• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Gott ist grenzenlos

Messmodelle

Hintergrund

In der 1. Lesung zum Sonntag offenbart sich Gott dem Abraham. Es ist für Abraham nicht einfach zu verstehen, was Gott meint, vor allem weil er nichts von seinen Versprechungen erlebt. Er erlebt Wunderbares und Schauerliches gleichzeitig. Dennoch glaubt Abraham. Diese widersprüchlichen Erfahrungen erlebt jeder Mensch, der glaubt.
Kinder haben auch schon ihre Vorstellungen von Gott, sie denken sich was über ihn, ob sie Gehörtes dabei verarbeiten oder ob sie selbst etwas erfinden. Dieses unterschiedliche Wissen soll im Gottesdienst angesprochen und gesammelt werden. Zusammen wird es ein Teil jener bunten Wirklichkeit sein, die wir Gott nennen.

Achtung: Bewertungen und Richtigstellungen von kindlichen Vorstellungen nicht im Gottesdienst vornehmen, lieber noch einmal fragen, was gemeint ist. Gut ist, wenn der Gottesdienstleiter selber seine Vorstellungen einfach und unaufdringlich ins Gespräch bringen kann. Gerade in der Vielfalt der Vorstellungen und Aussagen soll auch der grenzenlose Gott beschrieben und erahnt werden

Damit die Kinder die Fastenzeit als eine Einheit und die Fastensonntage als untereinander zusammenhängend erleben können, schlagen wir vor, ein in allen Gottesdiensten gemeinsames Gestaltungselement vorzusehen, das als durchgehendes Symbol die verschiedenen Inhalte der Fastensonntage miteinander verbindet.

Material

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung
  • Gebet
  • vor der Lesung
  • Verkündigung
  • Credo

 

Bibelstellen

1. Lesung: Gen 15, 5-12.17-18

In jenen Tagen führte der Herr Abram hinaus und sprach: Sieh zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.
Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu eigen zu geben.
Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, daß ich es zu eigen bekomme?
Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube! Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht. Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie. Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf, große unheimliche Angst überfiel ihn.
Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch. An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom, dem Eufrat.

Evangelium: Lk 9, 28b-36

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß.
Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlagen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen.
Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.

Hintergrund 1. Lesung:

zwei Schichten


Der Lesungstext erzählt vom Bund Jahwes mit Abraham. Zwei ursprünglich selbständige Texte (unterschiedliche Überlieferungen) sind in dieser Erzählung verknüpft worden.

Verheißung


Im ersten Teil erfährt Abraham in einer Vision Gottes Verheißung. Eine verheißungsvolle Zukunft hängt für einen altorientalischen Menschen jedoch mit Nachkommenschaft zusammen. Deswegen beginnt die Vision mit einem Gespräch zwischen Jahwe und Abraham, der darauf hinweist, dass er kinderlos ist. Aber Gott erneuert seine Verheißung und führt ihn in die Nacht hinaus (damit beginnt der Lesungstext). Abraham wird aufgefordert die Sterne zu zählen, wenn er es kann. So zahlreich werden seine Nachkommen sein.

Glauben


Abraham antwortet mit seinem Glauben. Dieses Wort kommt im Alten Testament hier zum ersten Mal vor. Man könnte das entsprechende hebräische Wort eher mit "sich festmachen", "sich stützen auf" übersetzen.
Das, was geglaubt wird, ist ein zukünftiges Gut. Der Glaube ist also der Zukunft zugeordnet, aber ebenso gestützt auf die Gegenwart, besser: auf den gegenwärtigen Gott. Ihm wird die Zukunft geglaubt.

Bund


Ein Bund fügt zwei zu einer Einheit zusammen. Gerecht ist der Bundespartner, der sich bundesgemäß verhält. Gottes Gerechtigkeit ist die Treue; er wird seine Verheißung erfüllen. Des Abrahams Gerechtigkeit ist sein Glaube. Er verlässt sich auf Gottes Verheißung.

Anrechnen


"Anrechnen" könnte man auch umschreiben mit "amtlich beglaubigen", "mit Vollmacht erklären".

Zusage


Mit der erneuten Zusage Jahwes, verbunden mit einer Erinnerung ("Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat") beginnt der zweite Abschnitt, der aus einer anderen Überlieferung stammt.

Zweifel


Wiederum bringt Abraham seinen Zweifel zum Ausdruck: "Woran soll ich erkennen?"

geteilte Tiere


Es folgt ein eigenartig anmutendes Zeremoniell, das Abraham kennt, er zerteilt ohne besondere Aufforderung die Tiere, die Jahwe verlangt. Im alten Orient gab es diese Form einer rituellen Zusicherung mit strenger Selbstverpflichtung, die eine Art Verfluchung ist: "Wie diesen Tieren soll es uns ergehen, wenn...." Dabei schreiten die Vertragspartner durch die zerteilten Tiere.Die Raubvögel mögen wohl auf Bedrohungen hinweisen, die Abraham abwehren muss.

