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Politische Gymnastik

Spiele | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Dieser Bereich verbindet Bewegung und Spaß mit politischen Bewegungsanleitungen.

Material

  • Text zu politischer Gymnastik (nach: Sapere Aude - Verein für Politische Bildung, 1010 Wien) - siehe unten

Aufbau

Es wird der Text der Kopiervorlage zu politischer Gymnastik mit "Was machen Politiker/innen den ganzen Tag" vorgelesen bei den jeweiligen Bewegungsbeschreibungen werden Bewegungen vorgezeigt. Die Gruppe folgt den Bewegungsanleitungen und macht sie nach.

 

Der Text wird vorgelesen und alle machen die entsprechenden Bewegungen dazu:

Österreichische Politiker/innen können nicht nur singen oder auf dem Lifeball mehr oder minder gute Figur machen, nein sie sind auch Bewegungstalente. Sie fahren Schi, laufen Marathon und sie lernen politische Gymnastik:
Das wichtigste ist das mediengerechte Sitzen, also aufrecht und doch locker,
[aufrecht sitzen, Schulter lockern]

besonders locker bei Parlamentsdebatten
[lasch im Sessel hängen]

Wenn’s besonders langweilig ist, kann man laut Gähnen,
[ausgedehnt gähnen und strecken]

und wenn politische Gegner/innen am Wort sind, kann man in Ruhe telefonieren.
[mit der Hand am Ohr ein Telefonat nachmachen]

Bei Provokationen allerdings sollte man in Sprunghaltung gehen
[noch sitzend Sprunghaltung einnehmen]

und wenn’s zu viel wird, auch mal kräftig auf den Tisch hauen.
[auf den Tisch hauen und stampfen]

Beiträge der Opposition kann man mit einem müden Lächeln einfach abwinken.
[lächelnd abwinken]

Bei der Rede der oder des eigenen Parteivorsitzenden sollte man freudig aufspringen
[aufspringen]

und wenn das Fernsehen dabei ist, sich auf die Fußspitzen stellen und winken.
[auf Fußspitzen stehen und winken]

Meist ist der Arbeitsalltag außerhalb des Parlaments wenig spektakulär:
In Arbeitskreisen tritt man auf der Stelle
[am Platz gehen]

in politischen Debatten dreht man sich im Kreis
[um die eigene Achse drehen]

Dabei ist wichtig, flexibel bleiben, flexibel bleiben - Sie ändern mehrmals die Drehrichtung!
[Richtung ändern]

Dann gibt’s wieder ein Meeting: da kann man wieder auf der Stelle treten.
[kräftig am Platz gehen]

Bei Interviews muss man sich gekonnt herauswinden
[sich nach links und rechts winden]

Kritik in jedem Fall einfach abschütteln
[Arme, Beine und ganzen Körper schütteln]

und politische Gegner in die Knie zwingen.
[Bewegungen einer Rangelei machen]

Bei eigenen Skandalen auf jeden Fall den Kopf in den Sand stecken und: "Ich war’s nicht!" murmeln.
[nach unten beugen und Kopf zu den Schienbeinen während man sich die Ohren zuhält]

Unsere Volksvertreter/innen arbeiten natürlich auch fürs Volk (auch wenn es das manchmal gar nicht merkt):
Sie springen für sozial Schwächere in die Bresche
[nach vorn hüpfen]

stemmen sich mit aller Macht gegen Ungerechtigkeiten
[zu weit die ausgestreckten Arme gegeneinander drücken]

versuchen dabei den Spagat zwischen verschiedenen Interessen zu schaffen.
[möglichst großen Ausfallschritt machen]

Sie suchen Verbündete und ziehen mit ihnen an einem Strang.
[so tun, als ob man an einem Seil zieht]

Sie tun also alles, um soziale Härten abzufedern (aber bitte nicht zu sehr!)
[aus den Knien wippen]

das zwingt sie manchmal dazu, nach unten zu treten und nach oben zu buckeln.
[Buckel machen und gleichzeitig auf der Stelle treten]

All das ist sehr anstrengend und am Abend kommen sie müde heim.
[ausgedehnt gähnen und sich strecken]

Dann müssen sie sich erschöpft auf die Schulter klopfen (tut ja sonst keiner!)
[auf die eigene Schulter klopfen]

Manchmal sind sie so erschöpft, dass sie dringend einen gut bezahlten Job in der Wirtschaft brauchen. Dann treten sie zurück. (Manche kommen wieder und treten wieder zurück)
[betonten Schritt nach hinten machen, vorsichtig wieder nach vorne, dann wieder betont zurück]

Aber irgendwann setzen auch sie sich zufrieden (mit einer angemessenen Pension) zur Ruhe und sehen anderen beim Arbeiten zu.
[hinsetzen]

Publikation: Kaleidio-Dokumentation

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Schlagwörter: Politik, Spiel, Spaß