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Die Seligpreisungen (Mt 5, 1-12)

Gruppenstunde | Alter: 12-15 | Aufwand: mittel

Ziel

Das Ziel dieser Stunde kann natürlich nicht darin bestehen, Bibelexegese (wissenschaftliche Auslegung der Bibel) zu betreiben oder die "richtige" Interpretation zu finden. Es soll vielmehr ein Gespräch in Gang kommen, in dem die Seligpreisungen in einen heutigen Kontext und in die Lebensrealität der Kinder eingebettet werden, in dem aber auch Raum da ist dafür, Unverständnis und Ablehnung zu äußern. Die Kinder sollen etwas von der befreienden Dimension der Seligpreisungen erfahren.

Material

  • 2 Plakate, Steine aus Naturpapier, Situationskärtchen, Kopien bzw. Abschriften der zwei Bibelstellen, Schreibstifte

Aufbau

Anhand verschiedener Situationen aus unserem alltäglichen Leben untersuchen wir unsere eigenen Verhaltensweisen und unsere sowie die Beurteilungskriterien der Gesellschaft, in der wir leben. Dem stellen wir die Aussagen Jesu in den Seligpreisungen gegenüber. Abschließend versuchen wir herauszufinden, was für unser eigenes Leben wichtig ist.

 

Hintergrund



Grundsätzliches:
Diese Gruppenstunde orientiert sich an der Interpretation des Theologen Eugen Drewermann in seinem Buch "Das Matthäus-Evangelium. Bilder der Erfüllung (I)". Für Drewermann stellen die Seligpreisungen Jesu, wie sie Matthäus überliefert, "Ermächtigungssworte der Freiheit" dar, die den einzelnen von seiner Menschenfurcht und -abhängigkeit befreien. Die Seligpreisungen gehen Punkt für Punkt die Formen menschlicher Erniedrigung durch - "all das, wovor wir uns für gewöhnlich fürchten und was wir mit allen Kräften zu vermeiden trachten. Es war für Jesus offensichtlich, wie infolge bestimmter Ängste" die Menschen sich in selbsterrichtete Lügengebäude und Abhängigkeiten begeben und sich so selbst daran hindern, ein erfülltes Leben zu leben. "Gerade das, was normalerweise 'Glück' genannt wird, kann unter diesen Umständen als die ausgemachteste Fluchtburg der Angst vor sich selber gelten, und alles kommt darauf an, den Menschen den Mut zur Ehrlichkeit sich selbst gegenüber zurückzuschenken. Mögen wir in den Augen unserer Mitmenschen oder sogar schon in unseren eigenen Augen auch noch so erbärmlich dastehen - wenn wir es nur erst wagen, uns zu dem zu bekennen, was wir wirklich sind, beginnt eine unerhörte stille Revolution der gesamten Lebenseinstellung". Voraussetzung dafür ist aber "ein totaler Umsturz unserer Weltbetrachtung", der uns ermöglicht, unser Leben nicht mehr nach den gängigen Kriterien der jeweiligen Zeit und Gesellschaft zu bewerten, die uns zu "Gefangenen unserer eigenen Angst, zu Ausgelieferten fremder Be- und Verurteilungen, zu Marionetten des Äußeren" machen. Die Seligpreisungen stellen ein solches alternatives Bewertungsschema vor, sie sind "die Beschreibung dessen, was möglich wird für denjenigen, der sich wirklich auf Gott einläßt".

Zu den einzelnen Seligpreisungen:


Drewermann legt seiner Interpretation seine eigene, teilweise von der Einheitsübersetzung abweichende Übertragung zugrunde, da ihm diese den Sinn der Aussage exakter wiederzugeben scheint. (Auch die Gruppenstunde bedient sich deshalb neben der bekannten Übersetzung jener der "Bibel in heutigem Deutsch", die der Interpretation Drewermanns oft näher liegt). Er geht davon aus, "daß die Seligpreisungen in zwei Hälften zerfallen, die zueinander parallel gebaut sind". Die "ersten vier beschreiben 'Zustände', die allgemein als äußerst beklagenswert gelten, wie Armut, Trauer und Hunger, erst der zweite Abschnitt beschreibt, parallel zum ersten, wie Menschen nach außen hin handeln können, die diese ''Zustände' von Gott her anzunehmen gelernt haben." So kann z.B. nur der sich eines anderen erbarmen, der seine eigene Fehlerhaftigkeit, seine eigenen Mängel, seine eigene Armut vor Gott erfahren und akzeptiert hat.

