• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Luftikus

Gruppenstunde | Alter: 6-10 | Aufwand: mittel

Ziel

Naturphänomene sind für uns oft selbstverständlich oder "nebenbei".
Die Kinder sollen bei dieser Spielaktion die unterschiedlichen Seiten von Wind kennenlernen und dabei jede Menge Spaß haben. Dabei können sie auf viele Dinge aufmerksam werden, die man vielleicht sonst nicht so mitbekommt.

Material

  • findest Du bei den einzelnen Stationen.

Aufbau

Windfang
Wind in der Sprache
Wind 1 oder Wind 2
Windrhythmik
Windfreundin
Windrad backen
Wind und heiße Luft
Windschlange oder Windball
Wind im Bild mit Windradverzehr
Die Stationen sind sehr wahrscheinlich viel zu lange für eine Gruppenstunde. Das ist Absicht. Nimm Dir einfach die Ideen, die für Dich und Deine Kinder passend sind, heraus und bring’ sie in die Reihenfolge, die für Deine Gruppe wahrscheinlich die beste ist.
Die Stationen können im Pfarrheim verteilt sein, oder aber auch in einem Raum, dann sollten aber nicht alle Materialien gleichzeitig einsehbar sein, damit die Kinder nicht abgelenkt sind. Du kannst sie zum Beispiel in Schachteln (für jede Station eine) verstauen.
Wenn Du viele Kinder hast, können sie auch in Kleingruppen die Stationen besuchen. Mit jeder Kleingruppe sollte dann ein/e Gruppenleiter/in mitgehen oder es sitzt bei jeder Station jemand.
In diesem Fall treten dann am Anfang die Brüder Luftikus auf, die dann jeweils eine Kleingruppe oder Station betreuen.

 

Zu Beginn der Gruppenstunde begrüßt Luftikus jedes Kind, das hereinkommt, mit einem lauten "Hui" Anm.: ich grübel schon die ganze Zeit nach einem lustigeren Wort...fällt mir aber auch nicht ein...vielleicht beim KiK.Team...und erklärt, daß dies in Windsprache "Hallo" bedeutet. Wenn alle da sind, begrüßen wir einander nochmal gemeinsam mit einem "Hui", sodann erzählt Luftikus, wie sehr er sich nicht freut, unter so vielen Leuten zu sein. Meistens fällt er den Menschen gar nicht so auf. Er lädt uns ein, mit ihm zusammen ein wenig sein Leben anzuschauen und auf geht’s zur ersten Station.


Windfang



Luftikus stellt uns zunächst sein Lieblingsspiel vor: Bei seiner Variante des Spiels "Versteinern" spielt das Fängerkind einen "Back-Wind-Boy/Girl" .Mit einer Windkappe gekennzeichnet berührt "Back-Wind-Boy/Girl" ein anderes Kind, so bleibt diesem "die Luft weg", es bleibt also am Platz stehen. Jedes Kind hat allerdings einen Luftballon im Gepäck und kann einem Kind, dem "die Luft wegblieb", wieder "frischen Wind" zuführen, indem es seinen Ballon ein wenig aufbläst und vor den Lungen des stehenden Kindes wieder ausläßt. Wenn "Back-Wind-Boy/Girl" nicht mehr "Back-Wind-Boy/Girl" sein mag, so legt er/sie seine/ihre urcoole Kappe ab und irgendwer anderer kann sie sich nehmen und nun diese Rolle spielen.

Nach einiger Zeit leitet Luftikus zur nächsten Station über: "Eigentlich komme ich ja bei Euch Menschen doch vor. Zum Beispiel in Redewendungen und Sprichwörtern, wie "jemandem bleibt die Luft weg". Vielleicht fällt uns da noch mehr ein?


