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Lachen

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Nicht immer ist uns zum Lachen zumute. Manchmal genügen aber schon ein paar kleine Veränderungen in der Umgebung, damit wir uns entspannen können und gut aufgelegt sind. In solcher Atmosphäre lacht es sich dann besser.

Ziel

Wir überlegen gemeinsam, was notwendig ist, damit wir lachen und Spaß haben können. Danach spielen wir einige Spiele, die uns Spaß machen; auch als Faschingsstunde geeignet

Material

  • Die Geschichte vom kleinen Lachen, Papiersmilies, Stifte, Musik (Cassetten und Recorder), Dinge, mit denen wir eine gemütliche Atmosphäre schaffen könnt (Knabbereien, Blumenstrauß, Pölster, ...), Material für die Spiele, die Du spielen möchtest

Aufbau

Einstiegsspiel
Wir hören eine Geschichte
Wir überlegen gemeinsam, was uns zum Lachen bringt
Falls nötig, schaffen wir im Gruppenraum "Lachatmosphäre"
Wir spielen und lachen
Wir erstellen eine "Lachhitparade"

 

Aller Anfang



Zu Beginn spielen wir gemeinsam

Lachparade


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien 1/9):

Die Kinder stellen sich in zwei gleich langen Reihen gegenüber auf. Die beiden Reihen stehen in etwa ein Meter Abstand voneinander entfernt. Jeweils vom linken Rand jeder Reihe geht ein Kind durch den so entstandenen Gang. Dabei schneidet es möglichst lustige Grimassen und macht möglichst originelle Bewegungen, weil es das Kind, das ihm im Gang entgegenkommt, zum Lachen bringen will. Das Kind, das zuerst lacht, wechselt die Reihe. Dann gehen zwei andere Kinder aufeinander zu. Stehen in einer Reihe deutlich weniger Kinder als in der anderen, haben die Kinder dieser Reihe eine Zusatzmöglichkeit, Verstärkung zu bekommen: Es findet ein Durchgang statt, in dem zwei Kinder der längeren Reihe durch den Gang gehen. Die in der Reihe stehenden Kinder versuchen nun, beide zum Lachen zu bringen. Jenes Kind, das zu lachen anfängt, gehört dann zur kürzeren Reihe.

Das kleine Lachen



Nun machen wir es uns bequem, am besten am Boden auf Pölstern, nett wäre es, wenn es etwas zu knabbern gäbe. Du liest nun folgende Geschichte vor.

Es war einmal ein kleines Lachen. Das hüpfte fröhlich und bunt durch die Weltgeschichte. Es war, wie alle kleinen und großen Lachen auf der Suche.
Was es sucht, möchtet ihr wissen? Es suchte selbstverständlich einen Menschen. Und wenn es einen findet, dann setzt es sich auf seine Schulter, kitzelt ihn am Ohr und streichelt ihn an der Wange. Dann lacht der Mensch und die Welt wird ein bißchen bunter.
Auf seinem Weg kam das kleine Lachen zuerst in eine Straßenbahn. Es war noch recht früh am Morgen und noch dazu regnete es.
Die Menschen saßen mit grantigen Gesichtern auf ihren Plätzen und das kleine Lachen fand keine Schulter, auf der es sich wohlfühlen konnte.
Es blieb also auf der Schultasche von einem Kind sitzen und als das Kind ausstieg, ging es mit in die Schule.
Bestimmt würde es dort einen Menschen finden, der mit ihm lachen wollte!
Es hüpfte also vergnügt in ein Klassenzimmer - und was fand es?
Die Kinder hatten gerade ihre Hefte aufgeschlagen und schrieben auf, was ihnen die Lehrerin ansagte. Das war sehr schwierig und als das kleine Lachen von Kind zu Kind hüpfte, da fand es wieder keine gemütliche Schulter.
Es zupfte und streichelte und kitzelte, aber die Kinder mußten viel nachdenken und hatten keine Zeit für ein kleines Lachen.
Traurig sprang das kleine Lachen beim Fenster raus und verbrachte einen langweiligen Tag im Park.
Erst am Nachmittag traf es drei vergnügte Kinder. Es hörte ihnen neugierig zu und beschloß mit den Kindern mitzuhüpfen, denn sie gingen wohin, wo man scheinbar gerne lacht. Der Ort hieß "Jungscharstunde".
Na endlich - dachte das kleine Lachen und folgte den Kindern in ein großes Haus. Es sah sich eine Weile um und merkte gleich - hier finde ich sicher viele Schultern zum Draufsetzen, Ohren zum Kitzeln und Wangen zum Streicheln. Und wirklich, es wurde noch ein lustiger Tag mit sehr viel Lachen ....!


Was braucht’s?



Nachdem wir nun diese Geschichte vom Lachen gehört haben, wollen wir überlegen, wann wir lachen. Dazu hast du einen großen Packpapiersmilie und viele kleine Smilies aus Buntpapier ausgeschnitten.Jede/r schreibt das, was ihr/ihm einfällt und dazu beiträgt, daß wir uns wohlfühlen, auf einen kleinen Smilie.Die kleinen Smilies hängen wir dann auf den großen Packpapiersmilie.
Mögliche Fragen können sein: Worüber lache ich eigentlich? Wo, an welchen Orten lache ich oft? Wie ist es dort, wie schaut es dort aus, wie muß meine Umgebung sein, daß ich mich wohlfühle und vergnügt lachen kann?
Mögliche Antworten können sein: Ich lache über lustige Geschichten, Bilder, Witze, wenn wer Grimassen schneidet, ....
Weitere mögliche Antworten bezüglich Umgebung, Atmosphäre, ... könnten sein: Gute Stimmung, nette Leute, Essen und Trinken, gemütliche Sitzplätze, Blumenschmuck, ...

