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Es wird schon wieder

Messmodelle

Hintergrund

Beim heutigen Gottesdienst soll es nicht, wie der Titel "Es wird schon wieder" vermuten lassen könnte, um eine billige Vertröstung gehen. Ausgehend von der 1. Lesung soll die Trostlosigkeit, die zur Zeit der Propheten und auch heute oft herrscht(e) (das dürre Gras) (die Stadt Jerusalem), einer Gemeinschaft, der Gott nahe ist, in der man Trost und Ermutigung findet (aufblühendes Gras), gegenübergestellt werden.

Material

  • Liedtext

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Vor der Lesung
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Lied

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 66, 10-14c

(1. Lesung Übersetzung: Gute Nachricht)
Freut euch mit Jerusalem, jubelt über sein Glück, ihr alle, die ihr es liebt und denen sein Leid zu Herzen geht! Ihr werdet erleben, wie es Hilfe erfährt, wie es mächtig und herrlich wird. Und ihr werdet euch daran laben wie das Kind an der Mutterbrust. Ich, der Herr, verspreche: Ich schenke Jerusalem Glück und Wohlstand; der Reichtum der Völker wird ihm zufließen wie ein nie versiegender Strom. Ihr werdet euch daran laben; ihr werdet euch geborgen fühlen wie ein Kind, das von seiner Mutter auf der Hüfte getragen und auf den Knien gewiegt wird. Ich werde euch trösten, wie eine Mutter tröstet. Das Glück Jerusalems wird euch glücklich machen. Wenn ihr das erlebt, werdet ihr voll Freude sein; neuer Lebensmut wird in euch erwachen, so wie im Frühling das frische Grün sprosst.

Evangelium: Lk 10, 1-9 (Kurzfassung)

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt , so eßt, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Hintergrund 1. Lesung:

Israel nach dem Exil


Um das Jahr 598 v.Chr. hat für die Juden das babylonische Exil begonnen. Sie waren in der Nähe Babylons angesiedelt, nachdem viele von ihnen auf dem Weg in die Gefangenschaft, gestorben waren. Die heutige Lesung, die von einem unbekannten Propheten aus dem 5. Jhdt., der in der geistigen Tradition Jesajas steht, verfasst worden ist, will das Volk Gottes nach dem Exil trösten und stärken. Offensichtlich waren die Wiederaufbauarbeiten in Jerusalem schon vorangetrieben worden, so dass die Stadt vor feindlichen Angriffen Schutz hat und wieder als religiöses Symbol wirkte. Die Zustände in Jerusalem nach dem Exil gaben immer wieder Anlass zu Enttäuschung und Klage. Immer wieder wurde mit den Heilszeiten der Vergangenheit verglichen und das forderte wieder den Propheten auf, eine Wende des negativen anzukündigen. Mit großer Herzlichkeit muntert der Prophet das Volk auf und will so Mut und Hoffnung in dieser Zeit nach dem Exil vermitteln.

Jerusalem


Mit freudigen Worten wird zu Beginn der Lesung die Stadt Jerusalem bejubelt. Das wichtige dabei sind aber nicht die neuen Häuser und die neuen Schutzmauern, sondern daß Jerusalem der von Gott auserwählte Ort ist. So wurde Jerusalem zu dem mit Augen sichtbaren Symbolen von Gottesnähe. Als die Stadt von den heidnischen Neubabyloniern verbrannt worden war, war mehr vernichtet worden als irgendeine bedeutsame Stadt. Es war der Ort der Gottesnähe in Schutt und Asche gelegt worden. Die religiöse Mitte fehlte. Jetzt nach dem Exil wussten sich die Juden erneut geborgen in ihrem Gott Jahwe und sahen diese Geborgenheit grundgelegt in der Liebe und Sorge um die Stadt Jerusalem.

Frieden und Heil dem Gottesvolk


Die endzeitlich einzustufende Hoffnung verheißt dem Volk Israel einen "Strom von Frieden, Heil und Ordnung". So wird die vor kurzem zerstörte Stadt zu einer reich beschenkten "Glücksstadt". Gott will sagen: Die Verfolgung und Verachtung hat sich in das radikale Gegenteil verwandelt. Die Aufforderung zur Freude wird mit einem Gotteswort begründet, das ganz unbefangen den Reichtum wie den Frieden als Gottesgabe ankündigt.

