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Worauf es ankommt

Messmodelle

Hintergrund

In Fortführung des Gedankenganges des Gottesdienstes des letzten Sonntags erfahren wir heute, wie Paulus dafür dankt, daß die Christen in Philippi das umsetzen, was sie schon wissen und können. Ein weiterer besonderer Hinweis wird uns durch diese Textstelle gegeben: All das, was wir wissen und können, sollen wir in Liebe einsetzen. So soll in diesem Gottesdienst folgendem Gedankengang nachgegangen werden. Ob das, was du tust, richtig ist, ist danach zu beurteilen, ob du es in Liebe tust. Denn auf diese allem zugrundeliegende Liebe kommt es an.

Material

  • Puppe Advenia
  • Brief
  • Kärtchen für jedes Kind: Vorderseite ein lachendes Gesicht, Rückseite ein böses Gesicht
  • Bogen Packpapier
  • Stift

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Beginn
  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Lied

 

Bibelstellen

2. Lesung: Phil 1, 4-6.8-11

Brüder und Schwestern! Immer, wenn ich für euch alle bete, tue ich es mit Freude und danke Gott dafür, dass ihr euch gemeinsam für das Evangelium eingesetzt habt vom ersten Tag an bis jetzt. Ich vertraue darauf, dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.
Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehen mit der herzlichen Liebe, die Christus Jesus zu euch hat. Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher an Einsicht und Verständnis wird, damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt. Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi, reich an der Frucht der Gerechtigkeit, die Jesus Christus gibt, zur Ehre und zum Lob Gottes.

Evangelium: Lk 3, 1-6

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes, Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus, Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias, Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllt sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht:
Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

Hintergrund 2. Lesung:

Die Stadt


Die Stadt Philippi in Mazedonien ist geprägt von ihrer vielfältigen Geschichte. Im 4. Jhdt. v.Chr. hat sie ihre erste Blütezeit. Der bequeme Zugang zum Meer, der reichhaltige Baumbestand und die Gold- und Silbergruben bieten reizvolle Anziehungspunkte. Bald sinkt es aber wieder in die Bedeutungslosigkeit zurück. Erst 300 Jahre später schlägt eine weitere Schicksalsstunde, als in der Nähe der Stadt der Kampf zwischen Antonius und Octavian auf der einen Seite und den Mördern Cäsars, Cassius und Brutus, auf der anderen Seite tobt. Die Siegreichen, Antonius und Octavian, gründen daraufhin eine römische Kolonie, und Philippi erlebt einen neuerlichen Aufschwung. Mit der Zeit wird die Stadt eine römische Veteranen- und Bürgerkolonie, die mit städtischer Selbstverwaltung ausgestattet ist. Sie ist befreit von Tributen und Besteuerungen und im Besitz des "ius italicum", das ihr die gleichen Rechte zugesteht wie einer italienischen Stadt.
Das religiöse Leben ist geprägt durch ein Nebeneinander verschiedener Kulte. Man verehrt römische, aber auch ursprüngliche thrakische Götter, errichtet ägyptischen Gottheiten Tempel und pflegt einen Kaiserkult.

Die Gemeinde


Um 50 n.Chr. kommt Paulus mit seinen Gefährten Silas und Timotheus nach Philippi und gründet die dortige Christengemeinde. In dieser Stadt findet die Bekehrung und die Taufe Lydias statt. Sie ist eine Purpurhändlerin aus Thyatira und die erste europäische Christin der paulinischen Mission, von der uns erzählt wird. In ihrem Haus hatte die neugegründete Gemeinde wahrscheinlich ihren Mittelpunkt. Paulus verbindet mit der Gemeinde eine besonders innige Bindung. Von ihr nimmt er etwa materielle Unterstützung entgegen. Das ist ein Privileg, das er nur wenigen Gemeinden gewährte. Doch auch in Philippi sind Paulus und die Gemeinde nicht unangefochten. In der Apostelgeschichte erfahren wir, dass die Widerstände in Philippi nicht von der jüdischen, sondern von der römischen Bevölkerung ausgingen. Wir können auch mit Sicherheit annehmen, dass der Apostel dort in Gefangenschaft war, und dass er Verfolgung und Misshandlung erfuhr.

