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Wo kann ich gedeihen?

Messmodelle

Hintergrund

Freundschaft, sich auf andere Menschen einlassen können, sich anderen anzuvertrauen, sind für uns Menschen ganz wichtige Erfahrungen. Das kann aber auch, wenn man an die falschen Menschen gerät, gefährlich werden. Man kann sich in Menschen täuschen. Solche Beziehungen lassen uns dann nicht leben und gedeihen, sondern zehren uns aus. Bei welchen Menschen, in welchen Beziehungen kann ich gedeihen, was lässt mich leben, sind sicher ganz vordringliche Fragen. Ich brauche andere Menschen, die es gut mit mir meinen, zu denen ich Vertrauen haben kann. Ich brauche aber auch Gott zum Menschsein, weil er der ist, der mir nie die Lebensgrundlage entzieht.

Material

  • Topfpflanze (die womöglich nicht gerade toll aussieht)
  • ein zweiter, größerer Blumentopf
  • frische Blumenerde
  • eine Gießkanne mit Wasser
  • evtl. Dünger
  • evtl. ein Packpapier, Zeitung oder ähnliches zum Unterbreiten

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • vor der Lesung
  • nach der Lesung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jer 17, 5-8

So spricht der Herr: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt.
Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt; Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte.

Evangelium: Lk 6, 17.20-26

In jener Zeit stieg Jesus mit seinen Jüngern den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Jesus richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.
Freut euch und jauchzt an jenem Weg, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.
Aber weh euch, die ihr reich seid, denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

Hintergrund 1. Lesung:

Umfeld


Nach David und Salomo ging es mit dem Reich Israel bergab. Die Menschen waren uneinig, ja es gab sogar Zeiten des Bürgerkrieges. Vor allem das Nord Reich Israel, später auch das Süd Reich Juda waren von den Nachbarvölkern - vor allem von denen aus dem Zweistromland - immer wieder bedroht. So haben die beiden Reiche immer wieder versucht, durch Koalitionen und Bündnisse mit verschiedenen Völkern die ärgste Gefahr abzuwenden. In diesen unruhigen Zeiten traten aber auch immer wieder Propheten auf. Ihre Aufgabe ist es darauf hinzuweisen, dass der eigentliche Bündnispartner des Volkes Gott ist. Sie treten auf und mahnen die Treue zu Gott und das Vertrauen auf ihn ein.

Jeremia wirbt


Schließlich tritt auch der Prophet Jeremia auf. Auch er ist ein Mahner, auch er ruft zur Umkehr auf und zum Vertrauen auf Gott und zur Treue zu ihm. Jeremia sollte schließlich der Prophet sein, der erleben musste wie fruchtlos sein Bemühen letztlich doch war, er musste die große Katastrophe miterleben.
In der heutigen Lesung, die in zwei Teile gegliedert ist, finden wir ein Beispiel, wie der Prophet zum Vertrauen auf Gott aufruft.
Die erste Strophe malt dramatisch aus, was alles passieren kann, wenn einer auf falsche Voraussetzungen baut. Jeremia verwendet Bilder aus seinem Land, Bilder, die seinen Zeitgenossen sehr vertraut sind.

Falsch vertrauen


Ein Mensch, der ausschließlich Menschen traut, bleibt letztlich über. Bleibt einsam und alleingelassen in der Wüste, in der niemand wohnt. Er ist zum "Verhungern" verurteilt, weil er sich selber die Lebensgrundlage entzogen hat. Der Wüstenboden, auf dem er sich seinen Standort gesucht hat, ist trocken und salzig und kann ihn nicht ernähren, er ist wie ein Strauch, der den Regen in der Wüste nicht einmal kommen sieht.

Richtig vertrauen


Anders der Mensch in der 2. Strophe, der sein Vertrauen nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Gott setzt. Er braucht nicht vergeblich zu warten, dass ihm jemand leben lässt, dass ihm jemand Raum zum Leben gibt. Er kann sogar widrigen Umständen trotzen und braucht sich nicht zu fürchten, weil er seine Wurzeln ausstrecken kann, weil er seinen Standort richtig ausgesucht hat, am Wasser.
Jeremia will in diesem Text, der zunächst einmal in seinem geschichtlichen Zusammenhang zu verstehen ist, sicher nicht gegen Vertrauen und Freundschaft wettern. Er will vor falschen, oberflächlichen und trügerischen Beziehungen warnen, er möchte sich leidenschaftlich für Gott einsetzen, von dem er weiß, dass er auf jeden Fall immer treu zu seinen Freunden steht, der einem nie verlässt. Auf ihn kann man auf jeden Fall setzen, weil er einem seine Liebe als Lebensgrundlage nie entzieht.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Vorzubereiten sind eine Topfpflanze (die womöglich nicht gerade toll aussieht) ein zweiter, größerer Blumentopf, frische Blumenerde, eine Gießkanne mit Wasser, evtl. Dünger. Die Pflanze soll umgesetzt werden. Daher evtl. ein Packpapier, Zeitung oder ähnliches zum Unterbreiten.

Kyrie


Herr Jesus, du bist Mensch geworden, weil du uns zeigen wolltest, wie gern du uns Menschen hast. Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du bietest uns deine Freundschaft an und freust dich, wenn wir sie annehmen. Christus, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du möchtest immer für uns da sein, und wir dürfen deine Freunde so sein, wie wir sind. Herr, erbarme dich unser.

Vor der Lesung


In der heutigen Lesung warnt der Prophet Jeremia vor falschem Vertrauen auf die falschen Menschen. Er will seine Zeitgenossen, aber auch uns heute klar machen, dass wir uns auf Gott auf jeden Fall verlassen können.

Nach der Lesung


Dabei kann sich etwa folgendes Gespräch mit den Kindern entwickeln: Schaut euch die Pflanze an. Die ist nicht gerade gesund. Was könnte ihr fehlen? Wie könnten wir ihr helfen? Was braucht sie zum Leben?

Während die Pflanze umgesetzt wird, kann alles, was die Pflanze braucht, besprochen werden. Nicht vergessen, dass die Pflanze auch Wärme, Licht und einen geeigneten Standort braucht.
Vieles können wir tun, dass sie blüht und lebt und nicht verdorrt oder krank wird, auch wenn wir Wachstum und Gesundheit selbst nicht machen können.

Dann kann sich das Gespräch weiterentwickeln in Richtung des Vergleichs mit uns Menschen.
Was brauchen wir eigentlich zum Leben? Was lässt uns leben? Welche Bedingungen müssen stimmen, dass es uns gut geht, dass wir gedeihen können?

Fürbitten


Herr Jesus, lass uns immer wieder Menschen finden, auf die wir vertrauen können.

Hilf auch uns, zu Menschen werden, auf die andere vertrauen können.

Beschütze und behüte alle Menschen, die wir gerne haben.

Schenke auch uns eine Umwelt in der wir wachsen und gedeihen können.

Lass uns daran glauben, dass du dich um alle Menschen kümmerst und willst, dass wir füreinander sorgen.

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 6. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

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