Gott ist wie eine tröstende Mutter


Im Vers 13 wird der helfende und rettende Gott mit einer ihr Kind schaukelnden Mutter verglichen. Gott selbst umsorgt und umhegt sein Kind (sein Volk) wie eine liebende Mutter. Solche Zusagen lassen das Herz höher schlagen, solche Zusagen wirken wie Regen auf "frischem Gras" und lassen es "aufblühen". Dieses Erleben der ausbrechenden Kraft der Natur ist ein Symbol für die Hilfe, die Gott jedem Gläubigen gewährt. Das Wort "Knecht" war in der biblischen Sprache nicht abwertend gemeint: der Knecht war Familienmitglied.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Jesus, unser Bruder, sehr oft brauchen wir Trost in unserem Leben, weil wir traurig und enttäuscht sind.

Jesus unser Bruder, sehr oft brauchen wir Trost in unserem Leben, weil wir nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll.

Jesus, unser Bruder, sehr oft brauchen wir Trost in unserem Leben, weil wir am Ende sind und keine Hoffnung mehr haben.

Vor der Lesung


In der heutigen Lesung aus dem Buch Jesaja geht es um Menschen, die mutlos geworden sind. Zuerst waren sie im Exil, das heißt, sie waren Gefangene in einem fremden Land. Jetzt sind sie zwar wieder in ihrer Heimat. Trotzdem sind sie aber nicht glücklich und zufrieden, vieles im Land gibt ihnen Anlass zur Klage. Als Zeichen für diese Menschen, denen es nicht gut geht, habe ich vertrocknetes, dürres Gras (Heu) mitgebracht. Wir werden jetzt in der Lesung hören, wie Menschen aus ihrer Trostlosigkeit gerissen werden, wenn sie in einer guten Gemeinschaft, der Gott nahe ist, leben. In der Lesung wird "die Stadt Jerusalem" als solche Gemeinschaft bezeichnet. Bleibt sie wie "dürres Gras" oder ....

Verkündigung


Was passiert mit Menschen, die von Gott bzw. von der Gemeinde Gottes (Jerusalem) getröstet werden? Sie blühen auf wie frisches Gras.
Dem dürren Gras (Heu) wird ein frisch ausgestochener Grasziegel oder in einem Topf blühendes Gras gegenübergestellt.
In einer Situation der Trostlosigkeit hat der Prophet sein Volk mit großer Herzlichkeit aufgemuntert. Dabei wird die Stadt Jerusalem zu einem Ort, wo Gott den Menschen nahe ist. Dort können sich die Menschen freuen und fröhlich sein. Gott ist wie eine liebende Mutter, die ihr Baby an der Brust trinken lässt, es auf den Armen trägt und auf ihren Knien schaukelt. Der Prophet will uns sagen: Gott ist vor allem für die Menschen da, die "ausgebrannt und dürr" geworden sind. Ihnen spricht er Trost zu und lässt sie wieder erblühen. In Jerusalem, in der Gemeinschaft, der Gott nahe ist, dort finden die Menschen, dort finden wir Trost. "Dort werden wir aufblühen wie frisches Gras".

Fürbitten


Herr Jesus, unser Bruder, du sprichst allen Menschen, denen es schlecht geht Mut und Trost zu. Darum bitten wir:

Für die Menschen in den Kriegsgebieten unserer Erde: dass die Verantwortlichen zur Besinnung kommen und versuchen, den Frieden zu verwirklichen.

Für alle Menschen auf der Flucht: dass die Menschen in den reichen Ländern mehr Bereitschaft zum Teilen haben.

Für die Menschen, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen: dass sie wieder Hoffnung schöpfen und neu dem Leben trauen können.

Für alte und einsame Menschen: dass sie nicht abgeschoben und ausgestoßen werden.

Lied



"Du freie Stadt Jerusalem"
1. Ihr Mächtigen, ich will nicht singen eurem tauben Ohr. Zions Lied hab ich vergraben in meinen Wunden groß. Ich halte meine Augen offen, liegt die Stadt auch fern. In die Hand hat Gott versprochen: er führt uns endlich heim. In deinen Toren werd ich stehen, du freie Stadt Jerusalem. In denen Toren kann ich atmen, erwacht mein Lied.

2. Die Mauern sind aus schweren Steinen, Kerker, die gesprengt von den Grenzen, von den Gräbern, aus der Last der Welt. Die Tore sind aus reinen Perlen, Tränen, die gezählt, Gott wusch sie aus unsern Augen, daß wir fröhlich sind.

3. Die Brunnen, wie sie überfließen, in den Straßen aus Gold, Durst und Staub der langen Reise, wer denkt daran zurück? Noch klarer als die Sonnenstrahlen ist Gottes Angesicht. Seine Hütte bei den Menschen mitten unter uns.

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 14. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

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