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Was uns freut

Messmodelle

Hintergrund

Das Hauptthema der heutigen Lesung ist unverkennbar die Freude. Sie soll auch im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen. Nachdem wir an den letzten beiden Sonntagen darüber nachgedacht haben, was wir können, und wie wir es in Liebe einsetzen können, soll diesmal der Blick auf die Welt um uns herum erweitert werden. Wenn Paulus so eindringlich auf die Freude hinweist, so veranlasst das auch uns zu fragen, worüber wir uns freuen können, und was es ist, das Menschen zu großer, tiefer Freude verhilft.

Material

  • Puppe Advenia
  • Brief
  • Packpapier
  • Schreibzeug
  • Ölkreiden oder andere Malstifte
  • Kassettenrekorder
  • eine unbespielte Kassette
  • Papier

Aufbau

In Anlehnung an das Thema sind die vorgeschlagenen Elemente aktionsbetont.

Bei einem Gottesdienst mit kleineren Kindern wäre es gut, wenn 2-3 Erwachsene oder Jugendliche mithelfen könnten.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Lesung
  • Verkündigungen
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

2. Lesung: Phil 4, 4-7

Brüder und Schwestern! Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allein Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott.
Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigert, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.

Evangelium: Lk 3, 10-18

In jener Zeit fragten die Leute Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso.
Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist.
Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Mißhandelt niemand, erpreßt niemand, begnügt euch mit eurem Sold!
Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.
Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt.

Hintergrund 2. Lesung:

Umfeld


Hinweise zur Gemeinde in Philippi und zum Philipper-Brief können in den exegetischen Anmerkungen des 2. Adventsonntags nachgelesen werden. Auch der Text der heutigen Lesung stammt aus jenem Teil des Briefes, der als "Gefangenschafts Brief" bezeichnet werden kann. Paulus meldet sich damit aus seiner Gefangenschaft, wahrscheinlich aus Ephesus. Zwar kämen als Orte der Gefangenschaft auch Rom und Cäsaraea in Frage, doch die großen Entfernungen der beiden Orte zu Philippi lassen diese Varianten als unwahrscheinlich erscheinen. So wäre es kaum möglich, eine derart intensive Kommunikation zu der Gemeinde zu pflegen, und von einer "baldigen Ankunft" könnte nicht gesprochen werden. Wenn zunächst Timotheus die Gemeinde aufsucht und dann zu Paulus zurückzukehren soll und danach erst der Apostel selbst nach Philippi aufbrechen will, wie wir erfahren, dann würde das bei einer Gefangenschaft in Rom wohl sicherlich Monate in Anspruch nehmen. Ähnliches gilt auch für Cäsaraea. Dagegen kommt man von Ephesus nach Philippi in wenigen Tagen, und die Nachrichtenübermittlung verläuft problemlos.

Freude


Wie schon an einer früheren Stelle des Briefes ermuntert Paulus die Gemeinde neuerlich zur Freude. Er meint dabei keine aller Welt Heiterkeit, die über die Realität des Lebens hinwegtäuscht. Vielmehr geht es ihm um eine Freude, die durch nichts auf der Welt zerstört werden kann und die gekennzeichnet ist durch Unabhängigkeit von äußeren Gegebenheiten. Diese Worte erhalten wohl ihre Glaubwürdigkeit gerade dadurch, dass Paulus sie aus der Gefangenschaft an seine Freunde und Freundinnen richtet. So wird die dauerhafte Freude zu einer Grundhaltung christlichen Lebens.

Güte


Die beschriebene Freude macht die Menschen fähig zur Güte. Paulus betont, dass alle Menschen diese Freude und die daraus erwachsende Güte erfahren sollten. Durch diese gelebte Güte sollen die Menschen das Wesen der Gemeinde und des christlichen Lebens verstehen können. Die Güte spricht gleichsam "für sich selbst", sie wird zum Erkennungszeichen der Christen. Als Beistand kann sich die Gemeinde der Nähe Gottes sicher sein, das sagt Paulus den Christen zu. Freude und Güte erhalten somit einen besonderen Auftrieb durch die Geborgenheit in der Nähe Gottes.

Reine Sorge


Paulus fordert weiteres die Gemeinde auf, sich um nichts zu sorgen. Denn wer in tiefer Freude lebt und in Güte handelt, der kann sich nicht von den Sorgen des Alltags in Unruhe und Angst versetzen lassen, meint der Apostel. Denn die Angst hemmt, die Freude aber belebt. Auch darin ist Paulus den Philippern ein lebendiges Beispiel.

Dankbarkeit


Die Gemeinde wird wiederholt zum Gebet aufgefordert. Mit dem Gebet aber soll die Haltung der Dankbarkeit verbunden sein. Durch das Denken sollen sich die Christen bewusst machen, wie viele Wohltaten ihnen schon zuteil geworden sind.

