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Im Uhrwald

Gruppenstunde Spiele Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Ziel

Dies ist ein Beispiel für ein Suchspiel und fällt in die Rubrik Gruppengeländespiele. Wie bei den Modellen in den letzten KiKs geht es hier daher darum, sich auf lustvolle Weise in einem größeren Spielgebiet zu bewegen. Die Kinder sollen erleben, daß "Action" auch so funktionieren kann, daß es für alle lustig ist und am Ende niemand sein Gesicht verliert.

Material

  • Ca. 1,5 Wecker pro mitspielendem Kind
  • Pläne des Spielgebietes
  • Verkleidung für die Itez (z.B. neonfarbene Regenjacken)
  • 1 Zeitabsauger pro Itez (Nett wären Tischstaubsauger. Du kannst jedoch das Geräusch, das Du Dir als zu einem Zeitabsauger [Wie auch immer Du Dir einen solchen vorstellst] passend vorstellst, auch selber machen)

Aufbau

siehe "Die Spielregeln"

 

Ihr begebt euch am Beginn der Stunde zum Spielgebiet. Dort erzählst Du die Spielgeschichte und erklärst die Grenzen des Spielgebietes. Danach kannst Du auch zu einem/r Itez werden.

Die Spielgeschichte



Eine Gruppe von Wesen unbekannter Herkunft (manche halten sie für Außerirdische, andere für ein bislang unbekanntes Volk, wieder andere für eine Untergrundbewegung), die sogenannten Itez, findet es schrecklich langweilig, wenn alle Uhren immer gleich gehen. Sie meinen, daß es viel lustiger sei, wenn jeder zu einer anderen Zeit aufsteht, ißt, und vor allem, wenn sich Leute treffen wollen und jeder zu einer anderen Zeit kommt. Pünktlich sein gilt für sie als Unhöflichkeit. Die Itez meinen weiters, daß sich die Menschen dann mehr Zeit lassen würden. Daher verstellen sie jede Uhr, die ihnen in die Finger fällt, auf eine andere Zeit. Aus zuverlässigen Quellen ist bekannt, daß die Itez ihre Aktivitäten gerade hier in xxx (Spielgebiet) konzentrieren.
Der/die Gruppenleiter/in erklärt nun, daß - auch wenn die Itez in ihrem Anliegen vielleicht nicht völlig daneben liegen - diese Methode wohl wirklich etwas drastisch ist und mehr Schaden als Nutzen bringen würde. Daher sollen die Kinder die Uhren, die die Itez verstellen, wieder richtig einstellen. Das Problem dabei ist nur, daß die Itez das verhindern wollen und daher jeden Uhrenrichtigsteller von den Uhren fernhalten wollen. Dies tun sie mit Hilfe eines Zeitabsauger, der einen Menschen um (z.B.) 5 Minuten zurückversetzt (d.h., man begibt sich dorthin, wo man vor eben dieser Zeit gerade war), wenn man seinen Namen ruft und mit dem gerät in seine Richtung zeigt. Um dies zu verhindern, müssen die Kinder unauffällig durchs Spielgebiet schleichen. Ziel ist es, bis zum nächsten Glockenschlag (=Weckerläuten) die Uhren möglichst gleichgestellt zu haben, um Verwirrung in größeren Teilen der Bevölkerung zu verhindern.

