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Trösten und Mut machen

Messmodelle

Hintergrund

Im Mittelpunkt des heutigen Gottesdienstes steht der Vers Jesaja 40, 3a "Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!" Gegen alle Mutlosigkeit und Verzweiflung in unserer Welt versuchen wir als Christen "einen Weg" durch alles, was wüst (Wüste) ist, zu "bahnen". Durch sein Wort spricht Gott seinem Volk im babylonischen Exil und uns in unseren auch oft sehr ausweglosen Situationen unseres Lebens Mut zu: "Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott." Besonders dann, wenn es uns schlecht geht, "führt er uns behutsam und trägt uns auf seinem starken Arm."
Vom Wortspiel her, soll dabei ein Zusammenhang zwischen den wüsten Situationen, die mutlos machen, und "dem Weg durch die Wüste" hergestellt werden.

Material

  • Plakat
  • Stifte

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Vor der Lesung
  • nach der Lesung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 40, 1-5.9-11

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, dass ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des Herrn für all ihre Sünden.
Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!
Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.
Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erhebe deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erhebe deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott.
Seht, Gott, der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her. Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam.

Evangelium: Lk 15-16.21-22

In jener Zeit war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei.
Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Hintergrund 1. Lesung:

Trost im Exil


Um das Jahr 598 v.Chr. hat für die Juden das babylonische Exil begonnen. Sie wurden in der Nähe Babylons angesiedelt, nachdem viele von ihnen auf dem Weg in die Gefangenschaft gestorben sind. Obwohl viele Juden der Meinung waren, ihr Gott Jahwe habe versagt und hätte sein Volk nicht beschützt, lässt Gott durch diese prophetischen Worte ankündigen, dass er sein Volk befreien werde. Es ist einmalig für ein Prophetenbuch, dass es mit Trostworten beginnt. So soll der "Zweite Jesaja" (Deutero-Jesaja) sein Volk stärken, aber nicht nur einzelne Israeliten, sondern die ganze Stadt Jerusalem, also alle Gläubigen (die Erwähnung der Stadt ist unerwartet, da die Angesprochenen hunderte von Kilometern weit entfernt, im fremden Land leben). "Jerusalem" steht als Symbolname für alle, die an Jahwe glauben. Mit großer Herrlichkeit muntert der Prophet das Volk im Exil auf und vermittelt so Mut und Hoffnung. Mit den Trostworten ist die Befreiung aus dem Exil gemeint. Den Worten des Trostes sollen Taten der Befreiung folgen.

Volksbefreiung


In Anlehnung an den babylonischen Gott Marduk soll für Jahwe eine Prunkstraße errichtet werden, damit er mit seinem Volk heimkehren kann nach Jerusalem. Der Prophet steigert noch das Geschehen, indem sich die Berge senken und die Täler heben, sodass eine ebene Straße entstehen kann. Wenn früher die Verbannung in das Exil als Strafzeit wegen der vielen Verfehlungen losgebrochen war, so ist jetzt die Zeit der Strafe vorbei. Jetzt gibt es eine neue Befreiung, das Volk kann durch Gottes Planung und Führung aus der Gefangenschaft ziehen.

Gott, als Hirte


Aber unser Gott ist nicht nur der, der "mit Macht kommt und mit starkem Arm herrscht", sondern auch der, der sich unendlich gütig und umsichtig für sein Volk einsetzt. Der Hirte ist jener, der die wilden Tiere abwehrt und planend von einer Weidestelle zur anderen führt. Sein Arm muss kräftig und zum Schutz der Seinen fähig sein; niemand kann ihm seine Tiere entreißen. Gott selbst ist als Hirte dazu fähig: er sorgt sich um die Schwächsten. Die Lämmer trägt er sogar und die Mutterschafe, die tragenden und die säugenden, führt er so, dass kein Leben gefährdet ist. So will Jahwe seinem Volk ein Hirte sein, der seine Herde zur Weide, zum Leben zurückführt. Gott befreit uns Menschen, er kümmert sich wie ein Hirte um alle, sein besonderer Schutz gilt aber den Schwächsten unserer Gesellschaft, sie "trägt er auf seinem Arm."

