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Keine Angst vor Gott

Messmodelle

Hintergrund

In der Lesung wird uns gesagt, dass wir Kinder Gottes sind, wenn wir uns von Gottes Geist leiten lassen. Weil Gott kein Fremder für uns ist, brauchen wir uns auch nicht vor ihm zu fürchten. Mit den Kindern soll im Gottesdienst überlegt werden, was wir uns unter diesem "Geist Gottes" vorstellen können. Dabei soll zunächst eine Abgrenzung zu anderen Geist-Vorstellungen, die die Kinder eventuell assoziieren könnten, vollzogen werden. Schließlich wird der Gedankengang eingebracht, dass wir davon sprechen, mit anderen "eines Geistes" zu sein, wenn wir gemeinsame Anliegen und Haltungen haben. Auf diese Weise soll eine Annäherung an das Verständnis vom Heiligen Geist gefunden werden.

Material

  • eine (möglichst orientalisch aussehende) Flasche
  • ein kleines Stoffgespenst
  • eine Wein- oder Schnapsflasche
  • einige bunte Bänder

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Lesung
  • Zur Lesung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

2. Lesung: Röm 8, 8-17

(2. Lesung; Übersetzung: Gute Nachricht)
Denn es ist völlig ausgeschlossen, dass einer den Willen Gottes erfüllt, wenn er seinem eigenen Willen folgt. Ihr aber steht nicht mehr unter der Herrschaft eures selbstsüchtigen Willens, sondern unter der Leitung des Geistes. Sonst hätte ja der Geist Gottes nicht wirklich von euch Besitz ergriffen. Wer nicht den Geist hat, den Christus schenkt, der gehört nicht zu ihm.
Wenn Christus in euch wirkt, dann seid ihr zwar wegen eurer Sünde dem Tod verfallen, aber weil Gott euch angenommen hat, schenkt sein Geist euch das Leben. Denn wenn der Geist dessen in euch lebt, der Jesus vom Tod erweckt hat, dann wird Gott auch durch den Geist in euch den Körper, der dem Tod verfallen ist, lebendig machen.
Brüder und Schwestern! Wir stehen also nicht mehr unter dem Zwang, unserer menschlichen Natur zu folgen. Wenn ihr nach eurem eigenen Willen lebt, werdet ihr sterben. Leben werdet ihr nur, wenn ihr den Geist Gottes in euch wirken lässt, damit er euren selbstsüchtigen Willen tötet. Alle, die sich von Gottes Geist leiten lassen, sind Gottes Kinder. Ihr müsst euch also nicht mehr vor Gott fürchten. Er hat euch seinen Geist gegeben, und das zeigt euch, dass ihr nicht seine Sklaven, sondern seine Kinder seid. Weil sein Geist in uns lebt, sagen wir zu Gott: "Abba! Vater!" Und Gottes Geist bestätigt unserem Geist, dass wir wirklich Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Gottes Kinder sind, dann wird Gott uns auch schenken, was er seinen Kindern versprochen hat. Er will uns das Leben in Herrlichkeit schenken, das er Christus gegeben hat. Wenn wir wirklich mit Christus leiden, dann sollen wir auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen.

Evangelium: Joh 20, 19-23 (Lesejahr A)

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Hintergrund 2. Lesung:

Römerbrief


Der Römerbrief wurde wahrscheinlich in den Jahren 55-58 n.Chr. in Korinth geschrieben. Sein Ziel ist es, das Christusgeschehen zu verdeutlichen und zu verherrlichen. Paulus behandelt darin Fragen, die in der damaligen Welt von allgemeinem Interesse und Aktualität waren. Diese Fragen versucht er aus dem Glauben an den auferstandenen Herrn zu beantworten. Die heutige Textstelle setzt zum Lob der Gnade und der Erlösung durch Jesus Christus an.

Zwei Lebensweisen


Paulus spricht von zwei Lebensweisen des Menschen. Die eine beschreibt er als ganz und gar "vom Fleisch" bestimmt, das heißt sie ist reine Natürlichkeit. Die Konsequenz darauf ist für Paulus aber eine Entfremdung von Gott, da nur in die Mächte der Welt Vertrauen gesetzt wird. Für den Christen nennt er ein anderes Lebensprinzip. In ihm lebt und wirkt der Geist Gottes, der zu neuer Lebensqualität verhilft. Dieser Geist ist es, der die Zusammengehörigkeit mit Christus dokumentiert.

Das Leben des Christen


Das Leben des Christen läuft für Paulus ähnlich dem Leben Jesu in Sterben und Auferstehung ab. Der Geist überwindet sogar den Tod, der auch für den christlichen Menschen unumgänglich ist. Diese von Gott gestiftete Wirklichkeit verpflichtet und befähigt den Menschen zum Mitwirken im Reich Gottes. Nur wer sich vom Geist Gottes in seinem konkreten Leben begleiten lässt, ist tatsächlich Kind Gottes. Diese Erfahrung kann den Christen frei machen und ihn frei zu Gott beten lassen.

Pfingsten


Diese Textstelle wurde wohl für das Pfingstfest ausgewählt, weil sie die Bedeutung des Geistes Gottes beschreibt und Pfingsten das Hochfest des Heiligen Geistes ist. Dieser ist die eigentliche Gabe des auferstandenen Christus, die allen Getauften zuteilwird.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Jesus, weil wir alle Kinder Gottes sind, dürfen wir dich Bruder nennen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, weil du unser Bruder bist, ist auch Gott uns immer nahe. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, weil Gott uns nahe ist, brauchen wir uns nicht zu fürchten. Herr, erbarme dich unser.

