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Die Sinne

Gruppenstunde | Alter: 8-11 | Aufwand: hoch

Ziel

Das Thema läßt sehr viel Krativität zu. In erster Linie geht es darum, mit allen Sinnen zu genießen und zu erleben. Man kann sowohl je einer Gruppenstunde einem Sinn widmen, als auch in einer Art Stationenbetrieb alle Sinne erlebbar machen.

Material

  • Zu jeder Station gehört sowohl die allgemeine biologische Erklärung ( wenn möglich mit kopierter Abbildung) als auch ein Plakat über die Sinneswahrnehmung beim Ungeborenen. Materialien richten sich nach den ausgewählten Aktivitäten.

Aufbau

Jeder Gruppenleiter/-in schätzt am Besten selbst ein, was alles seinen Gruppe fesselt bzw, mit ihr möglich ist.

 

Der Gehörsinn



Das Hören, also das Wahrnehmen von Stimmen, Geräuschen und Tönen, erfolgt über das Ohr. Wenn du in den Spiegel schaust, so siehst du von deinem Ohr nur die Ohrmuschel und den Eingang des Gehörganges, den äußeren Gehörgang. Dieser wird durch ein feines Häutchen, das Trommelfell, verschlossen. Schallwellen, die von der Ohrmuschel aufgefangen werden, dringen durch den Gehörgang bis zum Trommelfell und versetzen es in Schwingungen. Hinter dem Trommelfell befindet sich ein Hohlraum, in dem die Gehörknöchelchen - Hammer, Amboß und Steigbügel - aufgehängt sind. Diese übernehmen die Schwingungen und leiten sie an das Innenohr weiter, wo sie das Zentrum des Sinnesorganes, die Schnecke, befindet. Auf ihr sitzen jene Sinneszellen, die die wahrgenommenen Reize in Nervenimpulse umwandeln und diese über den Hörnerv zu den entsprechenden Wahrnehmungszentren im Gehirn weiterleiten. Das Gehirn sagt dir, was du hörst.

Das Ungeborene nimmt Geräusche wahr



Als du viereinhalb Monate alt und noch im Bauch deiner Mutter warst, hat dein Ohr schon ganz ähnlich wie jetzt ausgesehen. Bereits im Mutterleib kann das Ungeborene hören. Sein ständiger Begleiter sind der Herzschlag der Mutter sowie ihr Athemrhythmus. Ist seine Mutter entspannt, schlägt ihr Herz gleichbleibend ruhig, und das Ungeborene fühlt sich sicher und geborgen. Ist die Mutter aufgeregt, spricht sie mit lauter Stimme oder erschrickt sie, wird auch das Kind im Mutterleib unruhig.
Im 5. Monat ist das Hörorgan voll funktionstüchtig, so daß es durch die mütterliche Bauchdecke hindurch Stimmen, Musik, Lärm; Lachen und vieles mehr wahrnehemen kann.

Rasselmemoryspiel



Leere Filmdosen paarweise mit gleichem Rasselmaterial füllen und verschließen. Ein Paar kann leer bleiben. Zur Kontrolle die gleichklingenden Paare an der Unterseite mit gleicher Farbe kennzeichnen
Es gilt, die zusammengehörigen Paare durch Errasseln zusammenzufügen.

Zupfbecher



Ein oder zwei Gummiringe über den Becher spannen und seitlich am Becher mit Klebestreifen befestigen. Die Gummiringe können nun durch Anzupfen zum Klingen gebracht werden.
Man könnte mit den Zupfbechern die Pizzicato-Polka von Strauß begleiten.

Heulschlauch



Ein Stück Gartenschlauch an einem Ende festhalten und über dem Kopf schnell kreisen lassen. Es entsteht ein Ton, der sich je nach Drehgeschwindigkeit verändert.

Experimenteller Gesang



Alle Teilnehmer sitzen mit geschlossenen Augen auf dem Boden oder liegen auf dem Rücken. Ertönt ein akustisches Signal ( Gong ), singt jeder Teilnehmer einzelne Vokale: A, E, I, O, U, beliebig lang, in verschiedenen Tonhöhen und Lautstärken. Jeder einzelne kann dadurch erfahren, welcher Ton und welche Stimmlage für ihn persönlich angenehm ist.


Der Gesichtssinn



Das menschliche Auge besteht aus drei ganz feinen Häuten, die den Augapfel umschließen. Die äußerste Haut, die Hornhaut, ist durchsichtig und lichtdurchlässig. Im Spiegel siehst du, daß die weiße Fläche des Auges einen farbigen, runden Kreis umschließt. Dies ist der sichtbare Teil der mittleren Schicht, der Iris oder Regenbogenhaut, der dem Auge seine Farbe gibt. In dieser mittleren Schicht befinden sich die Blutgefäße. Die Iris schutzt die lichtempfindliche Netzhaut, die innerste Schicht des Auges, vor zu starkem Lichteinfall: Ist es sehr hell, zieht sie sich zusammen und verkleinert das Sehloch, die pupille, bei Dunkelheit vergrößert sich das Sehloch. Die Pupille ist der schwarze Punkt in der Mitte deines Auges, der in Wirklichkeit die Öffnungist, durch die du siehst.
Die Netzhaut ist die innerste Schicht, auf der sich die Sehzellen befinden. Diese vermitteln uns Helligkeits- und Farbeindrücke. Alles, was wir sehen, wird über Netzhaut und Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet.

