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Brot und Wein

Messmodelle

Hintergrund

Zwei Symbole stehen am heutigen Tag im Mittelpunkt des liturgischen Geschehens: Brot und Wein. In den Lesungen wird in unterschiedlicher Weise darauf eingegangen. Darum beschäftigen sie uns auch im Kindergottesdienst. Es soll dabei überlegt werden, welche Bedeutung Brot und Wein früher hatten und wofür diese Zeichen bei uns stehen. Eigens wird dann noch eingegangen auf den Aspekt der Gastfreundschaft, der in der ersten Lesung deutlich zum Ausdruck kommt.

Material

  • Laib Brot
  • Flasche Wein
  • Tischtuch

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Gespräch
  • Aktion
  • Fürbitten
  • Gabenbereitung

 

Bibelstellen

1. Lesung: Gen 14,18-20

In jenen Tagen brachte Melchisedek, der König von Salem, Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

Evangelium: Lk 9,11b-17

In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten.
Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf zu ihm und sagten: Schick die Menschen weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.
Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für all diese Leute Essen kaufen. Es waren etwa fünftausend Männer und Frauen.
Er erwiderte seinen Jüngern: Sagt ihnen, sie sollen sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig zusammensetzen.
Die Jünger taten, was er ihnen sagte, und veranlassten, dass sich alle setzten. Jesus aber nahm die fünft Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.
Und alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.

Hintergrund 1. Lesung:

Abraham und Melchisedek


Der Lesungsabschnitt steht in der abgeschlossenen Erzähleinheit, wo Abraham dem König Melchisedek, der gleichzeitig als Priester dargestellt ist, begegnet. Abraham ist seinem Neffen Lot, der in Gefangenschaft geraten war, zu Hilfe gekommen. Auf dem siegreichen Rückweg kommt ihm Melchisedek freundlich entgegen - scheinbar, um ihn zu seinem Sieg zu beglückwünschen. Melchisedek ist weiteres nicht bekannt. Im Psalm 110 wird er wieder erwähnt, als Vorbild für den Messias, der dort als "Priester nach der Ordnung Melchisedek" bezeichnet wird. Im Neuen Testament, im Hebräerbrief (Kap.7) wird Melchisedek als Urbild des Priestertums Christi dargestellt. Die Betonung wird dabei auf das Priestertum gelegt, das nicht durch das jüdische Gesetz (Abstammung), sondern durch die direkte Bestimmung von Gott gegeben ist.

Salem-Jerusalem


Salem ist das spätere Jerusalem. Es wurde von kanaanitischen Königen regiert. In diese ursprünglich für die Juden feindliche Stadt wurde nach der Eroberung durch David der Tempel und das Königtum Israel errichtet. Beides sind Einrichtungen, die dem jüdischen Glauben bis dahin fremd waren. So wird vermutet, dass dieser Umstand der Grund ist, dass diese Abrahamsgeschichte eingewoben ist. Die Fremdartigkeit soll durch die Vorstellung gemindert werden, dass Abraham bereits jenem "höchsten Gott", der dort verehrt wird, durch den Segen des Melchisedeks und seine Spende zugewandt war.

König und Priester


Alle alten kananäischen Städte hatten "Könige", und sehr oft waren diese gleichzeitig die obersten Priester ihrer Stadt.

Höchster Gott


Es gab im kananäischen Götterhimmel einen "Höchsten Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde". Er war zwar nicht der einzige Gott aber der Höchste (ähnlich wie Vater Zeus auf dem griechischen Olymp). Melchisedek identifiziert scheinbar Abrahams Gott mit seinem und erkennt in diesem Abraham einen Schützling dieses Gottes. In dieser Gesinnung segnet er Abraham.

Brot und Wein


Brot und Wein sind hier wohl Zeichen der Gastfreundschaft. In der gesamten Geste sah die frühe Kirche eine Vorausdarstellung der Eucharistie.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Für den Gottesdienst sind ein Laib Brot, eine Flasche Wein und ein Tischtuch vorbereitet.

Kyrie


Jesus, du hast mit den Menschen das lebenswichtige Brot geteilt.

