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Mein Sohn bist du!

Messmodelle

Hintergrund

Am vierten Adventsonntag ist es um Weihnachtsgeschenke gegangen. Um Dinge, die uns Freude machen und mit denen wir anderen Freude bereiten können.
Im heutigen Gottesdienst geht es um unser wichtigstes Weihnachtsgeschenk: Jesus. Er ist für uns alle Mensch geworden und ist zu uns gekommen, daß wir "das Leben in Fülle" haben.
Da das Weihnachtsfest in Pfarren normalerweise recht festlich gestaltet ist, ist dieses Gottesdienstmodell etwas kürzer als üblich.

Material

  • Brief

 

Bibelstellen

2. Lesung: Hebr 1, 1-5

Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; in dieser Endzeit hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat; er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe eingesetzt; er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.
Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt:
Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein und er wird für mich Sohn sein?

Evangelium: Joh 1, 1-18

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief. Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Hintergrund 2. Lesung:

Der Hebräerbrief


Die heutige Lesung bringt die Einleitung in den Hebräerbrief. An ihr wird schon einer der vielen Unterschiede des Hebräerbriefes" zu anderen Briefen des Neuen Testamentes deutlich. So beginnt der Hebräerbrief nicht mit dem üblichen Briefanfang (Gruß, Nennung des Namens des Schreibers ...) sondern mit einer Art "Ouvertüre", die einen stimmungsvollen Auftakt zu dieser "schriftlichen Predigt" - als die man den Hebräerbrief am besten verstehen kann - bildet. In dieser Einleitung wird der Blickwinkel, unter dem der Hebräerbrief zu lesen ist und unter dem der Verfasser auch alles, was er geschrieben hat, verstanden wissen will, in den Mittelpunkt gestellt: Jesus Christus ist die "Brille", unter der alles neue Perspektiven gewinnt.

Viele Male hat Gott gesprochen


Schon viel ist von Gott und seinen Vorhaben in der Geschichte bekannt geworden, Gott hat "einst zu den Vätern gesprochen durch den Propheten" (VI), und all das, was Gott gesprochen hat, ist in den Schriften nachzulesen. Aber jetzt hat er zu uns gesprochen durch den Sohn.
Wenn der Verfasser "zu uns" ( V2) gesprochen hat, dann meint er damit, dass Gott auf ganz neue, unmittelbare Weise sich an uns heute - auch gewendet hat. Das ist nicht irgendwann in der Vergangenheit geschehen, das kann nicht in irgendwelchen alten Büchern nachgelesen werden, dieses "uns" will darauf hinweisen, dass Gott heute und jetzt zu uns spricht; und zwar durch seinen Sohn.

"Erbe", "Abglanz" und "Abbild"


"Sohn Gottes" ist uns ein sehr vertrauter Begriff, den wir schon oft gehört haben. "Sohn Gottes" ist aber ein Begriff (wie so viele andere im Hebräerbrief auch), der versuchen will, den Menschen das eigentlich geheimnisvolle und Unverständliche (was und wer dieser Jesus eigentlich ist) näherzubringen. Wir laufen oft Gefahr den Begriff "Sohn Gottes" zu leicht zu nehmen; aber auch dieser Begriff ist nur - wie so vieles andere in der Bibel auch - ein Versuch, an und für sich Unsagbares verständlicher zu machen und für die jeweilige Zeitsituation und die jeweiligen Menschen verstehbar zu formulieren.
In der Auseinandersetzung mit der hellenistischen Philosophie gebraucht der Verfasser dafür weitere, verdeutlichende Begriffe, um das Gemeinte (oder besser gesagt: "den Gemeinten") zu verdeutlichen: "Erbe des Alls" - Jesus war von Anfang an mit Gott vereint und ist der Schöpfungsmittler und Welterhalter. "Abglanz seiner Herrlichkeit" und "Abbild seines Wesens" bedeuten das gleiche, verwenden aber die Sprache der hellenistischen Philosophie.

Reinigung der Sünden


Hier beginnt der Hebräerbrief (wie er es noch oft tun wird - siehe dazu auch die Exegese zum 4. Adventsonntag) ein erstes Mal kulttheologisch zu argumentieren. Das heißt, der Verfasser verwendet Begriffe aus der - den Lesern bekannten - Kulttheologie der Juden, um damit Neues auszusagen. Der Opferkult am jüdischen Tempel wurde so verstanden, daß durch die Opfer das Volk "gereinigt" und zu Gott gebracht werden würde. Das ist diesen Brand- und Sündopfern im Tempel aber nur sehr unvollständig gelungen (auch dazu siehe die Exegese des 4. Adventsonntags). Erst durch Jesus ist diese Verbindung mit Gott wirklich ganz gelungen. In Ihm sehen wir, wie Gott wirklich ist, was er für uns und von uns wirklich will.