Der Brief


Der Philipper-Brief dürfte ursprünglich aus mehreren Brieffragmenten bestanden haben. Wahrscheinlich schreibt Paulus einen Dankesbrief an die Gemeinde, nachdem er eine Spende von ihr erhalten hat. So bestätigt er die geordnete Übergabe der Unterstützung. Als zweiten Brief verfasst Paulus einen Dankesbrief an die Gemeinde, nachdem er eine Spende von ihr erhalten hat. So bestätigt er die geordnete Übergabe der Unterstützung. Als zweiten Brief verfasst Paulus den sogenannten "Gefangenschaftsbrief". Durch ihn soll die Gemeinde über die Lage von Paulus informiert und zur Einheit aufgerufen werden. Einen ganz anderen Charakter zeigt der "Kampfbrief", der bestimmt ist von einer heftigen Polemik gegen judenchristliche Irrlehren, die in die Gemeinde von Philippi eingedrungen sind. Der Text der heutigen Lesung ist dem "Gefangenschafts Brief" zuzuordnen.

Richtig urteilen


Wie in so vielen Briefen ermuntert Paulus die Gemeinde, in der Liebe tätig zu sein. Es geht um eine Liebe, die einerseits durch das Gebet verstärkt wird, die andererseits aber stets das eigene Bemühen braucht. Der Apostel erbittet für diese Liebe Erkenntnis und alles Verständnis, denn ihre Verwirklichung im Alltag bedarf der Überlegung und des Feingefühls. Durch sie erst wird der Mensch fähig, richtig zu urteilen und zu erkennen, worauf es im Leben mit Gott ankommt.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Zu Beginn


Diesmal hat Advenia einen Brief von ihrem Bruder erhalten.

Liebe Advenia!
Die Eltern haben mir geschrieben, daß es Dir gut geht. Das freut mich! Auch bei mir ist es nett. Leider fällt es mir nicht so leicht, hier Freunde zu finden. Die anderen in meiner Klasse sind zwar recht nett, aber wir haben nicht viele gemeinsame Interessen. Aber von Tante Viola werde ich verwöhnt, auch Onkel Hubert ist sehr lieb zu mir. Ich helfe gerne im Haushalt. Vieles kann ich noch nicht so gut. Aber ich bemühe mich, weil ich Tante Viola gerne zur Hand gehe. Am Abend erzählen wir einander Geschichten. Wenn ich mich an Onkel Hubert lehne und mich so richtig wohl fühle, dann kommen mir die besten Gedanken.
Tante Viola lacht manchmal, wenn sie mir beim Geschirrtrocknen zuschaut. Sie meint, daß ich das ziemlich kompliziert angehe. Aber sie zeigt, daß sie sich sehr über meine Hilfe freut. Meine Tischtennis-Künste habe ich auch schon eingesetzt. Wir haben hier eine 7jährige Nachbarin. Die will unbedingt Tischtennis lernen. So zeige ich ihr halt ein bißchen, wie es geht. Das ist zwar manchmal anstrengend, aber ich tu es gerne.
Ich freue mich schon auf Weihnachten! Da werden wir einander ja wieder sehen!
Mach’s gut Bobby


Gottesdienstleiter/in:
Die Advenia hat mir vorher gesagt, daß sie ein bißchen verwundert war, daß ihr Bruder einem anderen Kind Tischtennis spielen lernt. Sonst prahlt er eher damit, daß er gut Tischtennis spielen kann. Und jetzt widmet er sich geduldig einem anderen Kind. Das ist doch ganz erstaunlich! Aber so ist das nun einmal: So vieles von dem, was wir können, kann zum Guten oder auch zum Schlechten eingesetzt werden. Sie ist es auch mit dem, was wir können.