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Jesus, unser Bruder, sehr oft verlässt uns der Mut, wenn wir Kinder nicht so sind, wie es die Erwachsenen von uns wollen. So wie das Volk Gottes im Exil ermutigst du uns immer wieder, besonders wenn es uns schlecht geht.
Sehr oft verlässt uns der Mut, wenn die Lehrer nicht mit uns zufrieden sind: So wie die Lehrer nicht mit uns zufrieden sind: So wie dem Volk Israel sagst du auch mir: "Erhebe deine Stimme, fürchte dich nicht!"
Sehr oft verlässt uns der Mut, wenn wir uns ausgestoßen und einsam fühlen. So wie dem jüdischen Volk in der Gefangenschaft sagst du auch uns, dass du uns "behutsam führst und uns sogar auf deinem starken Arm trägst wie ein guter Hirte seine Lämmer."

Vor der Lesung


Genau wie das jüdische Volk, das im Exil, das heißt so viel wie in Gefangenschaft in einem fremden Land gelebt hat, sind auch wir heute oft mutlos und verzagt. Man könnte gerade dazu sagen, dass wir in einer Zeit der Entmutigung leben: Wenn ein Kind einmal eine schlechte Note nach Hause bringt, bricht für manche Eltern gleich die Welt zusammen. Wenn die Suppe einmal versalzen ist, ist das Essen immer schlecht usw.
Aber außer solchen Mutlosigkeiten, die eigentlich nicht unbedingt notwendig wären, gibt es wirklich viele Situationen, die uns oft verzweifeln lassen: Dass an so vielen Orten der Welt Krieg geführt wird, dass so viele Menschen nicht genug Essen zum Überleben haben, dass unsere Umweltsituation von Tag zu Tag schlechter wird, usw.

Auf die linke Seite eines großen Plakates werden alle Situationen, die heute Menschen mutlos machen, geschrieben, unter der Überschrift
"WÜSTE SITUATIONEN".

Das Volk Israel war auch in einer ganz ausweglosen Lage, es war im babylonischen Exil und hatte der Weg durch die Wüste von Babylon nach Jerusalem noch vor sich. Da das Leben im Exil die Juden sehr mutlos gemacht hat, lässt Gott den Propheten Jesaja in der heutigen Lesung dem Volk Trost und Mut zusprechen. Er sagt ihnen auch, was sie tun sollen. Das hören wir uns jetzt an: Jes 40, 1-5.9-11.

Nach der Lesung


Gott spricht in der Lesung seinem Volk Mut zu, sagt den Menschen aber gleichzeitig, dass sie selbst für ihre Freiheit und Befreiung etwas tun müssen: "Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!"
Das könnte mit anderen Worten heißen: auch und gerade dort, wo Mutlosigkeit herrscht, dort wo wüste Situationen entstanden sind, die den Menschen alle Hoffnungen genommen haben, dort sollen wir versuchen "dem Herrn einen Weg durch die Wüste zu bauen."

Auf die rechte ‘Seite des großen Plakates sollen zu den jeweiligen "wüsten Situationen" unter der Überschrift "WEG DURCH DIE WÜSTE" von den Kindern gesuchte Möglichkeiten geschrieben werden, wie wir heute "dem Herrn einen Weg durch die Wüste bahnen können."

Fürbitten


Schenke uns die Kraft, dass wir versuchen "einen Weg durch die Wüste zu bahnen", wenn wir uns für den Frieden einsetzen.

Schenke uns die Kraft, dass wir versuchen "einen Weg durch die Wüste zu bahnen", wenn wir für eine gerechte Verteilung der Güter in unserer Welt kämpfen.

Schenke uns die Kraft, dass wir versuchen "einen Weg durch die Wüste zu bahnen", wenn wir versuchen, nicht dazu beizutragen, dass unsere Umwelt immer mehr zerstört wird. usw.

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

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