Wind in der Sprache



Material
Katerln und Stifte

Ihr sammelt gemeinsam Sprichwörter, Redensarten, Filmtitel,... in denen Wind oder auch Luft vorkommt und schreibt sie auf Karterln nieder; ein paar hat Luftikus zur Anregung schon mitgebracht:

frischen Wind in eine Sache bringen
vom Winde verweht
in die Luft gehen

Während Eurer Sammlung könnt Ihr auch gleich schauen, wofür der Wind bzw. die Luft jeweils steht und die Karten am Boden von sanft bis sehr stürmisch aufzulegen. Bei sanft liegt der linke Baum, bei sehr stürmisch der rechte Baum. Bei dieser Station könnte auch herauskommen, daß der Wind in unserer Sprache sowohl gute als auch schlechte Bedeutungen hat.
Irgendwann meint Luftikus: "Wind kann man spüren, über Wind kann man auch reden, man kann ihn aber auch malen!"


Windbild 1



Material

  • Packpapierbögen
  • Kleister
  • Fingerfarben
  • Abdeckmaterial, Malhemden
  • Plastikschüssel mit warmem Wasser, Seife, Handtuch



Bei dieser Station wird eifrig gekleistert. Das kann einen ziemlichen Putzaufwand beim Wegräumen bedeuten, es sei denn, Du hast den Raum mit Zeitungspapier oder anderen Abdeckmaterialien "versiegelt".

Zuerst nehmt Ihr einen Bogen Packpapier und versucht ihn gemeinsam vollzukleistern. Achtung, keine allzu dicken Schichten auftragen. Jetzt könnt Ihr schon die Farbe nehmen und beginnen, einen großen Sturm, ein leises Lüftchen, einen lauen Wind, einen Hurrican, eine Windhose,.. zu malen. Ihr werdet bald bemerken, daß sich die Farbe aufgrund des Kleisters ganz anders als sonst verteilt.
Zum Händewaschen wäre eine Plastikschüssel mit warmen Wasser, Seife und einem Handtuch günstig, da Du sonst im Anschluß an die Aktion jede Menge Farbe aus dem Waschbecken und Umgebung entfernen mußt.
Die fertigen Bilder benötigen etwa 2 Tage zum Trocknen und dürfen bis dahin nur waagrecht gelagert werden. Frage: Der Kleister muß also nicht mehr abgewaschen werden?...ist das dann nicht steif wie ein Brett?


Windbild 2



Material

  • Papier
  • Strohhalme
  • Tinte (Tintenpatronen mit einem Bleistift aufstechen, dann hast Du kleine "Tintenflascherln" für jedes Kind) oder Wasserfarbe (Tinte ist besser)



Jede/r von Euch leert ein, zwei Tropfen Tinte auf sein Blatt und "verbläst" es dann mit dem Strohhalm in alle Richtungen. So entstehen phantastische und bizarre Gestalten und Figuren. , ,...

Luftikus erscheint: "Jetzt haben wir uns noch immer nicht mit dem naheliegensten beschäftigt. Ihr habt sicher schon erlebt, welche Geräusche ich oder einer meiner Kollegen macht oder wie wir mit Bäumen spielten. Das könnt Ihr sicher auch."


Windrhythmik



Bei dieser Station bieten wir Dir drei Methoden an, bei denen Du schauen mußt, welche davon für Deine Kinder passend sind.

Windgeheul



Material
Rhythmusinstrumente (Rasseln, Trommeln, Klangstäbe, Zimbeln, Schellen, ...) oder Kochgeschirr (Töpfe, Schneebesen, Kochlöffel, Siebe, Reiben, zusammengebundenes Besteck, ...)

Alle machen gleichzeitig Windgeräusche, entweder nur mit dem Körper (Hände reiben, Heulen,..) oder auch mit Rhythmusinstrumenten, mal lauter mal leiser, aufbrausend oder sich senkend. Eventuell kann auch immer ein Kind den Luftikus spielen und die anderen "dirgieren". Du kannst auch von einem aufkommenden Sturm erzählen, den die Kinder live vertonen.

Wind um den Baum



In einer weiteren Variante zum Windgeheul spielen einige Kinder Bäume, die sich von diesem Windgeheul bewegen lassen.

