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Hochzeit feiern

Messmodelle

Hintergrund

Wesentlicher Moment, der aus diesem Lesungstext verdeutlicht werden soll, ist das Bild der Vermählten, das ein Gleichnis für die Beziehung Gott-Mensch ist. Vom Bild des Hochzeitsfeierns ausgehend, sollen Querverbindungen zum Feiern der heiligen Messe gezogen werden, der "Quelle des christlichen Lebens" (vgl. Gaudium et spes, 2. Vatikanisches Konzil), das "Fest" in dem für uns Christen die Beziehung mit Gott immer wieder ausgedrückt wird.

Material

  • Blumen
  • Kerzen
  • möglichst viele Gegenstände vorbereiten: Glückwunschbiletts, Tischkarten, Blumen, Torten, Wein, Eheringe, Kerzen und viele Dinge, die ganz oder mehr oder weniger zu einer Hochzeitsfeier dazu passen
  • Plakat
  • Stifte
  • Verkleidung für Brautjungfer
  • große, schön geschriebene Karten für "Vergleich"

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Beginn
  • Einzug
  • Kyrie
  • vor der Lesung
  • Evangelium
  • Verkündigung
  • Gabenbereitung

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 62, 1-5

Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel.
Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit und alle Könige deine strahlende Pracht. Man ruft dich mit einem neuen Namen, den der Mund des Herrn für dich bestimmt. Du wirst zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn, zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes.
Nicht länger nennt man dich "Die Verlassene" und dein Land nicht mehr "Das Ödland", sondern man nennt dich "Meine Wonne" und dein Land "Die Vermählte". Denn der Herr hat an dir seine Freude, und dein Land wird mit ihm vermählt.
Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.

Evangelium: Joh 2, 1-11

In jener Zeit fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.
Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm.
Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

Hintergrund 1. Lesung:

Gott verspricht "Heil"


Im Hintergrund dieses Textes stehen die ärmlichen Verhältnisse und die Not Israels nach dem Exil. In dieser Situation verspricht Gott durch den Propheten Jesaja "Heil". Wie dieses Heil konkret aussehen wird, kann er (noch) nicht sagen. Er spricht von "Gerechtigkeit", und "Glanz", von einem "neuen Namen", was im Hebräischen so viel bedeutet wie "neues Wesen". Gott will Israel von innen her neu formen. Und über diese "innige" Beziehung Gottes zu seinem Volk spricht Jesaja in einer Zeit des zermürbenden Aufbaues. Er vergleicht die Lage Israels mit der einer verlassenen, einsamen Frau, die ohne gesetzliche und ohne gesellschaftliche Ordnung wehrlos Fremden ausgeliefert ist.

Gott-Mensch, Braut-Bräutigam


Wie ein Bräutigam, wie ein zurückkehrender Ehemann, ändert Gott das Schicksal Israels. Dass der Prophet hier Bilder aus dem Bereich der Verliebten und der Eheleute wählt, zeigt die intime Verbundenheit Gottes mit seinem Volk: Gott vermählt sich mit Israel wie der Bräutigam mit seiner Braut. Dann haben Not, Einsamkeit, Angst, Schutz- und Rechtlosigkeit ihr Ende gefunden.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Zu Beginn


Um gerade in diesem Gottesdienst den Aspekt des Feierns nicht nur thematisch zu besprechen, sollte der ganze Gottesdienst einen besonderen, festlichen Rahmen bekommen (Blumen, Musik, Kerzen, bewusste und deutliche Gesten). Vielleicht auch die Kinder in den Altarraum zu holen und sie so das Geschehen möglichst nahe mit vollziehen zu lassen bzw. Die einzelnen Teile des Gottesdienstes bezüglich ihres "lebensweltlichen" Ursprungs kurz einleiten.

Einzug


mit allen Kindern singend, klatschend einziehen.

Kyrie


Manchmal ist es nicht so einfach, Gott und die anderen Menschen liebzuhaben.

Herr, manchmal sind wir ganz weit weg von dir. Wir vergessen auf dich und du bist uns nicht wichtig.

Christus, manchmal sind wir böse auf dich. Wir fühlen uns nicht geliebt und verstehen dich nicht. Hast du auf uns vergessen?

Herr, Freunde/innen, Eltern, Lehrer, Menschen, die wir eigentlich gerne haben, gehen uns manchmal furchtbar auf die Nerven, weil sie keine Zeit für uns haben, uns nicht verstehen, nicht lieb sind zu uns, weil sie keine Lust haben.

Du bist auch dann bei uns, wenn es uns nicht gutgeht und machst uns eine Liebeserklärung - unaufdringlich willst du uns ganz einfach liebhaben. Dafür wollen wir dich preisen.