Selig, die arm sind vor Gott; ... (Mt 5,3)
"Armsein vor Gott bedeutet das befreiende Gefühl, nicht mehr sein oder darstellen zu müssen, als man ist; es bedeutet die Erlaubnis, endlich zu sich selbst zu kommen und sich selber annehmen zu können ohne Selbsthaß und ohne verzweifelte Selbstverliebtheit; Armsein vor Gott, das heißt: einfach so dasein zu dürfen und zu wissen: der Sinn, daß es so etwas wie mich gibt, braucht nicht von mir hervorgebracht zu werden; ich brauche keine fremden Rollen mehr zu spielen; ich brauche nur den Part zu übernehmen, den Gott für mich auf der Bühne des Lebens vorgesehen hat."
Die aus der Erfahrung der Armut resultierende Handlungsweise ist das Erbarmen (Mt 5,7), denn alles "Mitgefühl basiert auf einem Akt der Identifikation". Das gilt nicht nur für den materiellen, sondern auch für den moralischen und religiösen Bereich. "Wer sich selbst nur als wichtig, richtig und tüchtig kennen und anzuerkennen gelernt hat, der wird andere Menschen sehr leicht als nichtige Existenzen zu verachten geneigt sein, die mit seinen Wertvorstellungen nicht übereinstimmen."

Selig die Trauernden; ... (Mt 5,4)
Unsere Welt ist "in gewissem Sinne unfähig zu weinen, außerstande zur Traurigkeit". Viele Leute sind ständig darum bemüht, den Anschein eines glücklichen Lebens zu demonstrieren. Wer sich aber immer als tüchtig und bedeutend präsentieren muß, dem sind Tränen verboten. Denn Menschen, die trauern und weinen, sind in den Augen der Gesellschaft vielfach immer noch die Unzurechnungsfähigen und Lebensuntüchtigen. Wir alle müssen "stark sein, fit sein, tapfer sein, fröhlich sein, munter sein". Wer nicht so sein kann, der muß zumindest so tun als ob. Es geht darum, "vor den Augen der anderen 'richtig' dazustehen, fertig zu sein, problemlos und souverän die Dinge gemeistert zu haben und nur ja niemanden wissen zu lassen, wie es wirklich um uns steht." In Vers 4 der Seligpreisungen stellt Jesus diese Ideologie der Stärke auf den Kopf. Wir müssen nicht immer die Zähne zusammenbeißen, wir haben ein Recht darauf zu sagen, was uns weh getan hat und was uns weh tut. "Glücklich die Menschen, meint Jesus, die das wagen. Sie haben nichts mehr zu befürchten - keine Ablehnung, keine Schande; sie beginnen, wirklich zu sein. Und sie sind nahe bei Gott. Er wird sie trösten."

Selig, die keine Gewalt anwenden; ... (Mt 5,5)
Wie die ersten zwei Seligpreisungen beschreibt laut Drewermann auch die dritte Menschen, die "eigentlich als unglücklich und bemitleidenswert gelten müßten und es auch wären, wenn sie ihren Zustand nicht von Gott her noch einmal ganz anders zu (er)leben wüßten". Für ihn sind hier nicht jene gemeint, die freiwillig auf Gewaltanwendung verzichten, sondern diejenigen, die der Gewaltanwendung "in völliger Hilflosigkeit nichts entgegenzusetzen haben". Auch hier tritt Jesus wieder einer "Denkweise der Stärke, der Wehrhaftigkeit und der Grausamkeit" entgegen und fordert eine "schutzlose, offene Solidarität" mit allen Menschen im Elend.
Einer solchen Haltung entspricht im praktischen Verhalten die Friedfertigkeit und die Friedensliebe (Mt 5,9), das gilt nicht nur für den persönlichen, sondern ebenso für den öffentlichen Bereich (Abrüstung) - "Jesus wollte, daß, auf der Basis der Wehrlosigkeit, Friede unter den Menschen sei".