Weitere Aussagen über den Sohn


Um den Menschen - jetzt wieder auf eine andere Art und Weise und mit anderen Begriffen - weiter zu verdeutlichen, wer dieser Jesus Christus ist, schließt der Verfasser nun eine Reihe von Vergleichen Jesu mit den Engeln an (Er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt." (V4) Unter anderem verwendet der Verfasser hierzu auch wieder Schriftzitate, um sein Anliegen zu untermauern und zu beweisen. (Die Art und Weise, wie der Verfasser des Hebräerbriefes die Bibel - und das ist für ihn das Alte Testament zitiert, entspricht ganz dem wissenschaftlichen Stand seiner Zeit.) "Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt" zitiert Psalm 2,7. Dieser Psalm ist aus dem Königsritual genommen. Er sagt aus, daß der König in einem ganz besonderem Verhältnis zu Gott steht. (Im alten Orient wurden die Könige oft als "Söhne Gottes" bezeichnet - vgl. Ägypten)
In diesem Vergleich mit den Engeln wurde damaligen Lesern ebenfalls sehr deutlich, wie wichtig und bedeutsam Jesu Christus ist.

Zusammenhang mit Weihnachten


Gerade diese Lesung aus dem Hebräerbrief kann auch uns heute deutlich machen, was Weihnachten eigentlich bedeutet: Gott hatte schon immer mit der Welt etwas vor; ihm waren die Menschen immer schon ein Anliegen: "Viele Male ...... hat Gott einst zu den Vätern gesprochen......", aber jetzt hat uns Gott auf einmalige Weise gezeigt, wie wichtig ihm die Welt, die Menschen sind und wie erst er sie nimmt: Er selber wird Mensch und ermöglicht uns dadurch auf menschliche Art und Weise zu ihm zu kommen.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Die Puppe, die während der vier Adventsonntage für alle gut sichtbar Advenia verkörperte, ist heute nicht mehr da.
Advenia ist wieder zu Hause bei ihren Eltern, um mit ihnen das Weihnachtsfest zu feiern. Aber sie hat uns nicht vergessen und diesmal bekommen wir einen Brief von ihr.

Dieser Brief wird vor der Lesung vorgelesen.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene in der Pfarre!
Danke, dass ich in der Weihnachtszeit bei Euch sein durfte. Es hat mir sehr gut gefallen bei Euch und Ihr wart sehr lieb zu mir.
Aber jetzt bin ich natürlich wieder froh, dass ich zu Hause bin. Da ist viel geschehen. Das Haus ist mittlerweile fertig umgebaut. Ein paar Kleinigkeiten, hat mein Papa gesagt, fehlen noch. Aber die hat er bald erledigt. Und das allerwichtigste und allerschönste: Am 21. Dezember ist das Baby endlich auf die Welt gekommen. Ich hab’ eine kleine Schwester bekommen. Und sie wird Christina heißen. Ich glaube, das neue Geschwisterl ist mein allerschönstes Weihnachtsgeschenk. Ich weiß zwar noch nicht, was ich am Heiligen Abend alles bekommen werde,. Aber so wie über Christina kann ich mich - glaube ich - über sonst gar nichts freuen.
Als ich das meiner Mama erzählt habe, da hat sie gelacht und gesagt, dass dann Christina eigentlich ein ganz tolles und ein wirkliches Weihnachtsgeschenk ist. Weiter hat sie mir gesagt, dass der Grund, warum wir überhaupt Weihnachten feiern, ja auch ein Kind ist: Jesus. Jesus ist sozusagen ein Weihnachtsgeschenk, das wir alle miteinander bekommen haben. Das finde ich sehr schön.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest. Und dass Ihr Euch so freut wie ich.
Liebe Grüße Advenia


Ich finde es sehr lieb von Advenia, dass sie uns noch vor Weihnachten einen Brief geschrieben hat. Und dass wir nun ihren Brief bei unserem Weihnachtsfest vorlesen konnten. Von wegen Brief: Heute in der Lesung hören wir wieder ein Stückchen aus dem Hebräerbrief, wo eigentlich - nur in etwas anderen Worten als im Brief von Advenia - genau das gleiche drinnen steht. Es ist schön, dass Jesus, der Sohn Gottes, Mensch geworden ist. Und die Freude darüber wollte der Verfasser des Hebräerbriefes im heutigen Lesungstext ausdrücken.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Weihnachten

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Hochfest der Geburt des Herrn

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Gottesdienst

 

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