Vor der Lesung


Gott hat uns viel zu sagen. Wir hören ihm zu:

Evangelium


Durch Jesus wird Gottes Liebeserklärung noch greifbar und wirklich für uns.

Verkündigung


Zur Einleitung ein Spiel. Ein verliebtes Pärchen sitzt inmitten eines Berges von Gegenständen. Sie wollen heiraten. Aber das mit der Hochzeitsfeier ist nicht so einfach. Sie wissen nicht so recht, was sie alles brauchen, um heiraten zu können. Sie bitten die Kinder, mit ihnen auszusortieren, was wirklich wichtig ist, um Hochzeit feiern zu können (möglichst viele Gegenstände vorbereiten: Glückwunschbiletts, Tischkarten, Blumen, Torten, Wein, Eheringe, Kerzen und viele Dinge, die ganz oder mehr oder weniger zu einer Hochzeitsfeier dazu passen).
Nach dem Sortieren folgt ein Gespräch mit den Kindern:
Warum wollen zwei Menschen heiraten? Was braucht man, um Hochzeit feiern zu können?
In der Bibel wird die Liebe Gottes zu uns oft mit der Liebe zwischen Braut und Bräutigam verglichen. Wenn zwei Menschen beschließen, zueinander ja zu sagen, ist das ein Grund zum Feiern. Für die beiden und für alle Menschen, die sich mit dem Brautpaar verbunden fühlen. Auch die Liebe zwischen Gott und uns ist ein Grund zum Feiern. Wir freuen uns, dass Gott uns lieb hat.
Eine Möglichkeit, diese Liebe zwischen Gott und uns zu feiern, ist es die heilige Messe zu feiern. Wie bei einer Hochzeitsfeier brauchen wir dazu viele Dinge: Kerzen, Brot und Wein, einen großen Raum, einen Zelebranten (Priester) und schließlich viele Menschen: jede/r persönlich angesprochen, eingeladen und geliebt.

Gabenbereitung


Kinder könnten sich selbst darbringen, indem sie auf einem vorher vorbereiteten Plakat unterschreiben. Das Plakat könnte ein Liebesbrief an Gott sein.
Während der Eucharistiefeier (Hochgebet) die Kinder um den Altar versammeln und bewusst einbeziehen.

Alternative für die katechetische Feier


Kinder könnte mit Hilfe eines Vergleiches auch gezeigt werden, daß wir in den liturgischen Feiern ein ähnliches Repertoire an Gesten und Symbolen verwenden wie bei "profanen" Feiern, sodaß sie vielleicht auch sonst unzugängliche Ausdrucksformen auf dem Hintergrund "lebensweltlicher" Erfahrungen erfassen können:
Ein/e Gruppenleiter/in verkleidet sich als "Brautjungfer" bzw. "Kranzldame" oder "Hochzeitslader" bzw. "Brautführer" (festliches Kleid und Blumenstraß) und ein/e zweite/r als "Zeremoniär" oder "Ministrant" (liturgische Kleidung und Kerze oder Glocke). Sie zeigen stumm und pantomimisch große, schön geschriebene Karten vor, auf denen Sätze stehen - siehe unten -, und bringen sie gut sichtbar im Altarraum (an zwei Säulen oder Nummernanzeigetafel oder dgl.) an. Die Kinder können dabei vorlesen und beim Zuordnen helfen.

VERGLEICH


HOCHZEITSFEIER - EUCHARISTIEFEIER
Ans Weinglas schlagen - "Empor die Herzen!"
Pst! Zuhören! - Wir haben sie beim Herrn
REDE DES BRAUTVATERS - HOCHGEBET (des Priesters)
Dankbare Rückschau - Dank (Präfation) Erinnern
Wird der Liebe - an die Heilstätten Gottes
"Liebesgeschichte" - (Geschichte des Bundes)
Hoch, hoch, hoch! - Heilig, heilig, heilig!
Dankbare Freude über Anlass: - Dankbare Erinnerung an Anlass:
das JA-Wort des Paares vorm Altar - die Lebenshingabe Jesu Christi am Kreuz
Zeichen: EHERINGE - Zeichen: BROT und WEIN
Erwähnung Verwandter und - Gedenken der lebenden und
Verstorbener - verstorbenen Christen
Erheben des Glases - Erheben des Kelches
Applaus, Bravo, "JA" - Akklamation, "AMEN"
Tischgebet - Vater unser
TORTE ANSCHNEIDEN - BROT BRECHEN
AUSTEILEN - KOMMUNION

Bei einem Kindergottesdienst mit Eucharistiefeier könnten die Gruppenleiter jeweils dezent einen Hinweis geben (Glockenzeichen, auf die Tafel zeigen), damit die Kinder bemerken, was gerade geschieht (katechetische Begleitung).

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...