Jesus, du hast einen Becher Wein erhoben, ihn gesegnet und deine Freunde mit dir trinken lassen.

Jesus, du lädst alle Menschen zu dir ein.

Gespräch


Zunächst versuchen wir all das zu sammeln, was wir schon über Brot wissen, was wir selbst mit Brot machen:
Es kann dabei um folgende Fragestellungen und Gedankengänge gehen:
Wer weiß, wie Brot gemacht wird? Welche Brotsorten kennt ihr? Wer isst jeden Tag Brot?... Brot ist nicht nur für uns ein wichtiges Nahrungsmittel, viele Völker zu vielen Zeiten hatten und haben Brot als wesentlichen Bestandteil ihrer Ernährung. Auch für das Volk Israel war das Brot ein wichtiges Nahrungsmittel; zur Zeit, in der Jesus lebte, und auch schon früher. Warum essen wir Brot? (Es stärkt, hat wichtige Nährmittel, es schmeckt gut und sättigt.) Und wenn man gar nichts zu Hause hat, wenn Besuch kommt, so kann man ihm wahrscheinlich doch ein Stück Brot anbieten - und das kann herrlich schmecken!
Wie ist das mit dem Wein? Er wird gelegentlich vor allem getrunken, wenn etwas gefeiert wird oder zu anderen, besonderen Anlässen. Er ist ein Zeichen der Freude. Aber Achtung! Was passiert, wenn man zu viel davon trinkt? Genau, man wird betrunken. Also ist der Wein köstlich, aber man darf ihn nur in kleineren Mengen trinken. Auch in diesem Fall können wir beobachten, dass früher und heute Gästen Wein angeboten wird.
Wenn die Kinder wollen, dann sollen auch sie von dem Wein kosten dürfen.
Das Brot, das wir in der Eucharistiefeier verwenden, die Hostien, schauen ein bisschen anders aus. Wir schauen uns dieses andere Brot gemeinsam an. Damit es sich länger hält, wird Oblaten-Brot verwendet. Brot und Wein stellen wir nun bereit, um es dann zur Gabenbereitung zum Altar zu bringen. In der Bibel wird oft von der Gastfreundschaft berichtet, die ja wirklich etwas Schönes ist. Wer hat das auch schon einmal erlebt?

Aktion


Die Kinder haben jetzt die Möglichkeit einander zum Festmahl einzuladen. Sie reichen einander die Hände und gehen in einer immer länger werdenden Kette durch den gesamten Gottesdienstraum, immer mehr Erwachsene und Kinder können sich diesem langen Zug anschließen. Sind alle, die an dieser Aktion teilnehmen wollen in der Kette integriert, überlegen wir gemeinsam, was wir brauchen, wenn wir für ein Festmahl herrichten wollen, und was wir dafür tun müssen. Wenn einem Kind etwas eingefallen ist, sagt es das und macht eine dazu passende Bewegung. Die anderen machen diese Bewegung nach. So sammeln wir, was wir alles tun müssen, um für ein Festmahl bereit zu sein.
In der Kirche wird auch für ein Festmahl hergerichtet, aber nur ein bisschen, weil da ja die Leute nicht wirklich essen. Alles wird nur angedeutet, um die Menschen an etwas zu erinnern. An was? - An das Abendmahl, das Jesus mit seinen Freunden gefeiert hat.

Fürbitten


Lieber Gott, bitte hilf uns, dass alle Menschen genügend Brot zu Essen haben.

Lieber Gott, lass uns und viele anderen Menschen heute so viel Freude erleben, wie sie durch den Wein ausgedrückt wird.

Lieber Gott, lass viele Menschen deine Gastfreundschaft erleben.

Lieber Gott, hilf uns, dass auch wir selbst gastfreundlich sein können.

Lieber Gott, sei bei uns, wenn wir miteinander in Freude Mahl halten und feiern.

Gabenbereitung


Zur Gabenbereitung tragen die Kinder Brot und Wein zum Altar.
Dazu kann folgendes Lied gesungen werden:
"Bringt die Gaben her zu Gottes Altar....."

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Fronleichnam

Schlagwort: Gottesdienst

 

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