Nun wenden wir uns wieder den Zetteln zu, die das letzte Mal beschrieben wurden. Auf ihnen sind ja Fähigkeiten der Kinder festgehalten. Außerdem bekommt jedes Kind ein Kärtchen, auf dessen Vorderseite ein lachendes Gesicht und auf dessen Rückseite ein böses Gesicht abgebildet ist.
Dann wird der erste Zettel vorgelesen. Alle Kinder, denen ein Beispiel einfällt, wie die angeführte Fähigkeit im Guten eingesetzt werden kann, halten ihre Kärtchen mit dem lachenden Gesicht nach vorne in die Höhe, Die Kinder, denen ein Beispiel einfällt, wie die Fähigkeit im Schlechten eingesetzt werden kann, zeigen das böse schauende Gesicht. Wer will, kann sein Beispiel erzählen. Dabei kommen zunächst die negativen, dann die positiven Beispiele zur Sprache.

Kyrie


Wir können so vieles, was wir können, gut und schlecht einsetzen. Damit uns das Gute gelingen kann, wenden wir uns an Jesus:

Lieber Jesus, du hast das, was du kannst, immer in Liebe getan. Herr, erbarme dich unser.

Lieber Jesus, du hast dich dagegen gewehrt, daß Menschen das, was sie können, gegen andere einsetzen. Christus erbarme dich unser.

Lieber Jesus, du zeigst den Menschen, wie sie Gutes von Bösem unterscheiden können. Herr, erbarme dich unser.

Egal, was wir können - das Wichtigste ist doch, das Gute zu wollen. Bitte hilf uns, daß uns das auch gelingen kann. Amen.

Verkündigung


Dass wir mit dem, was wir können, Gutes tun können, ist für uns sicher nichts Neues. Ebenso gut wissen wir, dass das aber nicht immer so leicht ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Wenn Bobby, der Bruder von Advenia, betont, dass er das, was er tut, gern macht, dann zeigt das ja auch schon, dass das nicht immer so sein muss. Uns fällt es wahrscheinlich nicht immer leicht, die vorhin zur Sprache gebrachten Fähigkeiten nur im Guten einzusetzen. Die Schwierigkeiten, die wir dabei manchmal haben können, sind der Inhalt eines Briefes, den wir gemeinsam an Bobby schreiben.

Anhaltspunkt dafür sind die von den Kindern zu Beginn des Gottesdienstes erzählten Ereignisse. Der/die Gottesdienstleiter/in schreibt auf einen Bogen Packpapier zunächst einen Briefanfang und dann das, was gemeinsam formuliert wird (z.B.: "Lieber Bobby! Advenia hat uns erzählt, was Du ihr geschrieben hast. Wir finden es gut, in welcher Weise Du das, was Du kannst, einsetzt. Uns fällt es manchmal schwer, unsere Fähigkeiten gut einzusetzen. Da kann es zum Beispiel folgende Schwierigkeiten geben: ........).
Der fertige Brief wird an der Hand von Advenia befestigt, sodaß man ihn lesen kann. Sie wird gebeten, den Brief gemeinsam mit ihrem nächsten Brief an ihren Bruder abzusenden. Als Abschluß der Verkündigung wird die Lesung aus dem Philipper-Brief vorgelesen.

Lied


Eine Möglichkeit, das, was wir können, im guten einzusetzen ist, es mit anderen zu teilen. Genau das wird im folgenden Lied besungen.

Zieh den Kreis nicht zu klein
1. Wenn du singst, sing nicht allein, steck andre an, singen kann Kreise ziehn. Wenn du singst, sing nicht für dich, bring andre mit. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein!
2. Wenn du lachst, lach nicht allein, steck andre an, lachen kann Kreise ziehn. Wenn du lachst, lach nicht für dich, lach andern zu. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein!
3. Wenn du weinst, wein nicht allein, steck andre an, weinen kann Kreise ziehn. Wenn du weinst, wein nicht für dich, weine mit mir. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein. Zieh den Kreis nicht zu klein!

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Advent

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2.Sonntag im Advent

Schlagwörter: Gottesdienst, Advent/Weihnachten

 

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