Wir machen es uns angenehm ...



Vielleicht haben sich jetzt einige Sachen ergeben, die wir in unserem Jungscharraum verändern oder ergänzen möchten, damit sich alle entspannt und vergnügt fühlen. Nun wollen wir einige Spiele spielen, bei denen wir sicher viel Spaß haben und auch viel zu lachen haben. Da viele Menschen sich bei guter Musik wohlfühlen, sind es diesmal lauter Spiele mit Musikuntermalung.
Dazu ist es wichtig, daß Du entweder eine Cassette (oder Cds) mithast, die auch den Kindern gefällt, wenn du das allerdings nicht so genau weißt, solltest du die Kinder schon in der letzten Stunde bitten, selber Geeignetes mitzubringen.

Folgende Spiele, sie sind alle aus der Spielmappe der Katholischen Jungschar entnommen, stehen nun zur Auswahl:

Gruppenzahl


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien, 1.2)

Zu Musik laufen alle Kinder quer durch den Raum. Wenn die Musik aussetzt, ruft der Spielleiter eine Zahl. Nun sollen sich die Kinder zu so großen Gruppen zusammenfinden, wie es gerufen wurde. Wer in keiner Gruppe mehr einen Platz findet, ruft die nächste Zahl aus.

Ausschütteln


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien 1.3)

Zu schneller Musik (Ragtime oder Dixie) laufen alle Kinder quer durch den Raum. Wenn die Musik aussetzt, ruft ein Kind, welcher Körperteil ausgeschüttelt werden soll. Haben es alle verstanden, geht die Musik wieder weiter, und die Kinder schütteln im Laufen den gerufenen Körperteil aus. Bei der nächsten Unterbrechung wird ein anderer Körperteil gerufen. Ruft ein Kind "Hoppla!", wird der ganze Körper kräftig durchgeschüttelt.

Schrittwechsel


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien 1.10)

Die Spielfläche ist in vier gleiche Teile aufgeteilt. Die Seiten sind durch Kreide oder Tesakrepp gekennzeichnet. Bei jeder Teilfäche hängt ein Schild, auf der die Fortbewegungsart geschrieben steht (Z.B. "zu zweit Rücken an Rücken", "rückwärts laufen", "auf einem Bein hüpfen", "in Zeitlupe bewegen" etc.). Zu Musik laufen alle quer über die vier Flächen. Dabei gilt es, sich immer in jener Art fortzubewegen, wie sie auf dem betreffenden Schild beschrieben steht. Setzt die Musik aus, bleiben alle kurz in der Stellung stehen, in der sie sich gerade befinden.

Getümmel


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien 1.11)

Alle Kinder laufen zu Musik durch den Raum. Wenn die Musik aussetzt, nennt der/die Spielleiter/in eine Spielaufgabe, die sofort erfüllt werden soll. Ist das geschehen, laufen wieder alle zu Musik durch den Raum. Mögliche Spielaufgaben: alle Ecken des Raumes berühren, so viele Hände wie möglich schütteln, alle sollen sich auf den Mittelpunkt des Raumes stellen, eine Statue darstellen, ein Tier nachahmen etc.

Tummelfahrt


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien 1.12)

Bei diesem Spiel ist es die Aufgabe jedes Kindes, in kurzer Zeit mögichst viele andere Kinder zu berühren. Zu Musik laufen alle durch den Raum. Wenn die Musik aussetzt, ruft der/die Spielleiter/in den Namen eines Körperteils, mit dem es einander zu berühren gilt. Ruft er also z.B. "Knie!", dann versuchen alle, einander am Knie zu berühren. Wenn die Musik weitergeht, laufen alle wieder durcheinander, bis dann der Name eines anderen Körperteils gerufen wird.

Doppelgänger


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien 1.24)

Die Kinder teilen sich in zwei gleich große Gruppen. Die erste Gruppe bildet einen Kreis, wobei alle Kinder mit dem Gesicht nach außen stehen. Die Kinder der zweiten Gruppe stellen sich mit dem Gesicht nach innen zu jeweils einem Kind der ersten Gruppe. Jedes Kind hat nun ein Gegenüber, das es sich merken soll. Zu Musik gehen die Kinder des inneren Kreises im Uhrzeigersinn, die Kinder des äußeren Kreises gegen den Uhrzeigersinn. Wenn die Musik aussetzt, versucht jedes Kind, möglichst schnell sein vorheriges Gegenüber wiederzufinden. Hat sich ein Paar gefunden, ruft es laut "Stop!". Daraufhin bleiben alle anderen Kinder auf der Stelle stehen. Ihr neues Gegenüber ist nun jenes Kind, das ihnen gerade am nächsten steht.

Verfolgen


(Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien 3.4)

Alle gehen kreuz und quer durch den Raum. Jedes Kind sucht sich ein anderes Kind aus, das es unauffällig verfolgt. Auf ein verabredetes Zeichen gibt sich jedes Kind dem, das es verfolgt hat, zu erkennen und begrüßt es.
Bei diesem Spiel ist eine Musikuntermalung ratsam, deren Unterbrechung das Zeichen für die Bekanntgabe der Verfolger ist.

Lachparade



Zum Schluß können wir bei einem Glas Saft noch bewerten, bei welchen Spielen wir am meisten gelacht haben. Auch unsere "Lachhitparade" können wir dann aufpinnen.

Diese Gruppenstunde eignet sich übrigens auch als "Faschingsstunde" sehr gut!

Autor/in: Angelika Herret Rosenkranz

Publikation: KiK 87

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Schlagwörter: Spaß, Spiel, Fasching