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; ... (Mt 5,6)
Die Gerechtigkeit, von der Jesus hier spricht, meint nicht den Ausgleich menschlicher Interessensgegensätze durch Gesetze und Verordnungen. Jesus geht es gerade um das Gegenteil: Er ist gekommen, "um all das Pochen auf Recht und Gesetz aus der Welt zu schaffen", er preist im Vers 6 diejenigen glücklich, die hungrig sind nach einem Leben jenseits der gängigen "Schablone von Vorschrift und Pflicht".
Wer sich gegen solche das Leben bestimmende Schablonen auflehnt und sich die "vollkommene Umwertung der gewöhnlichen Art, die Welt und unser Leben zu betrachten, zum Vorbild nimmt, der setzt sich in Widerspruch zu den Herrschenden und Mächtigen. Damit ist angedeutet, wie Vers 10 der Seligpreisungen zu verstehen ist. Hier wird nicht Leidensmystik und Masochismus gepredigt, sondern dazu aufgefordert, "Widerstand gegen alles Unterdrückende und Schmerzbereitende" zu leisten. Die Folgen dieser Entscheidung zur Nachfolge Christi schildert Vers 11. "Jede Frau, jeden Mann, der Jesu Worte wirklich leben will, wird man buchstäblich verfluchen, man wird sie oder ihn ausstoßen im Namen Gottes.


Was halten wir davon ?



Du hast in den Ecken Eures Gruppenraumes Plakate aufgehängt. Gemeinsam schaut Ihr Euch an, was darauf geschrieben steht. Ihr lest "Das kann ich mir gut vorstellen", "Das verstehe ich überhaupt nicht", "Das kommt häufig vor" und "Das ist sehr unwahrscheinlich". Die Plakate sind so aufgehängt wie die Gegensatzpaare "Das kann ich mir gut vorstellen - Das verstehe ich überhaupt nicht" und "Das kommt häufig vor - Das ist sehr unwahrscheinlich" auf dem Plakat eingetragen sind. D.h. in einer Ecke des Raumes befinden sich zwei Plakate, in einer keines.

Du liest nun das erste Situationskärtchen (siehe unten) vor und bittest die Gruppenmitglieder, diese Situation zu bewerten, indem sie sich in dem durch die Plakate gebildeten Koordinatensystem positionieren. Wenn sie sich z.B. in die beschriebene Situation sehr gut einfühlen können, aber der Meinung sind, daß man sich in Wirklichkeit eher nicht so verhalten kann, bleibt man nahe bei der "Gut-Seite" und geht in Richtung der "Unrealistisch-Ecke". Haben alle Gruppenmitglieder ihre Position bezogen, erklären sie, warum sie sich so entschieden haben.

Du kannst diesen Diskussionsprozeß durch Impulsfragen unterstützen. Warum verhalten sich die Personen so? Könnte das auch Gründe haben, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind? Fällt es uns dann leichter, ihr Verhalten zu verstehen?
Wer nach diesen Erklärungen seine Sichtweise der Situation verändert hat, kann seine Position im Raum nochmals verändern.
Anschließend wird das Situationskärtchen auf einen Packpapierbogen gelegt, auf dem sich wiederum das Koordinatensystem befindet. Das Kärtchen wird so positioniert, daß alle Meinungen (keine Mehrheitsentscheidung) berücksichtigt sind.

Situationskärtchen:



Peter ist mit seinen Freunden ins Schwimmbad gegangen. Dort macht Christian den Vorschlag vom Fünfmeterturm zu springen. Obwohl Peter gleich ein mulmiges Gefühl hat, geht er mit. Nachdem seine beiden Freund gesprungen sind, steht er am Rand des Turmes und schaut hinunter ins Schwimmbecken. "Na los spring!" rufen seine Freunde zu ihm hinauf "Oder hast Du vielleicht Angst" "Ja!" ruft Peter zurück, dreht sich um und klettert die Leiter hinunter.

