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Umweltschutz

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Hintergrund

In den Zeitungen sind täglich Meldungen von Umweltkatastrophen zu lesen, was zum Teil das Gefühl aufkommen läßt, selbst machtlos zuschauen zu müssen und nichts tun zu können. Tatsächlich können wir als Einzelpersonen in manchen Fragen wie z.B. Atomkraft, Artenschutz, usw. nur wenig ausrichten, jedoch haben wir zumindest die Möglichkeit, in unserer Umgebung auf Probleme der Umwelt aufmerksam zu werden und vielleicht auch einen kleinen Beitrag zu ihrem Schutz zu leisten.

Ziel

In dieser Gruppenstunde habt Ihr die Gelegenheit, gemeinsam auf Umweltprobleme aufmerksam zu werden und zu überlegen, wo und in welcher Weise für Euch die Möglichkeit besteht, einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Material

  • Kassettenrekorder
  • Kassette mit dem Lied "Angesprochen" vom Kinderchor St. Thekla (Die Kassette kannst Du im Jungscharbüro ausborgen.)
  • ev. Plakat mit dem Liedtext
  • ein Plakat mit einer Mülltonne
  • Situationskärtchen
  • je ein rotes, gelbes und grünes Kärtchen für jedes Kind
  • ev. Material für Mülltrennungs-Container
  • ev. Schachtel-Hut für den "Müllfänger"

Aufbau

Das Lied "Angesprochen" wird als Einstimmung in das Thema vorgespielt.
Anschließend wird überlegt, was man in verschiedenen Situationen mit unterschiedlichen Umweltproblemen tun kann.
Danach kann gemeinsam ein Mülltrennungssystem für den Gruppenraum hergestellt werden.
Als Abschluß der Stunde wird das Spiel "Müllfänger" gespielt.

 

Umwelt-Sorgen



Zu Beginn der Stunde hört Ihr Euch gemeinsam das Lied "Angesprochen" vom Kinderchor St. Thekla an. Vielleicht kannst Du dazu auch den Text groß kopieren oder auf ein Plakat schreiben. (Du findest den Text am Ende der Gruppenstunde.) Dieses Lied wurde von Kindern geschrieben und kann möglicherweise dadurch sehr gut als Gesprächsanregung dienen, um sich einmal über grundsätzliche Fragen, Probleme, Ärgernisse, usw. auszutauschen, über Sachen zu reden, die die Kinder aus Radio und Fernsehen kennen, usw.
Dabei kommt Ihr wahrscheinlich auch schon auf Dinge zu sprechen, die Eure nähere Umgebung und Euren alltäglichen Umgang mit der Umwelt betreffen.


Alltags-Probleme



Du hast vor der Stunde ein Plakat mit einer Mülltonne vorbereitet sowie einige Situationskärtchen, die Du nun in die Mitte Eures Kreises legst. Ihr besprecht nun gemeinsam eine Situation nach der anderen. Dabei können die Kinder verschiedene Vorschläge machen und ihre Meinungen dazu äußern. Jedes Kind bekommt dazu je ein rotes, gelbes und grünes Kärtchen, mit denen es anzeigen kann, ob es mit einem Vorschlag, der gerade geäußert wurde, einverstanden ist, oder aber eine andere Vorstellung oder eine andere Idee hat. Ist ein Kind derselben Meinung, hebt es das grüne Kärtchen, ist es ganz anderer Meinung zeigt es das rote Kärtchen. Das gelbe Kärtchen wird hochgehoben, wenn der Vorschlag ungefähr, jedoch nicht ganz der eigenen Meinung entspricht.
Die besprochenen Situationskärtchen werden dann auf das Mülltonnen-Plakat geklebt. Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr auch noch Eure Lösungsvorschläge dazuschreiben.


Mögliche Vorschläge für Problemkärtchen:


(Ändere bitte die Namen, wenn Du gleichnamige Kinder in der Gruppe hast.)

Die 4a sammelt ihren Müll seit einiger Zeit getrennt. Eines Tages beobachten einige Schüler/innen aber, wie der Schulwart den getrennten Müll in einen Mistkübel zusammenleert. Wie könnten sie darauf reagieren?

Auf einem Wandertag bemerkt eine Klasse, daß in einem Waldstück in der Nähe der Schule etliche Dosen und anderer Müll herumliegen. Sollen sie etwas unternehmen?