Das Ungeborene ist lichtempfindlich



Bereits in der 10. Schwangerschaftswoche sind die Augen beim Ungeborenen voll ausgebildet. Kurze Zeit später bilden sich die Augenlider, die einen Schutz für den Augapfel darstellen. Als du noch im Mutterleib warst, war es für dich vollkommen dunkel: im Mutterleib herrscht einen rot. orange Dämmerung. Auch hell und dunkel konntest du bereits unterscheiden. Verändern sich die Lichtverhältnisse auf der Bauchhaut der Mutter, so merkt dies auch das Kind, da die Bauchhaut und die Augenlider das Licht durchscheinen lassen. Nach dem 7. Monat öffnen sich die Lider, und das Ungeborene kann sie Selbständig öffnen und schließen.

Farbe pusten



Mit dem Pinsel Farbe aufs Papier tropfen und die Farbtropfen mit einem Trinkhalm auseinanderblasen.
weiterführende Idee: In jede Ecke eines Zeichenblattes wird ein kleines Haus gezeichnet. Danach gibt jeder das Blatt an seinen linken Nachbarn weiter. Auf LOS setzt jeder in die Mitte des Blattes einen Farbkleks und versucht, durch Pusten in den Trinkhalm die vier Häuser so rasch wie möglich miteinender zu verbinden.

Schillerde Seifenblasen



Wasser, Seifenlauge und einige Tropfen Glyzerin vermengen. Drahtschlingen formen und Seifenblasen blasen. Man kann auch versuchen mit einen Trinkhalm in ein mit Seifenlauge gefülltes Glas zu blasen.

Geheimschrifth2e

1 Eßlöffel Salz in ein kleines Gefäß geben, ca. 2 bis 3 Eßlöffel Wasser hinzufügen und das Salz darin auflösen. ( In warmen Wasser löst sich das Salz schneller auf ). Einen dünnen Pinsel in die Sakzlösung tauchen und damit auf Papier malen oder schreiben. Papier trocknen lassen; das Bild bzw. die Schrift wird unsichtbar. Damit alles wieder zum Vorschein kommt, schraffiert man das Blatt vorsichtig mit einem Bleistift.


Der Geruchssinn



Das Riechen, also das Wahrnehmen von Düften, erfolgt über die Nase. Man kann bis zu 4000 Gerüche unterscheiden. In der Luft, die man einatmet, befinden sich Geruchs- und Aromastoffe. Diese gelangen in den oberen Bereich der Nase, wo sich über der dritten Nasenmuschel das eigentliche Geruchsorgan befindet. Es sind nur die Stoffe für uns riechbar, die sich in der Nasenschleimhaut lösen. Dafür müssen sie wasser- oder fettlöslich sein. Werden die Sinneszellen durch einen Reiz aktiviert, leiten sie diesen Reiz ans Gehirn weiter, und erst jetzt können wir ihn bewußt wahrnehmen.

Kann das Ungeborene auch schon riechen?



In ersten Ansätzen ist die Nase bereits am Ende der zweiten Schwangerschaftswoche erkennbar. Dann ist auch bereits das Geruchsorgan mit den Sinneszellen vorhanden. Zwischen dem 6. und 8. Schwangerschaftsmonat reift der Geruchssinn aus. Das Riechen ist aber wahrscheinlich erst nach der Geburt mit der Luftatmung möglich.

Riechfläschchen



Zutaten:
2 TL Kochsalz, 1/2 TL Zimt, 20 Tropfen Zitronen- od. Pfefferminzöl, 40 Tropfen Weingeist ( 90 % )
Zubereitung:
Salz nd Zimt vermischen, in ein Glas füllen, dann zuerst das Duftöl, danach den Weingeist dazugeben und gut schütteln. Etwas Watte in ein Fläschchen stecken und einige Tropfen daraufträufeln. Die Mischung verbreitet einen angenehmen Geruch, der beim Schnuppern so belebend wirkt wie einst Omas Riechfläschchen.

Duftstrümpfe



Unterschiedlich duftende Seifen einzeln auf kleine Kartonkärtchen abreiben. ( Duft überträgt sich auf das Papier ) Zur Konrolle auf der Rückseite beschriften oder das entsprechende Blumenbild aufkleben. Die Seife in einen dünnen Kniestrumpf stecken
( die Seife kann so besser gehalten werden ) Zur Kontrolle kann zusätzlich ein Namensschild beigefügt werden. Zu erschnüffeln ist nun, welches Kärtchen zu welcher Seife passt.

