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Eine Reise durch die Zeit

Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Ziel

Den Fasching zu feiern ist ein bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen bliebter Brauch. Der Faschingszeit entsprechend steht bei dieser Aktion der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Um es den Kindern einerseits zu ermöglichen, ihre eigenen Kostüme zu tragen, wurde ein Thema gewählt, in das mit etwas Phantasie fast jede Verkleidung hineinpaßt.
Dieses Fest ist vorallem für Kinder zwischen etwa 8 und 13 Jahren, kann durch den freien Aufbau der Stationen aber auch für ältere interessant sein.

Material

  • siehe bei den einzelnen Stationen

Aufbau

Die Kinder machen sich nach einer einleitenden Begrüßung auf die Reise durch die verschiedenen Zeitalter. Die Stationen, die jeweils einer Epoche entsprechen, können in beliebiger Reihenfolge besucht werden. Bei jeder Station gibt es verschiedene Angebote, die zum Teil alleine genutzt werden können, zum Teil eine Gruppe voraussetzen. Zum Abschluß gibt es eine gemeinsame Jause, um auszuruhen und Erlebnisse auszutauschen.

 

Vorbereitungen


Zur Stimmung am Fest trägt auch die Verkleidung der Gruppenleiter bei, ihr solltet euch also rechtzeitig überlegen, wie sich jeder entsprechend seiner Station verkleiden kann. Ebenfalls wichtig ist die Einladung, die etwa zwei bis drei Wochen vor dem Fest verschickt werden sollte. Auf der Einladung sollten die Kinder auch aufgefordert werden, sich dem Motto entsprechend zu verkleiden, wobei etwa mit Beispielen darauf hingewiesen werden sollte, daß das nicht zu eng verstanden werden muß - fast jede Figur hat etwas mit Geschichte zu tun, der Spaß am Verkleiden und Schminken soll im Vordergrund stehen.

Begrüßung und Einleitung


Ein "zukünftig" verkleideter Gruppenleiter begrüßt die Kinder.Er stellt sich als Timrod vor und sagt, er komme aus dem Jahr 2104. Er erklärt, dass er mittels Zeitmaschine aus der Zukunft auf Besuch gekommen ist, um sich in den verschieden Zeitaltern umzusehen. Er lädt die Kinder ein, es ihm nachzutun und nach Lust und Laune durch die Geschichte zu reisen. Mittels Plakat werden die einzelnen Stationen vorgestellt und gesagt, wo sie sich befinden. Dabei hat auch jeder Gruppenleiter die Gelegenheit, kurz zu erzählen was bei ihm alles getan werden kann. Die Kinder können sich in unterschiedlich große Gruppen teilen und selbst aussuchen, welche Stationen sie wann und wie lange besuchen wollen. Das Plakat sollte zur Orientierung und um zwischendurch nachschauen zu können gut sichtbar aufgehängt werden.

Die Stationen


Bei jeder Station sollten je nach Anzahl der Kinder ein bis drei Gruppenleiter anwesend sein. Je nachdem können die verschiedenen Aktionen also gleichzeitig, von jeweils einem Gruppenleiter betreut, oder hintereinander angeboten werden. Timrod sollte während dessen als mobile Anlaufstelle zwischen den Stationen unterwegs sein, um den Überblick zu bewahren und die Kinder, die gerade bei keiner Station sind, zu betreuen.

Steinzeit


Höhlenmalerei


Material: Plakate, Finger- oder Wasserfarben, Pinsel, Malbecher, Fetzerl; alte Hemden als Malerkittel

In einem "höhlenmäßig" abgedunkelten Raum ist eine Wand mit Packpapier verkleidet. Die Kinder können diese Höhlenwand mit Wasser- oder Fingerfarben bemalen. Dabei solltet ihr nicht vergessen, neben den benötigten Malutensilien in ausreichender Anzahl auch alte Hemden o.ä. als Malerkittel zur Verfügung zu stellen.

Mammut-Schießen


Material: leere Getränkedosen, Sand, Klebeband zum Verschließen der Dosen, Bild eines Mammuts

Das Bild des Mammuts wird in mehrere Teile zerschnitten. Jeder Teil wird auf eine Dose geklebt, die mit Sand halbvoll angefüllt ist. Die Dosen werden zu einem Dreieck aufgetürmt. Die Kinder können sich dann mit einem nicht zu harten Ball im Mammut-Schießen üben. Dabei steht nicht im Vordergrund, möglichst oft alle Dosen umzuwerfen, sondern es können verschiede "Jagdtechniken" ausprobiert werden: es kann aus verschiedenen Abständen geschossen werden, ausprobiert werden, wo man am besten trifft..

