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Es geht weiter

Messmodelle

Hintergrund

In der Bibel sind viele Wundergeschichten aufgeschrieben. Sie wollen uns nicht davon erzählen, wie und wann etwas Wunderbares, Unerklärliches passiert ist, sie wollen unterstreichen, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist, der so etwas tun kann. "Wunder" sind auch so eine Art Bestätigung, dass die Botschaft echt und wahrhaftig ist, sozusagen als Unterstreichung. Aber nicht nur: Jesus selber unterstreicht seine Botschaft, sondern er wirkt durch seine Boten weiter. Auch die Apostel können "Wunder" vollbringen, in seinem Namen, weil er durch Menschen weiterwirken will.
Im heutigen Gottesdienst sollen keine "Wunder gewirkt" werden. Es soll versucht werden, unsere Verantwortung für das Weitertragen der Frohen Botschaft zu erkennen und anzunehmen.

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • vor der Lesung
  • nach der Lesung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 5, 11-16

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen. Von den übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch.
Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen. Selbst die Kranken trug man auf die Straße hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel. Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt.

Evangelium: Joh 20, 19-31

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.
Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen.
Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat In ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt,. Dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Hintergrund 1. Lesung:

Wirken der Apostel


In der Apostelgeschichte schildert Lukas das Leben der Apostel nach der Himmelfahrt Jesu und der Menschen um sie herum. In der heutigen Lesung hören wir einen sogenannten Sammelbericht, in dem das Wirken der Apostel kurz zusammengefasst ist.
Die Apostel wirken weiter. Was Jesus begonnen hat, wird durch sie fortgesetzt .

Ansehen


Die Menschen begegnen den Aposteln mit scheuer Zurückhaltung, aber doch mit Interesse und Neugier. Die Apostel predigen und wirken in aller Öffentlichkeit. Die Halle Salomos, ein Teil der Tempelanlage in Jerusalem, wird zum Versammlungsort. Die Leute hören den Aposteln zu, sie schätzen sie hoch, aber sich ihnen anzuschließen, das trauen sich viele dann doch nicht.
Es gibt aber auch "Erfolge". Lukas berichtet, dass immer mehr im Glauben zum Herrn geführt werden.

Heilungen


Wie groß das Vertrauen der Menschen in die Apostel ist, zeigt sich darin, dass die Menschen die Kranken hinaus auf die Straße tragen, damit wenigstens der Schatten des Petrus auf sie fällt. Schon allein davon erhoffen sie sich Heilung. Lukas spielt hier auf einige Wunderberichte aus den Evangelien an. Ziel der Aussage ist, zu zeigen, daß Jesus zwar in den Himmel aufgefahren ist, aber damit ist Jesus zwar in den Himmel aufgefahren ist, aber damit ist die ganze Angelegenheit noch lange nicht vorbei. Es geht weiter, Er will weiterwirken und zwar durch die Apostel.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Herr Jesus, du bist beim Vater im Himmel, du bist aber auch mitten unter uns. Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du hast Menschen zu deinen Jüngern gemacht und sie ausgesandt, zu lehren und zu heilen. Christus, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du willst auch durch uns weiterwirken und gibst uns die Kraft dazu. Herr, erbarme dich unser.

Vor der Lesung


Oft denken wir, wenn wir von Wundern hören, das konnte nur Jesus. In der heutigen Lesung wird uns erzählt, daß die Apostel, nach der Auferstehung Jesu in seinem Namen weitermachen. Auch sie können Menschen helfen, wieder gesund zu werden.

Nach der Lesung


Und jetzt denken wir vielleicht: "Ja, die Apostel konnten das, aber wir nicht".
Ist das wirklich so? Können wir gar nichts tun, um so wie Jesus weiterzuwirken.
Hören wir dazu folgenden Text:
(Vom Evangelischen Kirchentag 1973, Düsseldorf; aus: Heinz Janssen, denken - danken - feiern, Gottesdienstentwürfe, Verlag Butzon & Bercker 1974)

wusstest du schon
wusstest du schon
dass die Nähe eines Menschen gesund machen
krank machen
tot und lebendig machen kann

wusstest du schon
dass die Nähe eines Menschen gut machen
böse machen
traurig und froh machen kann

wusstest du schon
dass das wegbleiben eines Menschen
sterben lassen kann
dass das Kommen eines Menschen
wieder leben lässt

wusstest du schon
dass die Stimme eines Menschen
einen anderen Menschen wieder aufhorchen lässt
der für alles taub war

wusstest du schon
dass das Wort oder das tun eines Menschen
wieder sehend machen kann
einen
der für alles blind war
der nichts mehr sah
der keinen Sinn mehr sah in dieser Welt
und in seinem leben

wusstest du schon dass das zeithaben für einen Menschen
mehr ist als Geld
mehr als Medikamente
unter Umständen mehr
als eine geniale Operation

wusstest du schon
dass das anhören eines Menschen
wunder wirkt
dass das Wohlwollen zinsen trägt
dass ein Vorschuss an vertrauen
hundertfach auf uns zurückkommt

wusstest du schon
dass tun mehr ist als reden

wusstest du das alles schon
wusstest du auch schon
dass der weg vom wissen über das reden
zum tun unendlich weit ist.

Fürbitten


Guter Gott, wir dürfen in deinem Namen weitermachen, bitte hilf uns dabei, deine Botschaft weiterzutragen.

Du hast uns erlöst und zu deinen Freunden gemacht. Sei uns nahe und lass unsere Nähe anderen Menschen heilsam sein.

Du willst, dass möglichst viele Menschen deine Freunde werden. Hilf uns, dass auch wir dazu beitragen können.

Es ist einfach schön, dein Freund sein zu dürfen. Bitte hilf uns das auch immer mehr zu verstehen und zu leben.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Ostern

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Sonntag der Osterzeit

Schlagwörter: Gottesdienst, Ostern

 

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