Rudi bekommt von Greenpeace 5000.-, um sie für ein Umweltanliegen zu verwenden. Wofür könnte er das Geld gebrauchen?

Ein Reporter kommt zu Max und gibt ihm die Möglichkeit, eine Stellungnahme gegen/für Atomkraft zu äußern, die dann in einer Zeitung veröffentlicht werden soll. Was könnte Max ihm sagen?

Ines weiß, daß ihre Tante die Glasflaschen immer in den Restmüll gibt, obwohl ein Altglas-Container in der Nähe ihrer Wohnung steht. Soll sie etwas tun?


Müll-Trennung



Gibt es in Eurem Gruppenraum keine Mülltrennung, könnt Ihr nach dem Besprechen der Situationskärtchen gleich in Eurer nächsten Umgebung etwas verändern, indem Ihr verschiedene Müllcontainer für Papier, Restmüll, Alu, usw. aufstellt. Dazu verwendet Ihr am besten große Kisten, Waschmitteltrommeln, usw., die Ihr dann nach Lust und Laune mit Malfarben, Stoffresten,... verzieren und beschriften könnt.


Der "Müllfänger"


(Das Spiel findest Du auch unter dem Namen "Kettenfänger" in der Spielemappe, 2.4)

Unglücklicherweise ist der Mülltonne (gespielt durch ein Kind, das ev. durch einen Schachtel-Hut gekennzeichnet ist) der gesamte Müll davongelaufen. Sie möchte den Müll natürlich gerne wieder in ihrer Tonne haben und versucht nun, die einzelnen "Mist-Stücke", also die anderen Kinder, zu erwischen. Berührt sie ein Kind, gibt sie diesem die Hand. Nun laufen sie zu zweit weiter, um den restlichen Müll einzufangen. Will ein Kind durch die Müll-Kette laufen, wird es von den anderen durchgelassen, indem sie ihre Arme heben. Das Spiel endet, wenn der gesamte Müll wieder bei der Tonne ist, also alle Kinder in einer Reihe sind. (Sollte die Kette ein Kind an die Wand drängen oder auf unangenehme Weise einfangen wollen, greifst Du als Gruppenleiter/in ein!)


Lied "Angesprochen"



Ich weiß die Wale sprechen nicht,
doch gesetzt den Fall sie tun's,
dann hätten sie doch ganz bestimmt
folgende Bitte an uns:

"Wir Wale können uns nicht wehrn,
wir sind durch euch bedroht.
Ihr macht durch eure Gier und Sucht
das Meeresleben tot."

Das würde unsr Gewissen ganz gewiss empfindlich stör'n,
doch doch Wale sprechen nicht,
d'rum müssen wir's nicht hör'n.

Ich weiß die Bäume sprechen nicht,
doch gesetzt denn Fall sie tun's,
dann hätten sie doch ganz bestimmt
folgende Warnung an uns:

"Hört auf uns auszurotten
durch Chemie und durch Verkehr.
Bevor der letzte Baum abstirbt
gibt's Menschen längst nicht mehr."

Das würde unser Gewissen ganz gewiss empfindlich stör'n
doch die Bäume sprechen nicht,
d'rum müsse wir's nicht hör'n.

Atomkraftwerke - ich weiß - die sprechen nicht,
doch gesetzt denn Fall sie tun's,
dann hätten sie doch ganz bestimmt
folgende Warnung an uns:

"Ihr habt mich wirklich gut gebaut,
bin technisch fast perfekt.
Doch dieses "fast" ermöglicht,
dass ihr allesamt verreckt."

Das würde unser Gewissen ganz gewiss empfindlich stör'n,
Atomkraftwerke sprechen nicht,
d'rum müssen wir's nicht hör'n.

Ungeborene - ich weiß - die sprechen nicht,
doch gesetzt den Fall sie tun's,
dann hätten sie doch ganz bestimmt
folgende Botschaft an uns:

"Beachtet doch, dass ihr allein
das Leben selbst nicht macht.
Es ist euch so wie mir geschenkt,
d'rum gebt darauf gut acht."

Das würde unser Gewissen ganz gewiss empfindlich stör'n,
doch Ungeborene sprechen nicht,
d'rum müssen wie's nicht hör'n.

Autor/in: Manuela Scherleitner

Publikation: Na ich

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Schlagwörter: Natur, Konflikte, Umwelt