Karin gibt ständig damit an, was sie alles hat: Gewand, CDs, ja sogar ein eigenes Pferd. Wenn jemand anderer etwas Neues geschenkt bekommen hat, rümpft sie die Nase und meint, daß diese Marke schon jahrelang out ist.

Sabine geht es schon tagelang schlecht. Sie hat Probleme zu Hause.. Doch wenn immer jemand sie fragt, ob sie traurig ist, tut sie erstaunt: "Nein, wieso". Als sie eines Tages in der Pause ihr Klassenvorstand während seiner Gangaufsicht fragt, ob es ihr nicht gut geht, bricht sie in Tränen aus und erzählt ihm von ihren Problemen. Danach fühlt sie sich viel besser.

Beim Familienausflug am Wochenende läuft Rudi den Eltern voraus, um als erster im Schutzhaus zu sein.. Dabei übersieht er eine Wurzel, stolpert und schlägst sich das Knie blutig. Das Knie brennt höllisch. Als der Vater ihn sieht, sagt er nur: "Komm steh auf, es hat Dir ja niemand befohlen, so blöd zu rennen. Indianer kennen keinen Schmerz."

Am Spielplatz geraten Franz und Stefan in Streit. Plötzlich geht Franz auf Stefan los, nimmt ihn in den Schwitzkasten und würgt ihn.. "So und jetzt verschwind'", herrscht er ihn dann an.. Seine Freunde lachen. Stefan macht sich schnell aus dem Staub, er hat Tränen der Wut und Hilflosigkeit in den Augen. Da kommt ihm sein Klassenkollege Wolfgang entgegen, sieht ihn an und fragt, ob etwas passiert ist. "Nein, nichts", antwortet Stefan, "Mir ist nur eine Mücke ins Aug' gekommen.."

Claudia und Julia sind schon seit langer Zeit die besten Freundinnen. Doch seit einer Woche sind sie nach einem Streit böse aufeinander. Sie reden nicht mehr miteinander. Beide sind der Meinung, daß sie im Recht sind: "Sie ist hat ja angefangen. Wenn Sie sich versöhnen will, muß sie sich bei mir entschuldigen und sagen, daß es ihr leid tut.

Auf der Straße spricht ein Bettler einen Mann um Geld an. "Was fällt Ihnen ein", schreit der, "Arbeiten S' was! Mir hat auch niemand was geschenkt, ich hab' alles, was ich hab', nur mir selbst zu verdanken!"

Petra hat es eilig. Sie hat bei ihrer Oma Mittag gegessen und muß jetzt zum Nachmittagsturnen. Im Gehen schlüpft sie in ihre Jacke und ... "Krach" macht es da und die alte Vase, die Oma von ihrer Mutter geschenkt bekommen hat, liegt zerbrochen am Boden. Petra hat sie wohl mit dem Ärmel ihrer Jacke von der Kommode geschubst. Sie macht sich schon auf ein Donnerwetter gefaßt, als sie ihr Mißgeschick "beichtet". Doch ihre Oma sagt nur: "Das kann jedem passieren - ich habe auch erst letzte Woche meine Teekanne zerbrochen."

Fritz weiß immer alles besser. Wann immer jemand anderer etwas erzählt, setzt er eine wichtige Miene auf und erklärt, daß er erst unlängst in einem Buch genau das Gegenteil gelesen hat.


Und was sagt Jesus dazu ?



Nachdem ihr alle Situationskärtchen plaziert habt, leitest Du zum biblischen Text über, indem Du z.B. sagst: "Wir haben jetzt gemeinsam überlegt, welche Verhaltensweisen wir gut und verständlich finden und welche wir nicht verstehen. Wir haben aber auch überlegt, was davon eher häufig vorkommt und was im allgemeinen vermieden wird, weil es von den anderen nicht akzeptiert wird oder sogar für unmöglich gehalten wird. Auch Jesus hat sich Gedanken darüber gemacht, welche Verhaltensweisen für die Menschen und die Welt gut sind."