Das Spiel in Kurzform - Die Spielregeln



Im Spielgebiet verteilt befinden sich mehrere Wecker. Die Orte dieser sind den Kindern bekannt (entweder hängt beim Ausgangspunkt des Spieles ein Plan oder jedes Kind hat einen, in dem die Uhren und auch die Grenzen des Spielgebietes verzeichnet sind.
Die Kinder schleichen von Uhr zu Uhr und stellen diese immer wieder richtig (Zeitvergleich am Anfang!).
Die Gruppenleiter/innen spielen die Itez und verstellen die Uhren immer wieder (Achtung: Beim verstellen nicht das Läuten auslösen, das ist erst der Schlußgag).
Entdeckt ein/e Itez ein Kind ruft er/sie dessen Namen und zeigt mit dem Zeitabsauger in dessen Richtung. Daraufhin muß das Kind dorthin zurück, wo es vor fünf Minuten war (de facto heißt das, die Kinder verlassen den Gesichtskreis des/r Gruppenleiter/in).
Die Wecker sind auf das geplante Spielende eingestellt. Wenn dann möglichst viele Wecker auf einmal läuten, erkennen die Itez, daß es doch ganz praktisch ist, zu wissen, wann der Arbeitstag des Uhrenverstellers zu Ende ist, und geben ihren Plan auf.

Tips für zur Durchführung



  • Es ist Deine Aufgabe, für die richtige Balance in diesem Spiel zu sorgen: Die Kinder sollen beim Schleichen möglichst erfolgreich sein, aber es darf nicht so leicht sein, daß es fad wird. Hier gilt es wahrscheinlich auch, für die einzelnen Kinder unterschiedliche Maßstäbe anzulegen (z.B. könntest Du lange in eine Richtung schauen, während ein Kind in Deinem Rücken eine einsehbare Stelle überquert usw.).
  • Getreu den Leitlinien für Gruppengeländespiele läßt sich auch dieses Spiel mit nur 2 Gruppenleiter/innen durchführen. In dem Fall sollte aber der/die Spielerklärerin während des Spiels dann auch zum Itez werden. Nicht zuletzt auf Grund dieses Rollenwechsels sollten die Itez ein weithin sichtbares (Ver-)Kleidungsstück haben, z.B. neonfarbene Regenjacken...
  • Die Wecker sollten am Spielanfang oft verstellt sein, damit die Kinder nicht umsonst schleichen, gegen Ende möglichst synchron gehen, damit viele auf einmal läuten.
  • Um das Läuten vor dem Spielende zu verhindern, könnten die Wecker erst kurz vor Ende auf Alarm gestellt werden.
  • Falls die geplante Spielzeit zu kurz (die Kinder wollen noch spielen) oder zu lang war (es wird schon fad), könntest Du auch die Läutzeit verstellen. Das muß aber mit dem/r zweiten Gruppenleiter/in geklärt werden.
  • Wenn der Spielerklärer auch zu einem Itez wird, müßt Ihr die Kinder bei Bedarf aus eurer Rolle heraus betreuen (Mißverständnisse bei Spielregel und Spielgebiet, ein Kind tut sich weh oder andere ungeplante Zwischenfälle, ...).
  • Das Spielgebiet sollte einigermaßen blickdicht sein: Ein Wald mit Unterholz oder ein Park mit Büschen oder ähnlichen optischen Hindernissen. Es muß aber natürlich noch möglich sein, ohne sich zu zerkratzen durch das Spielgebiet zu gelangen. Ein weiteres Kriterium für das Spielgebiet sind klare Grenzen (Wege, Zäune, Bäche, notfalls auch Baustellenabsperrbänder).
  • Die Größe des Spielgebietes hängt von der Anzahl der Kinder, Gruppenleiter und der Geländebeschaffenheit ab: Es muß möglich sein, die Distanz zum/r Gruppenleiter/in zu wählen, um unentdeckt zu bleiben.



Ende



Am Ende hast Du Deine Rolle als Itez wieder abgelegt (z.B. indem Du die Verkleidung ausziehst) und dankst den Kindern für ihren Einsatz. Plötzlich tritt ein Itez auf und erklärt, daß es eigentlich doch angenehm ist zu wissen, wann der Arbeitstag zu Ende ist und genug Uhren verstellt sind. Vielleicht sollten die Itez sich andere Methoden überlegen, um die Menschen ein bißchen entspannter zu machen...

Autor/in: Marcus Bruck, Helmut Habiger

Publikation: KiK 89

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Lager-Kategorie: Geländespiele

Schlagwort: Geländespiel