Geheimnis


Das lange Warten und die Ohnmacht, die Abraham überfällt, weisen ebenso wie der rauchende Ofen und die lodernde Fackel geheimnisvoll auf jene unauslotbare Wirklichkeit, die Gott für Abraham darstellt.

Wiederholung


Abschließend für beide Teile wird die Bundeszusage wiederholt. "Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land", wobei die geographische Eingrenzung wohl später ergänzt worden ist.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einleitung


Gottesdienstleiter/in:
Wir haben zu Beginn der Fastenzeit ein Zelt bei uns in der Kirche aufgestellt. Letzten Sonntag haben wir bereits eine Seite geschmückt.

Die Bibel erzählt uns, dass die gläubigen Israeliten auf ihrer Wüstenwanderung auch für Gott ein Zelt aufgestellt haben, dort haben sie die heiligen Andenken, die sie an Gott erinnern, hineingegeben. Sie haben natürlich gewusst, dass Gott viel größer ist, als dass er in einem Zelt Platz haben könnte.

Stellen wir uns jetzt um das Zelt auf und singen wir von Gott ein Lied, das uns verstehen (zeigen) hilft, wie groß Gott ist: "Gottes Liebe ist so wunderbar"

Beim Refrain können Gesten den Text ausdrücken helfen:
"so hoch" - Hände in die Höhe strecken
"so tief" - mit Händen den Boden berühren
"so weit" - Arme weit ausstrecken

Gebet


Heute wollen wir etwas von diesem großen Gott kennenlernen.
Gott, leite du unsere Augen und unsern Blick.
Gott, öffne du unseren Mund und gib uns deine Worte.
Gott, wohne du in unseren Herzen und in unseren Gedanken.
Gott, sei bei uns in Krankheit und Leid.

Vor der Lesung


Wir hören jetzt in der Lesung, wie Abraham Gott erlebt.
(Im Kindergottesdienst werden die Verse 5 bis 17 und 18 gelesen)

Verkündigung


Der/die Gottesdienstleiter/in:
Wer kennt ein Sternenbild? Habt ihr schon einmal am Abendhimmel die Sterne angeschaut und so ein Sternenbild gesucht?
(Kinder können sagen, welche Sternenbilder sie kennen)

Manche Sterne ergeben wirklich, wenn man sie mit Linien verbindet, ein Gebilde. Kann sein, dass man dazu etwas Phantasie braucht, aber es gibt Leute, die kennen sich dabei gut aus.
Die Menschen in früheren Zeiten haben auf die Sterne geschaut, um Zeit und Richtung für ihren Weg zu wissen. So kann man sich gut vorstellen, dass Abraham, von dem wir in der Lesung gehört haben, seinen Weg aber auch andere Dinge aus den Sternen abgelesen hat. Er hatte ja keine Hinweisschilder auf seinem Weg, er hatte keine Uhr und keinen Kompass. Er konnte von den Sternen ablesen, wie es weitergeht und wie er weitergehen soll. Mag sein, dass er dabei öfter auch über Gott nachgedacht hat.
In der heutigen Lesung wird erzählt, dass Gott ihm einmal mit Hilfe der Sterne zeigte, was er vorhatte. So viele Nachkommen wird er haben, wird gesagt, wie Sterne am Himmel sind. Das war schön für Abraham. Aber er konnte sich es dennoch schwer vorstellen, da er nicht einmal einen einzigen Sohn hatte. Überhaupt konnte er sich oft nicht recht vorstellen, wie dieser Gott war und wie er das alles verstehen sollte, was er im Herzen fühlte. Dennoch glaube er.
Wir reden - besonders in der Kirche - auch immer wieder von Gott. Manchmal verstehen es weder die Erwachsenen noch die Kinder. Ich meine fast, über Gott können wir uns so viel Verschiedenes denken wie es Sterne am Himmel gibt.
Vielleicht können wir das jetzt gleich ein bisschen ausprobieren. Wir sagen, was wir von Gott wissen, oder wie wir ihn uns vorstellen; wir können dazu auch Vergleiche hernehmen wie z.B.: Gott ist so groß, wie der Himmel mit den vielen Sternen. Oder: Gott ist wie die Sonne, die ihre Strahlen überall hinschickt.
Wenn jemand so einen Satz sagen möchte, kommt er her und klebt einen Stern auf die Zelt Wand. Wer will, kann auch den Satz auf den Stern drauf schreiben. Denkt einmal nach, was ihr von Gott wisst.
Es macht nichts aus, wenn einzelne Aussagen wiederholt werden.

Credo


Mit diesen verschiedenen Aussagen der Kinder haben wir eigentlich schon ein Glaubensbekenntnis gesprochen. Ich lade nun alle ein, in das allgemeine Glaubensbekenntnis mit einzustimmen.

Publikation: Effata

Share |

 

Jahreskreis: Fastenzeit

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Fastensonntag

Schlagwörter: Fastenzeit, Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...