Du teilst den Kindern nun Kopien des Textes der Einheitsübersetzung aus, die ihr gemeinsam durchlest. Dabei hilfst Du durch Impulsfragen, den Sinn des Textes zu erschließen. Benütze dafür die Informationen zu den einzelnen Seligpreisungen im "Hintergrund". Verweise auch auf die Situationen, die Ihr gerade besprochen habt.
Was ist hier eigentlich mit selig gemeint? Wie kommt dieses Wort im alltäglichen Sprachgebrauch vor? Wie fühlt man sich, wenn man sagt: "Ich bin selig."
Kann man sich wirklich freuen darüber, arm zu sein? Was versteht Ihr unter Armut? Kann man auch mit viel Geld arm sein?
Was macht uns alles traurig? Sind wir vielleicht auch über Dinge traurig, die uns gar nicht unmittelbar betreffen? Gibt es etwas Positives daran traurig zu sein? Muß man sich dagegen wehren, traurig zu sein?

Da es für die Kinder vermutlich ermüdend ist, alle Seligpreisungen auf diese Weise zu besprechen, solltest Du eine Auswahl treffen. Gemäß der im "Hintergrund" erwähnten Zweiteilung wäre eine solche Auswahlmöglichkeit die Besprechung der ersten vier Seligpreisungen (Haltungen). Du kannst dann anschließend darauf hinweisen, daß die nächsten vier das aus dieser Haltung resultierende Verhalten beschreiben. Noch besser wäre es, Kleingruppen zu bilden, die jeweils zwei Seligpreisungen besprechen und ihre Beobachtungen der anderen Gruppe anschließend mitteilen. Jede Gruppe muß jedoch unbedingt von einem Gruppenleiter begleitet werden, der Impulsfragen stellt.

Du legst den Kindern nun die einzelnen Verse aus der Bibel in heutigem Deutsch vor und erklärst ihnen, daß es verschiedene Übersetzungen des Matthäus-Evangeliums gibt. Ihr ordnet die Verse jenen der Einheitsübersetzung zu und vergleicht sie. Welche Übersetzung deckt sich eher mit Eurem Verständnis? Welche formuliert verständlicher, was gemeint ist? Bringt Euch die zweite Übersetzung auf neue Gedanken?


Nochmalige Bewertung



Nachdem Ihr Euch mit den Aussagen von Jesus beschäftigt habt, wendet Ihr Euch noch einmal dem Plakat mit den Situationskärtchen zu. Du forderst die Kinder auf, die einzelnen Verse der Seligpreisungen zu jenen Kärtchen zu legen, die eine ihrer Aussage entsprechende Situation beschreiben. Möglicherweise seht Ihr die eine oder andere Situation jetzt in einem anderen Licht. Wenn das so ist, könnt Ihr die Plazierung des Kärtchens nochmals verändern und es dann gemeinsam mit der Seligpreisung auf das Plakat kleben.


Was für unser Leben wichtig ist



Abschließend stellt Ihr Euch die Frage, was alles in Eurem Leben vorhanden sein muß, damit Ihr Euch selig preist, damit ihr Euch freuen könnt. Du hast auf einem Plakat einen verschlungenen Weg aufgezeichnet. Daneben liegen aus Naturpapier ausgeschnittene Steine. Die meisten von ihnen sind leer, einige aber sind schon beschriftet. Auf ihnen steht z.B.: weinen können, Fernseher, Mitleid haben, gute Noten haben, Fehler eingestehen können, modische Kleidung, sich durchsetzen können, viele Freunde haben, von anderen bewundert werden, ... Gemeinsam überlegt Ihr, welche dieser Steine auf Eurem Lebensweg wichtig sind, welche weniger wichtig. Vermutlich werden den Kindern noch viele für sie wichtige Dinge fehlen. Die können sie auf die leeren Steine schreiben und auf den Lebensweg kleben.

Autor/in: Oliver Bruck

Publikation: KiK 80

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Schlagwörter: Religiöses, Ich, Bibel