Gerüche beschreiben



Zuerst einen Sammlung aus unterschiedlichen Parfumfläschchen zusammenstellen
( Warenporben oder fast leere Fläschchen)
Auf einzelne Kärtchen werden nun Begriffe geschrieben, die den Duft zu charakterisieren versuchen : flüchtig, aggresiv, unbeständig, aufdringlich, duftig, kräftig, lieblich, leicht, warm, schwer, betäubend, streng, scharf, intensiv, bezaubernd, zart, herb, ranzig, belebend. Jeder Teilnehmer soll nun die Kärtchen den Duftrichtungen zuordnen.


Der Geschmackssinn



Die Geschmacksknospen, die uns Geschmacksempfindungen vermitteln, befinden sich auf der Zunge. Ob etwas salzig, süß, sauer oder bitter schmeckt, erfahren wir über die Gechmacksknospen, die sich auf den Papillen befinden. Um schmecken zu können, brauchen wir aber auch den Speichel, in dem die Aromastoffe gelöst werden.
Das Gehirn verarbeitet alle Informationen und ordnet diese einem bestimmten Geschmack oder Aroma zu. Auf der Zunge gibt es für jede Geschmacksrichtung ein abgegrenztes Wahrnehmungsgebiet.

Das Ungeborene kann schmecken



Schon am Ende des zweiten Monats lernt das Ungeborene schlucken und kann seinen Daumen in den Mund stecken. Ab dem dritten Monat sind die Geschmacksknospen ausgebildet, wodurch das Kind unterscheiden kann, ob etwas sauer, salzig, bitter oder süß schmeckt. Über die Nabelschnur hast auch du deine Nahrung automatisch erhalten.

Radieschenaufstrich



Zutaten: 200g Topfen, Salz, Paprika, Milch, 200g geriebene Radieschen, 1 EL Tomatenmark, 1 EL gehackter Schnittlauch
Zubereitung:fe Topfen mit allen Zutaten gut verrühren. Die bestrichenen Brotscheiben mit Radieschenscheiben belegen und mit gehackter Petersilie bestreuen

Der Feinschmecker



Der Feinschmecker hat die Aufgabe, Küchenkräuter zu kosten und in einer Tabelle sein persönliches Geschmackserlebnis festzuhalten.Die Auswetung mit anderen Feinschmeckern vergleichen.


Der Tastsinn



Die Haut ist beim Menschen das größte Organ. Die Haut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut. Die Oberhaut ist eine Hülle, die unseren Körper umschließt, sie ist stabil und bildet die Grenzen zur Umwelt. In der Lederhaut, der mittleren Schicht, sitzen unter anderem die Sinneszellen, durch die wir Druck, Schmerz, Wärme und Kälte empfinden können. Im Unterhautbindegewebe, der dritten Hautschicht, findet die Blutversorgung statt.

Das Ungeborene ist druckempfindlich



Gegen Ende des zweiten Schwangerschaftsmonats reagiert das Ungeborene auf Reize von außen, es ist druckempfindlich, es iat bereits wahrnehmungsfähig.In dieser Zeit haben sich auch bei dir deine Arme und Beine gebildet, du hattest auch schon ganz zarte Finger und bald danach Zehen. Nun konntest du erstmals greifen und eine Faust bilden. Gegen Ende des sechsten Monats bilden die Hände ihre besondere Sensibilität aus. Die meisten Eindrücke nimmt das Ungeborene über die Haut wahr.

Begrüßungstanz



Alle Teilnehmer bewegen sich zu Musik frei im Raum. Bei Musikstopp versucht man, einige Mitspieler zu begrüßen und jedesmal die Begrüßungsform abzuwandeln, z.B. dem anderen auf die Schulter klopfen, sich marmen, über den Kopf streicheln, leicht am Ohr zupfen usw.

Wäscheklammer fangen



Jeder teilnehmer erhält eine Wäscheklammer, die er sichtbar an seinen Kleidern befestigt. Gleichzeitig versuchen nun alle, Wäscheklammern mit der Hand zu erwischen.
Spielvariante: Jeder Teilnehmer hält die Wäscheklammer in der Hand und versucht, sie an den Kleidern eines Mitspielers zu befestigen.

Schatzkiste



Der Spielleiter legt heimlich einen Gegenstand ( Staubtuch, Springschnur, Watte, Schuh...) in eine mit einem Tuch abgedeckte Kiste. Ein Teilnehmer versucht, mit den Füßen diesen Gegenstand zu ertasten und zu benennen.

Autor/in: Barbara Klein

Publikation: KiK 88

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Schlagwörter: Sinne, Kreativität