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Novembernebel, der traurig macht

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Dieses Spiel wurde zu einem Zeitpunkt durchgeführt, als die Serie "Die Abenteuer des Indiana Jones" gerade im Fernsehen lief. Momentan dürfte diese Figur jüngeren Kindern nicht bekannt sein. Daher kann die Figur des Indiana Jones durch jede vergleichbare ausgetauscht werden, die gerade aktuell ist.

Ziel

Dieses Spiel ist im Rahmen eines Faschingsfestes durchzuführen. Es soll eine Alternative oder Erweiterung zu herkömmlichen Faschingsfesttätigkeiten darstellen. Die Spielgeschichte ist an die zahlreichen Versionen des Filmgenres "Abenteurer und Schatzsucher" angelehnt. In einigen Fällen erschien es allerdings nicht sinnvoll, die in diesem Genre enthaltenen Klischees zu übernehmen (v.a. bei dem der "Eingeborenen"). Hier wurde versucht, durch Verfremdung das Klischee zu überwinden.

Material

  • Abenteurerverkleidung, Elephantenpapier, eine (Schatz)Kiste, einen "Schatz", z.B. das Essen für die anschließende Feier oder eine Kleinigkeit für jedes Kind.
  • Bei den einzelnen Stationen:
  • Im Dschungel: z.B. Schnur, Glöckchen, Schellen, Girlanden, breites Klebeband, Decken, Polster
  • Bei den Fälschern: starkes Papierrton (A3), Farben, bunte Papierreste, Klebstoff, Gummilitze; eventuell Selbstklebeettiketten für das Spurenlegen
  • Im Basar: starkes Papier, eventuell Kassettenrecorder und orientalische Musik
  • Die Höhle des Einsiedlers: z.B. große Kartonschachtel oder Decken
  • Im Labyrinth: Schnur, Nägel, Stoffbahnen (Leintücher), Kluppen, eine beliebige Geräuschquelle
  • In der Wildnis: Stoffstücke, Duftwasser; diverse Gegenstände
  • Beim Professor: Schaukelstuhl oder Hängematte, Regal, Bücher
  • Im Dorf der Einheimischen: eine Gesichtsmaske, Kassettenrecorder

Aufbau

Dieses Stationenspiel ist als erster Teil eines Faschingsfestes möglich. Der Schatz, der an seinem Ende gefunden wird, könnten Dinge sein, die für den zweiten Teil des Festes, benötigt werden.
Nach dem Eintreffen und der Einleitung teilen sich die Kinder in Gruppen, in denen sie Stationen besuchen. Bei jeder Station erhalten sie einen Teil einer Schatzkarte, die zusammengesetzt den Ort des Schatzes verraten.

 

Traurigkeits-Nebel-Forschung



Du begrüßt Deine Kinder schon als Wissenschafter/in verkleidet und erklärst ihnen, dass heute eine Tagung zum Thema "Traurigkeitsnebel" stattfinden soll. Für jedes Kind gibt es einen Kleber, auf den es seinen Namen als Wissenschafter/in schreiben kann und den es an seinem Gewand befestigt.
Es hat sich gezeigt, dass gerade der viele Nebel im November dazu beiträgt, daß viele Menschen traurig und betrübt sind. Ihr wollt das zum Anlass nehmen, Nachforschungen anzustellen, um die Ursachen für diese Traurigkeit und eventuell ein Gegenmittel zu finden.

Das Traurigkeits-Interview



Um ein möglichst umfassendes Bild davon zu bekommen, warum Menschen traurig sind, bekommen die Wissenschafter/innen den Auftrag, einen Blick auf die Straße zu werfen und Leute, die gerade vorbeigehen, danach zu fragen, was denn Menschen so alles traurig macht (eventuell in zwei Kleingruppen mit je einem/einer Gruppenleiter/in). Die Antworten und Vorschläge der Passant/innen können dabei gleich auf Klebeetiketten geschrieben werden, um sie anschließend im Versuchslabor auf kleine Fläschchen (Filmdosen o.ä.) kleben zu können.