Lesung


Im Kindergottesdienst sollen von der Lesung nur die Verse 14-17b gelesen werden ("Alle die sich vom Geist leiten lassen, sind Gottes Kinder .... Er will uns das Leben in Herrlichkeit schenken, das er Christus gegeben hat"). Der ganze Text wäre für die Kinder keinesfalls verständlich und kann im Rahmen des Gottesdienstes auch nicht bearbeitet werden.

Zur Lesung


Der/die Gottesdienstleiter/in hat folgende Gegenstände vorbereitet: eine (möglichst orientalisch aussehende) Flasche, ein kleines Stoffgespenst, eine Wein- oder Schnapsflasche. Für später sind auch einige bunte Bänder hergerichtet. Der/die Gottesdienstleiter/in führt nun mit den Kindern ein Gespräch folgenden Inhalts:

Heute feiern wir das Fest des Heiligen Geistes. Darum überlegen wir jetzt, wie eigentlich dieser Geist Gottes, wie er manchmal auch genannt wird, sein könnte. Als ich darüber nachgedacht habe, über welche Geister sonst noch geredet wird, ist mir einer eingefallen, der könnte vielleicht in dieser Flasche leben (dabei wird die orientalische Flasche hergezeigt).

Habt ihr auch schon einmal von ihm gehört?
Die Kinder erzählen über Märchen, die sie vom "Geist in der Flasche" kennen. Vielleicht hat auch schon eines die Fernsehserie "Bezaubernde Jeannie" gesehen.

Wenn wir es uns so recht überlegen, dann ist der Heilige Geist wohl nicht wie so ein Geist in der Flasche. Mir ist heute noch etwas anderes eingefallen.

Nun wird das kleine Stoffgespenst hergezeigt.
Dazu sagen manche Gespenst, andere nennen es einen Geist.
Auch diesbezüglich können einige Geschichten ausgetauscht werden.

Wenn wir uns diese Geschichten anhören, dann ist klar, dass der Heilige Geist auch nicht so sein kann. Ich habe noch an einen dritten Geist gedacht (die Wein- oder Schnapsflasche wird hervor genommen).

Das was da drinnen ist, heißt auch "Weingeist". Weiß jemand von euch, was passieren kann, wenn man diesen Geist in sich aufnimmt?
Den Kindern fallen sicher einige Antworten ein.
Wenn der Weingeist solche Wirkung zeigt, dann ist der Heilige Geist sicher ganz anders!

Jetzt wissen wir zwar schon, wie wir uns den Heiligen Geist nicht vorstellen sollen, aber weiter sind wir nicht gekommen. Vielleicht müssen wir unsere Suche anders angehen. Ich habe hier einige Bänder, mit denen können verschiedene Sachen miteinander verbunden werden. Was meint ihr, könnten wir mit den Bändern verbinden?
Die Kinder nennen einige Beispiele.
Wir können auch uns selbst miteinander verbinden, eine Verbindung unter uns herstellen. Ich nehme mir ein Ende von einem Band und überlege mir, ob ich mit irgendjemandem von euch etwas gemeinsam habe oder ob ich ähnliches denke, wie einer von euch. Mir fällt da zum Beispiel ein.......
Das andere Ende bekommt die oder der, dem die Gemeinsamkeit zugeschrieben wurde. So kann sich immer ein Kind ein Ende von einem Band nehmen, sich eine Gemeinsamkeit mit einem anderen Kind überlegen und diesem das zweite Ende von dem Band geben. So entstehen nach und nach viele Verbindungen. Wenn alle Kinder ein Band ende halten, sagt der/die Gottesdienstleiter/in:
Wenn wir vieles gemeinsam haben, dann können wir auch sagen, wir sind eines Sinnes oder wir sind eines Geistes. Ich denke mir, daß der Heilige Geist zwischen uns und dem lieben Gott so eine Verbindung sein kann, wie diese Bänder und untereinander verbinden. Durch ihn erfahren wir etwas von Gott, mit ihm können wir - so wie untereinander auch - eines Geistes sein. Der Heilige Geist verbindet Gott mit den Menschen.
Danach werden alle Bandenden in der Mitte übereinander gelegt. Dieser bunte Knäuel ist jetzt unser Zeichen für den Heiligen Geist.
Zur Gabenbereitung wird er zum Altar gebracht.

Fürbitten


Der Heilige Geist verbindet uns mit Gott, durch ihn können wir erkennen, wie Gott ist. So bitten wir zu dir, unserem guten Gott.

Sende deinen Geist zu allen armen Menschen, damit du ihnen nahe bist.

Sende deinen Geist zu allen schwachen Menschen, damit sie gestärkt werden.

Sende deinen Geist zu allen, die Verantwortung tragen, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen.

Sende deinen Geist zu allen in unserer Gemeinde, damit wir in deinem Sinn miteinander leben können.

Guter Gott, bleibe durch den Heiligen Geist immer mit uns in Verbindung. Das bitten wir dich, der du lebst in Ewigkeit. Amen.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Pfingsten

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Pfingstsonntag

Schlagwörter: Gottesdienst, Pfingsten

 

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