Beeren-Verkostung


Material: Schüsseln, Haribo-Beeren

In der Steinzeit waren die Menschen Jäger und Sammler, deshalb war es wichtig, die verschiedenen Beerenarten auch wirklich unterscheiden zu können. Als kleine Stärkung zwischendurch können die Kinder mit geschlossenen Augen verschiedene Haribo-Beeren kosten und versuchen zu erraten, um welche Sorte es sich handelt. Im Handel erhältlich sind zum Beispiel Erd-, Him- und Brombeeren.

Antike


Münz-Werfen


Material: viele Münzen, jeweils drei gleiche (Fremdwährungen sind von Vorteil, weil sie exotischer wirken)

Ein beliebtes Spiel in der Antike war das Münz-Werfen. Jeder Mitspieler bekommt drei gleiche Münzen. Es soll versucht werden, aus vorher ausgemachter Entfernung eine der eigenen Münzen möglichst nahe an die "Ziel-Münze" heranzuwerfen. Spielt man nahe einer Mauer, kann als Zusatzregel ausgemacht werden, daß die Münzen zuerst gegen die Mauer prallen müssen, bevor sie zu Boden fallen.

Fladenbrot


Material: Mehl, Salz, Wasser, Sonnenblumenkerne und andere Körner ; Feuerstelle oder Griller, Holz oder Kohle

Um zu erleben, wie in der Antike Brot gebacken wurde, können die kinder bei dieser Station Fladenbrot herstellen.
Das Rezept dazu: Der Grundteig besteht aus einer Tasse Mehl, eine prise Salz und soviel Wasser, dass der Teig nicht glatt wird, aber nicht patzt, beziehungsweise einem Vielfachen davon. Du solltest es auf jeden Fall zu Hause ausprobieren. Damit stellst du sicher, dass du dich auch wirklich auskennst und den Kindern beim Backen helfen kannst, andererseits ist es dann auch möglich einzuschätzen, wieviel Teig ihr etwa benötigt. Der Teig muss fest geknetet und geschlagen werden, dann sollte er einige Minuten rasten. Anschließend wird er zu flachen Fladen geformt und bei etwa 200° so lange gebacken, bis das Brot braun ist.
Falls möglich solltet ihr das Brot am offenen Feuer backen, oder an einem Holzkohlengrill. Da das Backen nicht uz lange dauern soll, muß der Teig schon vorher zubereitet werden. Auf kleine Fähnchen schreibt jeder seinen Namen, das Fähnchen wird dann in die fertigen Brote gesteckt. So kann jeder sein eigenes Brot bei der Jause schlemmern.

Schmuck-Werkstatt


Material: weicher, dicker Draht (zum Beispiel Lötdraht, in Elektro- und Bastelgeschäften erhältlich), Zangen, eventuell Holzperlen zum Verzieren

Aus weichem, dickem Draht kann nach antikem Vorbild Schmuck gebogen werden. Ringe, Armreife und Broschen oder Gewandklammern, die die Toga zusammenhalten, können leicht erzeugt werden. Der Phantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt, trotzdem ist es hilfreich, wenn ihr vorher schon einige Exemplare als Anregung gebastelt habt, die ihr herzeigen könnt. Besonders dekorativ sind zum Beispiel Spiralen oder unregelmäßige geometrische Muster. Zusützlich können Holzperlen als Vezierung auf den Draht gefädelt werden.

Mittelalter


Tanzstation


Material: GruppentanzCD (im Jungscharbüro erhältlich)

Hier können die Kinder ihr Tanzbein schwingen .. schleißlich befindne sie sich auf einem Fest. Als Tänze eignen sich besonders Troika oder Polonaise, aber auc hdie meisten anderen bekommen mit einigen passenden Einleitungssätzen leicht ein mittelalterliches Flair. Der Gruppenleiter, der die Tänze erklärt, sollte sie auf jesej Fall gut beherrschen, um nicht zwischendurch nachschauen zu müsse, wie es weiter geht.

Minnegesang


Material: Papier und Stifte

Ritter und Adelige haben viel Zeit damit verbracht, der verehrten Dame Minnelieder und Liebesgedicht zu verfassen. Bei dieser Station haben die Kinder die Gelegenheit, es ihnen nachzumachen und schwülstige, lustige, moderne, gereimte, odenhafte,... Lieder und Gedicht zu ersinnen, die dann gleich dem anwesenden Publikum gebührend vorgetragen werden können.

