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Sternsingen: auf die Plätze - fertig - los!

Gruppenstunde | Alter: 8-12 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Mit dieser Gruppenstunde können Kinder auf die Sternsingaktion 2020 vorbreitet und Hintergrundinformationen zum heurigen Modellprojekt geggeben werden. Heuer steht das Projekt MSDP (Mukuru Slums Development Projects) in Kenias Hauptstadt Nairobi besonders im Fokus. Damit sich die Kinder gut auf das Sternsingen einstellen können, soll sowohl für Erfahrene als auch für Sternsing-Neulinge etwas dabei sein. Wir empfehlen, diese Gruppenstunde schon vor dem Advent einzuplanen, damit sie nicht im großen Weihnachtstrubel untergeht und ihr alle organisatorischen Infos früh genug habt. Am besten sind zu diesem Termin auch alle Begleitpersonen da, damit die Kinder sie kennenlernen können.

Material

  • leeres Plakat
  • Stifte
  • Landkarte Afrikas
  • drei Bälle
  • Plakat/e mit "halben" Sprichwörtern
  • Tee, Kaffee, eine Schnittblume, die ausgedruckte Flagge Kenias, ein Kanga (oder anderer bunter Stoff), ein Plasticksackerl, ein kaputtes Elektrogerät
  • Beamer und Laptop mit Powerpoint-Präsentation oder Fotoset (zum Ausborgen im Jungscharbüro)
  • ev. 1 Sessel pro Kind, Klebeband für Markierung

Aufbau

Nach einem Kennenlernspiel werden die Kinder durch ein Sprichwörträsel auf das Projektland Kenia eingestimmt. Danach geht es mit versteckten Gegenständen und einer Methode zur Veranschaulichung der dortigen Lebensverhältnisse in die Hauptstadt Nairobi. Im Anschluss schaut ihr euch gemeinsam Fotos und Videos aus dem heurigen Beispielprojekt an. Zum Abschluss könnt ihr entweder gemeinsam eine Kollage gestalten oder noch ein kenianisches Spiel spielen.

 

Denkt daran, mit den Kindern auch organisatorisches zu klären! (z.B. Treffpunkte, Wann ist wer unterwegs?, ...)

Beim Eintreffen der Kinder


Im Eingangsbereich ist ein beschriftetes Plakat vorbereitet: "Sternsingen 2020 - für Menschen in Afrika, Asien, und Lateinamerika" Auf diesem Plakat darf jedes Kind beim Ankommen seinen Namen schreiben. Außerdem hängt eine Landkarte Afrikas auf der die Kinder Kenia und seine Hauptstadt Nairobi finden können.

Sternsingen in Hintertupfing - Namen kennenlernen in der Gruppe


Die Kinder stellen sich im Kreis auf, ein Kind bekommt einen Ball. Der Ball wird so geworfen, dass alle Spieler/innen ihn einmal bekommen (wer ihn schon hatte, kann sich z.B. hinhockerln, dann ist das klarer erkennbar), bis er wieder beim Ausgangspunkt ist. Der Ball soll nicht im Kreis geworfen werden. Um sich die Route des Balls zu merken, wird der Ball mehrmals in dieser Reihenfolge geworfen. Dann könnt ihr einen zweiten, dritten, usw. Ball ins Spiel bringen, der genau die gleiche Route geworfen wird.

Zum Spiel könnt ihr folgende Geschichte erzählen:
In der Pfarre Hintertupfing gibt’s eine riesengroße Wohnsiedlung die von einer Straße umgeben ist (= die Menschen im Kreis). Die DKA-Verantwortliche von Hintertupfing hat ein fantastisches neues System fürs Sternsingen entwickelt. Sie hat herausgefunden, dass Stersingen am effizientesten funktioniert, wenn wir ganz zufällig von einem Haus zu einem beliebigen anderen gehen. Damit wir uns diese Superroute merken und die Leute in der Gemeinde besser kennenlernen, sagen die Besuchten immer ihren Namen. (Ball einmal quer durch die Runde werfen.)

Im nächsten Jahr können wir die besuchten Familien immer schon mit ihrem Namen begrüßen. (Den Namen der Person rufen zu der geworfen wird.)

All die Veränderungen haben aber auch ihre Kehrseite: Weil sie mittlerweile so viele Dinge zu bedenken haben, vergessen die Sternsinger_innen im dritten Jahr darauf, den C-M-B-Schriftzug auf die Türen zu malen. Daher müssen die Sternsinger/innen jetzt die ganze Runde nochmal in umgekehrter Reihenfolge gehen. (Der Ball wandert in umgekehrter Reihenfolge durch die Runde.)

Sprichwörter erraten


In vielen Sprichwörtern aus Afrika sind interessante Weisheiten enthalten. Bei diesem Spiel sind die afrikanischen Sprichwörter nur teilweise auf ein Plakat geschrieben, die fehlenden Begriffe (Beispiele siehe die unterstrichenen Wörter) werden von Kindern pantomimisch dargestellt. Die anderen sollen die Wörter erraten (wenn zu schwierig, bitte helfen — der Wortlaut muss ja auch nicht 100%ig erfüllt sein) und das Wort in die Lücke auf dem Plakat schreiben. Nach jedem Durchgang oder nachdem alle Sprichwörter erraten wurden, kann mit den Kindern besprochen werden, was ihre Aussage ist, wie sie dazu stehen und ob sie ähnliche Sprichwörter kennen.

  • Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
  • Es ist besser, mit drei Sprüngen zum Ziel zu kommen, als sich mit einem das Bein zu brechen.
  • Es ist nicht notwendig, die Laterne eines anderen auszublasen, damit die eigene heller scheine.
  • Sag einem Krokodil erst, dass es hässlich ist, wenn du den Fluss überquert hast.
  • Wenn sich zwei Elefanten streiten, leidet das Gras am meisten darunter.
  • Wer seinen Hund liebt, muss auch dessen Flöhe lieben.


Infos zum Projektland - Kenia


Ihr habt bereits vor der Gruppenstunde Gegenstände im Gruppenraum/Pfarrheim versteckt. Sie alle haben einen Bezug zum heurigen Projektland Kenia. Auf den Gegenständen sind Buchstaben, die in der richtigen Reihenfolge das Wort "Nairobi" bilden - die Hauptstadt Kenias. Nachdem die Kinder alle Gegenstände gefunden haben, können sie versuchen die Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen. Dabei kann dann auch darüber gesprochen werden, welchen Bezug die Gegenstände zum Projektland haben und ein paar Hintergrundinformationen zu Kenia und Nairobi erzählt werden.

  • Tee aus Kenia (Kenia ist der größte Tee-Exporteur der Welt.)
  • Kaffebohnen (Neben Tee ist Kafee das wichtigste Exportgut.)
  • eine Schnittblume (Kenia ist größter Blumenexporteur der Welt.)
  • Flagge von Kenia (aus dem Internet ausgedruckt)
  • ein Stück bunten Stoff (z.B. ein Kanga ein traditionelles Kleidungsstück in Kenia. Ist Teil des Länderpakets zu Kenia, das im Jungscharbüro entlehnt werden kann, oder ein anderer bunter oder karrierter Stoff)
  • ein Plastiksackerl (Plastikmüll ist in Kenia ein großes Problem. Seit 2017 sind Plastiksackerl in Kenia strengstens verboten.)
  • kaputtes Elektrogerät (In den armen Stadtteilen Nairobis verdienen sich Kinder durch das Sammeln von oft auch giftigem Elektroschrott ein wenig Geld dazu.)


Infos um Projekt MSDP


Nun kannst du den Kindern ein paar Bilder oder Videos vom Beispielsprojekt zeigen. Am besten, du suchst ein paar Bilder aus, die du selbst besondern spannend findest und zu denen du den Kindern auch ein bisschen was erzählen kannst.

  • Informationen findest du hier
  • Zu den Sternsingprojekten in Nairobi gibt es einen ausgezeichneten ORF-Film: "Im größten Armutsviertel Afrikas" (Kenia, 2017, 24 min), der auch für Kinder sehr gut geeignet ist. Eine DVD kann sehr gerne im Jungscharbüro angefordert werden.
  • "Power-Point-Präsentation" (mit Kindertexten) und viele Projektinfos, -fotos und —videos auf www.sternsingen.at
  • Bilder als "Fotoset" (im A4-Format) zum Ausleihen im Jungscharbüro
  • Kindgerecht aufbereitet sind Infos zum Sternsingprojekt auch in den "Sternsinger/innen-News"

Abschluss - Spiel oder Kollage


Zum Abschluss könnt ihr das Plakat vom Anfang nochmal hernehmen, es als Kollage gestalten - zum Beispiel mit Fotos von den Sternsingprojekten, Daumenabdruck bzw. Handumriss der Kinder ("Ich bin dabei!"), selbst erdachte Slogans, Zeichnungen zum Sternsingen oder zu "Einer Welt" oder Bildern (aus Zeitschriften oder aus Kenia).
Es kann auch ein Platz frei bleiben, um das Sternsing-Ergebnis der Pfarre bzw. ein Gruppenfoto mit einem Danke nach der Sternsingaktion einzufügen. Die Collage kann dann in der Pfarre (Schaukasten, Kirche, Pfarrheim) aufgehängt werden.

Wenn ihr lieber noch etwas spielen wollt, gibt es hier noch ein Spiel aus Kenia.

Fang den Stock/Sessel!


In Kenia wird dieses Spiel mit Stöcken gespielt, wir verwenden dazu Sessel. Die Kinder stehen im Kreis, jede/r hat einen nach hinten gekippten Sessel vor sich, der mit einer Hand in Balance gehalten wird (die andere Hand ist am Rücken). Auf einem Sessel ist eine Markierung. Ziel ist es, als Gruppe eine ganze Runde um die Sessel zu gehen. Dabei wird auf ein Kommando immer einen Sessel weitergegangen. Es soll kein Sessel so umfallen, dass die Lehne oder alle vier Sesselbeine den Boden berühren. Wenn das der Fall ist, gehen alle wieder auf die ursprüngliche Position zurück, und der nächste Versuch startet. Wie die Gruppe das schafft, dafür gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen: Der/die Spielleiter/in gibt die Richtung vor und auch ein Kommando ("Wechsel" rufen oder Finger schnippen), oder die Gruppe findet selbst einen Weg (dann wird es natürlich schwieriger und es braucht mehrere Versuche).

Autor/in: Florian Bischof mit Ideen von Georg Bauer

Publikation: kumquat "sternsingen" 2/2019

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Schlagwort: Sternsingen