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Füreinander beten

Messmodelle

Hintergrund

Die Lesung regt uns an, über das Fürbittgebet nachzudenken. So wie Paulus für die Gemeinden betet und sie bittet, auch für ihn zu beten, ist Fürbitte der Ausdruck einer solidarischen Gemeinschaft. Menschen stehen füreinander ein und teilen die Anliegen der anderen miteinander. Grundlage ist das gegenseitige Vertrauen und vor allem der Glaube an Gott. Ziel ist das Anbrechen der Herrschaft Gottes und der Aufbau seines Reiches.

Material

  • ein großer Bogen Packpapier mit zwei Überschriften
  • Filzstifte
  • In einer Jungscharstunde vorbereitete Zettel zur Thematik

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Vorbereitung
  • Verkündigung
  • Überleitung zum Credo
  • Nach dem Credo
  • Kommunionfeier

 

Bibelstellen

2. Lesung: 2 Thess 2, 16 - 3, 5

Brüder und Schwestern! Jesus Christus, unser Herr und Gott, unser Vater, der uns seine Liebe zugewandt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung geschenkt hat, tröste euch und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort.
Im Übrigen betet für uns, damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und verherrlicht wird, ebenso wie bei euch. Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an.
Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren. Wir vertrauen im Herrn auf euch, dass ihr jetzt und auch in Zukunft tut, was wir anordnen. Der Herr richte euer Herz darauf, dass ihr Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet.

Evangelium: Lk 20, 27-38

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen, Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich, und durch die Auferstehung zu Söhnen und Töchtern Gottes geworden sind.
Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.
Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.

Hintergrund 2. Lesung:

Vom 31. bis zum 33. Sonntag im Jahreskreis sind die neutestamentlichen Lesungen aus dem 2. Brief an die Thessalonicher genommen.

Briefherkunft


Die Forschung nimmt an, dass dieser Brief wohl gegen Ende des 1. Jahrhunderts verfasst wurde, um die Gemeinde zu stärken gegen Bedrohungen von außen (Verfolgungen) und innen (Irrlehren).

Fürbittgebet


Der heutige Abschnitt enthält den Schluss des 2. Kapitels, des über die "Wiederkunft" handelt. Das Fürbittgebet in den Versen 16 und 17 greift zurück auf jenes im 1. Kapitel (Verse 11/12, vgl. 31. Sonntag, 2. Lesung), in dem der Verfasser in der Autorität des Paulus und in dessen Absicht für die Gemeinde betet.

Vertrauensbasis


Wie aber begründet er es, dass er sich mit seinem Anliegen vertrauensvoll an Gott wendet? In Vers 16 macht er eine grundsätzliche Aussage über das Verhältnis Gottes zu den Menschen: Gott liebt uns. Der Verfasser setzt voraus, dass es die Leser wissen und bereits erfahren haben, worin sich diese Liebe gezeigt hat. Er sagt aber, dass diese Liebe Gottes zu den Menschen eine Gewissheit und Unerschütterlichkeit bewirkt, die vielen Schwierigkeiten standhalten kann. Auch die Ausdrücke "ewiger Trost" und "sichere Hoffnung" deuten in die gleiche Richtung.

Trost und Kraft


In Vers 17 folgt dann die eigentliche Bitte des Apostels: Gott möge den Thessalonichern, bzw. den Lesern des Briefes Trost und Kraft geben. Die Menschen sollen durch diese Gewissheit der Liebe Gottes gestärkt werden, ihre Aufgaben besser erfüllen zu können.

Solidarität


In Vers 1 wird dann die Aufgabe des Apostels und der Gemeinde angedeutet. Es geht um die gemeinsame Sache: das Reich Gottes. Und die Sorge darum verlangt ein gemeinsames Tragen der Verantwortung und das Wissen um die gemeinsame Berufung, am Reich Gottes mitzuarbeiten. Gegenseitige Ermutigung zum Glauben ist dazu erforderlich. Vor diesem Hintergrund betet Paulus für seine Gemeinde und fordert sie auch auf, für ihn und seine Aufgabe zu beten.