Zaubertrick


Material: Zauberutensilien (siehe Erklärung des Tricks) in ausreichender Anzahl, damit mehrere Kinder gleichzeitig den Trick probieren können, eventuell Zaubererumhänge für die Kinder

Im Mittelalter waren Zauberkünstler beliebte Unterhalter. Ein als Zauberer verkleideter Gruppenleiter zeigt und übt mit den Kindern bei dieser Station einen Zaubertrick, der auch zu Hause leicht nachzumachen ist.

Zaubertrick: Sich selbst verfärbender Ball


Material: verschiedenfarbige, gleich große Bälle (zum Beispiel bemalte Tennisbälle), zwei Röhren aus festem Papier oder Karton, die so lang sind, daß drei Bälle hineinpassen und dann noch etwas Platz ist, Gummiringerl, Büroklammern

Vorbereitung:Die beiden Röhren müssen ineinanderpassen. Das innere muß ein bißchen kürzer sein als das äußere und muß sich gut um die Bälle schließen. Über die innere Röhre wird das Gummiband so gespannt, daß es die Öffnungen oben und unten in 2 Teile teilt (im Verhältnis 1:2), Gummiring eventuell mit Tixo an der Seite befestigen. Nun wird die größere Röhre über die kleinere gestülpt. Mit eine Büroklammer werden die beiden an einer Seite verbunden. Zum Schluß werden drei Bälle in die Röhre geschoben.

Trick: Der Zauberer hält die Röhren so, daß man die Büroklammer nicht sieht. Nun spricht er einen Zauber spruch und schiebt einen weiteren Ball in die Röhre. Somit springt der unterste Ball hinaus und da dieser eine andere Farbe hat als der hineingeworfene,sieht es aus, als ob sich der Ball in der Röhre verfärbt hätte.

Namen und Wappen


Material: Karton, Papier, Stifte und Malfarben, Scheren, Klebstoff, Sicherheitsnadeln, Tixo

Hier kann sich jedes Kind einen Ritternamen überlegen und dazu entsprechend ein kleines Wappen zum anstecken basteln. Das Wappen wird auf Karton vorgezeichnet und ausgeschnitten, anschließend bemalt oder mit Papier beklebt. Auf das fertig gestaltete Wappen wird auf der Rückseite eine Sicherheitsnadel mittels Tixostreifen befestigt. Sodann kann das Wappen an die Kleidung gesteckt werden.

Zukunft - 2104


Was essen wir heute?


Material: Tonbandgerät, Kassetten

Bei dieser Station sind die Kinder aufgefordert, nachzudenken, wie ein zünftiges zukünftiges Menü aussehen könnte. Mit möglichst abenteuerlichen Speisenkreationen soll eine Speisekarte für ein Restaurant im Jahr 2104 auf Band gesprochen werden - denn im 22. Jahrhundert ist die Speisekarte, die nur aus Tradition noch Karte heißt, natürlich nicht mehr geschrieben, sondern kann von jedem Tisch aus per Lautsprecher abgefragt werden.

Chronisten-Büro


Material: Papier, Stifte

Ein alter Chronist begrüßt die Kinder und bittet die um Hilfe beim Verfassen einer überblicksartigen Chronik über die Ereignisse der vergangenen 100 Jahre. Er ist etwas altmodisch und schreibt noch auf Papier, in Gedenken an die gute alte Zeit. Die Kinder sollen sich überlegen, welche wichtigen Ereignisse zwischen 1998 und 2104 stattgefunden haben und diese in Wort oder Bild kurz beschreiben.

Spiele von gestern und morgen


Material: Spiele

Viele Spiele lassen sich leicht mit etwas veränderter Spielgeschichte "zukunftstauglich" machen. Geeignet dafür sind etwa Maschine bauen oder Roboterspiel . Du findest die Spiele in unserer Spieledatenbank

Abschlußjause


Bei einer gemeinsamen Jause kann der Nachmittag gemütlich ausklingen. Die selbstgebackenen Brote können verspeist werden, wer Lust hat kann den Zaubertrick vor großem Publikum darbieten oder die gedichteten Minnelieder zum Besten geben.

Autor/in: Christine Anhammer, Sue Huber

Publikation: KiK 98

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Schlagwörter: Fasching, Spaß, Geschichte (Historie)