Friede


Paulus beschließt diesen Abschnitt seines Briefes mit der Zusage des Friedens Gottes. Er drückt seine Bewunderung dafür aus, daß dieser Friede alles menschliche Verstehen übersteigt.
So erweisen sich diese wenigen Zeilen als Hinweis auf ein "Programm" des christlichen Lebens. Freude, Güte, Dankbarkeit und Friede sichern ein Leben, das von den Sorgen dieser Welt nicht zerstört werden kann.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Zur Lesung


Auch heute lässt uns Advenia wieder einen Brief lesen, sie hat einen von ihrer Oma geschickt bekommen.

Meine liebe Advenia!
Bei uns ist nicht mehr zu übersehen, dass bald Weihnachten ist. Es ist herrlich! Aus der Küche kommen immer wieder Düfte, die einem das Wasser im Mund zusammenrinnen lassen. Ich glaube, heuer wird es eine besonders gute Weihnachtsbäckerei geben. Überhaupt freue ich mich so! Die kalte, klare Winterluft tut mir gut, und die Spaziergänge mit Opa sind besonders schön. Meine Nachbarin, Du weißt schon, die Frau Molten, hat gestern Besuch von ihrer Tochter bekommen. Das war eine Freude! Drei Tage lang hat sie schon davon erzählt. Sie sieht ja ihre Tochter und die Enkerln so gerne. Die kommen jede Woche einmal auf Besuch. Euer Haus (eure Wohnung) wird ja jetzt besonders schön. Freust Du Dich schon auf Dein kleines Geschwisterl? Sicher! Ich bin schon gespannt, ob es ein Mädchen oder ein Bub ist. Besonders freue ich mich, dass ich Dich bald wiedersehen werde. Es ist doch fein, Weihnachten miteinander zu feiern.
Weißt Du, wenn ich mich über so vieles freuen kann, dann fällt mir ein Stück aus der Bibel ein. Da schreibt nämlich der Apostel Paulus an seine Freundinnen und Freunde in der Stadt Philippi: "Freut euch zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus bewahren." Das ist doch auch ein schönes Schreiben!
Dass auch Du viel Grund zur Freude hast, das wünscht Dir Deine Omi.

Verkündigung


In dem Brief an Advenia hat ihre Omi beschrieben, worüber sie sich im Moment freut. Auch der Apostel Paulus, von dem wir jetzt schon recht viel kennen, fordert die Christen zur Freude auf. Weil die Freude so etwas Wichtiges in unserem Leben als Christen ist, wollen wir jetzt untersuchen, worüber sich Menschen freuen. Wir wollen die Gründe für große Freude herausfinden.

Um das innerhalb des Kindergottesdienstes zu tun, gibt es drei Möglichkeiten. Dementsprechend finden sich die Kinder in (mindestens) drei Kleingruppen zusammen. Wenn die Kinder eher klein sein, sollten diese Gruppen von Erwachsenen oder Jugendlichen betreut werden.

Gruppe A: Die Kinder schreiben miteinander einen Text, ein Gedicht oder ein Lied, in dem beschrieben wird, worüber sie sich oder andere Menschen freuen können. Dazu benötigen sie Packpapier und Schreibzeug.
Gruppe B: Die Kinder fertigen eine Zeichnung an, auf der zu sehen ist, dass sich Menschen über etwas freuen. Dazu benötigen sie Packpapier und Ölkreiden oder andere Malstifte.
Gruppe C: Die Kinder stellen eine Reportage zum Thema "Freude" zusammen. Sie können dabei einander interviewen, in Rollen schlüpfen, Kommentare verfassen .... Dazu benötigen sie einen Kassettenrekorder, eine unbespielte Kassette, Papier und Schreibzeug.
Die fertigen Produkte werden zunächst einander und später d en Erwachsenen vorgestellt.
Wenn es sich um einen Kindergottesdienst innerhalb des Gemeindegottesdienstes handelt, können auch Erwachsene interviewt werden. Zum Text verfassen und Zeichnen sollten die Kinder kurzzeitig den Raum wechseln.

Fürbitten


Der Apostel Paulus hat die Philipper nicht nur zur Freude aufgerufen. Er hat sie auch ermuntert, ihre Bitten gemeinsam mit Dank in Gebete zu fassen. Das wollen auch wir jetzt tun.

Guter Gott, wir danken dir, dass wir Grund zur Freude haben und bitten dich: Erhalte uns immer diese Freude.
Guter Gott, wir danken dir, dass wir uns oft freuen können und bitten dich: Schau besonders auf die Menschen, die wenig Grund zur Freude haben.
Guter Gott, wir danken dir, dass wir uns miteinander freuen können und bitten dich: Hilf den einsamen Menschen, gute Freunde zu finden.
Guter Gott, wir danken dir, dass du Freude schenkst und bitten dich: Achte darauf, dass es in unserer Kirche immer Grund zur Freude gibt.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Advent

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 3. Sonntag im Advent

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Gottesdienst

 

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