2 Hauptanliegen


In Vers 1 und 2 finden sich zwei zentrale Anliegen für unser Beten: Das Ausbreiten des Reiches Gottes und unser eigenes Heil. Die erste Bitte ist: Das Wort des Herrn soll sich ausbreiten und verherrlicht werden, das heißt wohl ans Ziel kommen, ankommen, das bewirken, wozu es gesagt wird, die den Menschen, die es hören, den Glauben an Gott bewirken.

Zuversicht trotz Enttäuschung


Der Verfasser sieht aber die Lehre und Verkündigung und damit das Lebenswerk des Paulus gefährdet. In Vers 2 leuchtet diese Situation des Apostels durch: Paulus, der nicht immer verstanden wird, der abgelehnt wird, der auch verfolgt wird. Aber der Trost und die feste Zuversicht aus der Liebe Gottes, zu ihm, Paulus, lässt ihn dennoch immer wieder weitermachen. Es gibt Grenzen für die Verkündigung, nicht alle Menschen wollen das Wort Gottes annehmen.

Gott ist treu


Vers 3 knüpft zwar daran an, wendet sich dann aber der Gemeinde zu; euch wird der Herr davor bewahren!
Vers 4 greift wieder einen Gedanke von früher auf: Der Herr liebt uns. In seiner Liebe tut er das Seine, das, was die Menschen brauchen, tut er für uns. Unsere Aufgabe ist es, das Unsere zu tun. Der Verfasser vertraut darauf, dass die Leser des Briefes das ihre tun.
Vers 5 ist dann wieder eine Bitte an Gott, die das Ganze irgendwie zusammengefasst. Gott, der euch liebt, helfe euch die einzig mögliche Antwort zu geben: Dass ihr Gott liebt und unbeirrt (da klingt wieder die Zuversicht von Vers 16 an) auf Christus wartet.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Vorbereitung


An Material wird benötigt: ein großer Bogen Packpapier mit zwei Überschriften, Filzstifte, bzw. In einer Jungscharstunde vorbereitete Zettel zur Thematik.
Wie Freunde zueinander sind, wie Freunde miteinander umgehen.

Verkündigung


Die Zettel können dann im Predigtgespräch den einzelnen Überschriften zugeordnet werden, bzw. daruntergeschrieben werden. Doppelte Nennungen (auf beiden Seiten) sind durchaus erwünscht.
Ein Themenkreis: Wie Freunde zueinander sind
anderer Themenkreis: Wie die Freundschaft Jesus - zu mir ist.
Im nächsten Schritt könnten die Unterschiede und die Parallelen der beiden Themenkreise herausgesucht werden. Es wird sicherlich ein Ansatzpunkt herauszufinden sein, der sich in ein Gespräch über Vertrauen weiterentwickeln lässt.
In diesem Vertrauen können wir Freunde, aber auch Gott um etwas bitten. Wie können wir das tun? Worum können wir/ sollen wir bitten?
Bei den Beiträgen der Kinder bitte darauf achten, dass wir nicht bei Bitten landen, wo unsere Verantwortungsbereiche an andere bzw. an Gott abgeschoben werden, wie: Gib, dass alle Menschen genug zu essen haben. Oder: Mach, dass alle in Frieden miteinander leben können. Sondern: Hilf mir, zum unsympathischen Maxi wenigstens ein bisschen freundlicher zu sein.

Überleitung zum Credo


Wir sagen einander, dass wir an einen Gott glauben, der sich um uns sorgt.

Nach dem Credo


Kinder sollen selber kurze Fürbitten formulieren. Dabei könnten sie um den Altar einen Kreis bilden.

Kommunionfeier


Beim Vaterunser - ist auch ein Fürbittgebet - könnte dieser Kreis wiederholt werden.
Ebenso bei der Kommunion mit dem Gedanken: Eine - oder besser gesagt - die Antwort, die Jesus auf unsere Bitte, auf unser Sehnen nach Zusammensein mit ihm hat, ist: Er selber schenkt sich uns im Brot.
Nach der Kommunion könnte man die im Kreis um den Altar stehenden/sitzenden Kinder einladen, Gott zu danken, für das was sie von ihm bekommen haben, worüber sie sich gefreut haben usw.

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 32. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...