten Wob, Enterprise an Planeten Wob! Könnt ihr mich hören? (Das könnte Captain Picard an dieser Stelle mehrmals sagen, weil es sicher einige Zeit braucht, bis die Kinder merken, dass eine Nachricht hereinkommt und sich aufs Zuhören einstellen können.)
Hier spricht Captain Picard von der Enterprise. Wir sind in arger Bedrängnis! Das interstellare Gereatrix-Virus bedroht uns alle, und die Formel für das Gegenmittel hat nur der Wissenschafter Pene Cilin, von dem keiner weiß, wo er sich zur Zeit aufhält. Unser einziger Anhaltspunkt ist, dass er auf einem Planeten in eurer Nähe ist. Versucht ein Raumschiff zu starten, bis dahin versuchen wir herauszufinden, wo genau ihr ihn finden könnt. Liebe Bewohner/innen des Planeten Wob, bitte helft uns! Picard Ende.

Danach drückst du die Stopptaste des Rekorders. Um Captain Picard zu Hilfe kommen zu können, müsst ihr zunächst einmal ein Raumschiff besteigen. Da ihr aber auf einem kleinen Planeten lebt, habt ihr keine großen Raumschiffe. Damit ihr auf engem Raum gemeinsam Platz habt, übt ihr zuerst einmal "im Trockenen" beim Sesselminimalspiel.

Sesselminimalspiel


In der Mitte stehen so viele Sessel aneinander, wie Kinder mitspielen. Zu Musik laufen alle um die Sessel herum. Setzt die Musik aus, steigen alle auf die Sessel. Wenn alle einen Stehplatz einnehmen konnten, wird ein Sessel weggenommen, und das Spiel geht weiter. Ziel ist es, dass auf möglichst wenigen Sesseln alle Kinder Platz haben, ohne dass eines den Boden berührt. Natürlich muss da manchmal gut geschlichtet werden.

Nun seid ihr bereit zu starten. Dazu setzt ihr euch eng nebeneinander auf den Boden. Du erzählst, was passiert, und gemeinsam macht ihr die passenden Geräusche dazu: Die Maschinen werden eingeschaltet - alle summen leise, die Maschinen werden warm - ihr werdet nach und nach immer lauter, bis das Raumschiff bei gewaltigem Lärm abhebt. Den Kassettenrekorder nimmst du mit.

Irgendwo im All


Nach kurzem Flug durchs All landet ihr in einem euch noch unbekannten Sonnensystem - einem Raum in eurer Pfarre, der genug Platz zum Spielen bietet. (Ihr werdet später noch einmal zum Spielen hierher zurückkehren.) Bei Betreten des Raumes findet ihr eine Nachricht, dass die Enterprise vor dem Gereatrix-Virus von hier geflüchtet ist! Ein Exemplar des Virus (ein geeigneter Gegenstand, zum Beispiel ein Tuch) ist aber noch im Raum! Schnell verlasst ihr den Schauplatz wieder und dreht, in der Hoffnung auf einen näheren Anhaltspunkt, wo ihr weiter nach Pene Cilin suchen sollt, den Kassettenrekorder wieder auf. Tatsächlich empfangt ihr einen weiteren Funkspruch von Captain Picard!

Zweiter Funkspruch


Enterprise an Woblinge! Enterprise an Woblinge! Hier spricht Captain Picard.
Wir haben einen Anhaltspunkt! Schaut euch beim Planten Pfa im System Rrsaal um. (Wenn die nächste Station nicht im Pfarrsaal sein kann, so heißen Planet und System eben anders.) Wenn ihr die Formel, mit der man das Virus bekämpfen kann, findet, wäre es schön, wenn ihr sie auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen könntet — wir hier auf der Enterprise sind nämlich alle schon sehr erschöpft. Picard Ende.

Ihr begebt euch nun gemeinsam zu dem Ort, den der Funkspruch euch genannt hat.

Am Planeten Pfa im System Rrsaal (oder woanders im All)


An einer frei zugänglichen Wand hängt ein 3D-Bild, daneben hängt ein Code-Zettel, der verrät, wo es weitergeht, wenn man das Motiv im Bild erkannt hat. Auf dem Zettel könnte z.B. stehen:
Seht Ihr einen Esel, dann ist das Labor von Pene Cilin am Planeten Sama im System Riter (Erste-Hilfe-Kasten).
Seht Ihr das Jungscharkreuz, dann ist das Labor von Pene Cilin am Planeten Jugen im System Draum (Jugendraum).
Seht Ihr einen Tempel, dann ist das Labor am Planeten Kir im System Chentor (Kirchentor).

Auf dem Planeten Jugen im System Draum (o.A.)


In dem Raum, den ihr anhand des 3D-Bildes gefunden habt, befindet sich das Labor der/s Wissenschafterin/s. Hier findet ihr die Formel unter vielen anderen Zetteln. Sie könnte so aussehen:

Formel zur Bekämpfung des interstellaren Gereatrix-Virus:

Gemeinsam wollt ihr nun ausprobieren, ob die Formel zur Bekämpfung des Virus auch tatsächlich hilft. Dazu begebt ihr euch wieder an den Ort, an dem ihr dem Virus schon einmal begegnet seid, und spielt dort eine Variante von Virus.

Virus (Variante von "Virus" aus der Spielemappe)


Ein Kind (am Anfang aber du) ist das Virus, das die anderen anstecken (d.h. versteinern) will. Das geschieht durch Berührung mit einem Gegenstand, z.B. einem Tuch. Will das Kind nicht mehr Virus sein, so legt es den Gegenstand auf den Boden. Das Kind, das den Gegenstand aufnimmt, ist das neue Virus.
Ein angestecktes Kind kann gesund werden, wenn ihm ein anderes die Formel ins Ohr flüstert.
Wenn sich abzeichnet, dass es für die Kinder an Reiz zu verlieren beginnt, beendest du das Spiel und erklärst, dass ihr nun sicher sein könnt, dass die Formel tatsächlich funktioniert. Nun könnt ihr die Formel per Telefon an die Enterprise "funken". Dazu brauchst du einen lieben Menschen, der zur Zeit der Gruppenstunde zu Hause ist und am Telefon den Captain spielt — idealer Weise handelt es sich um die selbe Person, die auch den Text auf der Kassette gesprochen hat. (Damit diese Person, die zu Hause auf euren Anruf wartet, nicht alle anderen Anrufer/innen gleich verwirrt, muss sie sich ja nicht gleich mit "Captain Picard" melden, sondern zuerst mit einem unverbindlichen "Hallo" und anschließend kann er/sie je nachdem weitersprechen.)
Telefoniert ihr von einer öffentlichen Telefonzelle aus, so kann man das Geldrückgabefach als Scanner benutzen. Man steckt einfach den Papierstreifen mit der Formel hinein und bei Picard kommt eine Kopie davon an (wie bei einem Fax). Sprecht ihr von einem normalen Festnetzanschluss oder Handy aus, so könnt ihr die Formel auch einfach mündlich mitteilen.

Captain Picard bedankt sich herzlich für die Übermittlung der Formel und sagt, dass es allen schon viel besser geht. Als Belohnung, so kündigt er an, beamt er ein kleines Dankeschön in den Transporterraum der Pfarre - d.h. in eine Schachtel irgendwo in der Pfarre -, zu dem du die Kinder führst. Dieses Dankeschön könnte zum Beispiel etwas Essbares sein.

Publikation: Spielaktionen

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Schlagwörter: Spiel, Spaß, Kreativität