Im Versuchslabor



Wenn die Wissenschafter/innen wieder zurückgekehrt sind, begeben sich alle ins Versuchslabor, wo bereits der Luftbefeuchter bzw. die Kochplatte wartet. Mit Hilfe von eigenen Zutaten und den Antworten, die ihr bei den Interviews erhalten habt, werdet Ihr nun versuchen, eine Formel für den Traurigkeitsnebel zu finden.

Zuallererst werden noch die bei den Interviews angefertigten Traurigkeits-Etiketten auf Fläschchen geklebt, fallen jemandem noch andere Gründe ein, warum jemand traurig ist, werden diese auf weitere Etiketten geschrieben. Nun kann das Experiment beginnen!

Du fängst an, schüttest etwas Wasser in den Luftbefeuchter und sagst z. B., daß eine Zutat für den Nebel ist, wenn man krank ist und so eine Einladung bei einem Freund versäumt (nicht mit einem zu extremen Beispiel anfangen). Nun können alle nacheinander mit den Fläschchen Wasser aus dem Kübel schöpfen und so die Zutaten des Nebels bestimmen.
Dabei wird bei jedem Punkt die Wassermenge variiert, z. B. bei etwas sehr Traurigem ein ganz volles Fläschchen genommen, bei einer nicht so traurigen Sache nur wenig Wasser. Über die Wassermenge entscheidet jedes Kind selbst. Der/die Gruppenleiter/in schreibt dabei in Form einer Formel auf einem Plakat mit.

Wenn niemandem mehr etwas einfällt, versucht Ihr, wirklich Nebel entstehen zu lassen, wenn Ihr das Gerät einschaltet bzw. das Wasser zum Kochen bringt. (In zweiterem Fall solltest Du die Kochplatte nicht erst ganz am Schluß einschalten bzw. nicht zu viel Wasser nehmen, damit ihr nicht auf das Kochen des Wassers warten müßt). Es funktioniert (hoffentlich)! Nebel entsteht, Ihr habt die Zutaten gefunden!
Den Nebel kann man natürlich nicht einfach wegzaubern. Die angeführten Zutaten sind ja auch gute Gründe, traurig zu sein - es gibt zwar kein Gegenmittel, aber die Möglichkeit, die Formel so zu verändern, daß der Nebel erträglicher wird.

Der Nebel wird erträglicher...



Die Dinge, die Freude machen, sind es, die helfen können, auch im Nebel weiter zu atmen. Du nennst z.B. als Zutat, die Freude bereiten könnte, wenn einen jemand freundlich anlächelt und gibst diese Zutat in Form von ein paar Tropfen ätherischen Öls ins Wasser. Nun kann jedes Kind das gleiche tun und dazu sagen, worüber man sich freut. Du hältst das auf den Buntpapierscheiben fest und klebst diese in die Formel dazu. Wenn Ihr es nun wieder nebeln laßt, so ist der Nebel zwar noch da, aber er riecht ganz gut.

Wir können also die Gründe für Traurigkeit nicht wegzaubern, aber sie erleichtern, indem wir auch Dinge erleben, die uns freuen.

Das Traurigkeits-Nebel-Fangspiel



Ihr spielt nun noch das Traurigkeits-Nebel-Fangspiel, bei dem es darum geht, vom Nebel Verzauberte zu erlösen. Der/die Fänger/in bekommt ein graues Tuch und ist der Traurigkeitsnebel, der durch den Raum huscht und weht. Wer von ihm erwischt wird, wird ganz traurig, bleibt an seinem Platz stehen, weil es ihn nicht mehr freut, weiterzugehen. Er kann aber erlöst werden, wenn zwei andere ihn an der Hand nehmen und rufen: "Verschwinde Trauer! Verschwinde Schmerz!" so ist jener aus seinem Traurigkeitsschlaf befreit und kann sich wieder bewegen. Will der Nebel nicht mehr Nebel sein, so legt er sein Tuch auf den Boden, damit jemand anderer es aufnehmen kann.

Autor/in: Martin Lacroix & Philipp Wenzl

Publikation: Moment mal, KiK 97

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Schlagwörter: Fasching, Spiel, Spaß, Grundkurs