Wind am Baum



Diese Methode läßt sich nur bei einer ruhigen Stimmung in der Gruppe einsetzen.
Einige Kinder gehen zu zweit zusammen, die übrigen bilden wieder in den Methoden oben das Windgeheul. Ein Kind eines Paares ist der Wind, der das andere Kind, den Baum, passend zum Windgeheul bewegen kann. Du sagst den Kindern aber, daß der Wind auf den Baum acht geben muß, da er sich sonst verletzt. Das Windgeheul sollte daher nicht zu stürmisch werden. Wird es einem Baum trotzdem zu stürmisch, legt er sich langsam auf den Boden.

Luftikus bittet die Kinder: "Jetzt sind wir schon so lange gemeinsam und ich habe wieder mal gemerkt, wie schön es ist, Gesellschaft zu haben. Ich bin immer so alleine. Doch ich würde mir so eine Freundin wünschen! Sie müßte lieb sein, sie müßte mit mir spielen, sie müßte scheppern, wenn ich durch sie durchstreiche, und wenn sie sich bewegt, soll sie klingen, schön bunt soll sie sein.
Vielleicht könnt Ihr sie aus dem Material in dieser Schachtel für mich zusammenbauen


Windfreundin



Material

  • Abfall der scheppert oder klingt; d.h. Nägel, Blechdosen, Kleiderhaken aus Metall, alte Schlüssel, Elektronikmüll, Alufolie, Joghurtbecher oder Filmdosen mit Füllung (Reis, Nägel, Sand, Steine,..),Schellen, altes Besteck, alte Regen- und Sonnenschirme, alte Topfdeckel, alte Plastiksackerl, ...
  • Blumendraht
  • Seidenpapier, Kreppapier



Um den Bau zu koordinieren vergibt Luftikus nun an Kleingruppen Einzelaufträge, zum Beispielnur die "Füße", den"Kopf", einen"Halsschmuck",... zu gestalten. Die Einzelteile werden dann noch, mit Luftikus’ Hilfe, zu einem Mobile zusammengehängt. Luftikus bedankt sich und weht weiter.

Luftikus verkündet freudig: "Jetzt haben wir aber wirklich etwas zu feiern! Und zu einem schönen Fest gehört auch ein gutes Essen. Ich zeig’ Euch jetzt, wie man traditionell windisch kocht. Also eine "Windbäckerei":"


Windrad



Material

  • tiefgekühlter Blätterteig
  • Backrohr & Blech
  • Backpapier
  • Messer
  • Rosinen
  • 1 Ei (verquirrlt in einem Häferl, zum Bestreichen einen Küchenpinsel)
  • Mehl (damit der Teig nicht kleben bleibt)



Du kaufst vor der Aktion gefrorenen Blätterteig, von dem sich für jedes Kind ein Quadrat von ca. 10x10cm ausgeht. Diese Quadrate schneidet Ihr an jeder Ecke ca. 3cm zur Mitte hin ein. Nun biegt Ihr die Ecken in die Mitte, wie es bei 2 in der Skizze zu sehen ist. Wenn Ihr noch eine Rosine in die Mitte legt, ist das Windrad schon fertig. Damit die Windräder auch ganz sicher zusammenhalten, bestreicht Ihr sie noch mit dem verquirrlten Ei Jetzt sollten sie noch 10 Minuten ins Backrohr (Mittlere Höhe bei 180Grad), dann ein wenig auskühlen und schlußendlich: Mahlzeit! Am einfachsten ist es, wenn ein/e Gruppenleiter/in oder sonst irgendwer das Backrohr bewacht, damit nicht alle so lange warten müssen.

Luftikus schwelgt: "Während das Backrohr heiße Luft macht, fällt mir was ganz was anderes dazu ein."


Wind und heiße Luft



Material

  • Luftballons
  • Fön und Steckdose



Dieses Experiment solltest Du unbedingt vorher mit einem Ballon gleicher Bauart ausprobieren.
Hier zeigt Luftikus, wie Wind zum Beispiel entstehen kann. Ihr blast einen Luftballon ziemlich prall auf. Dann macht Ihr ihm mit dem Fön warmen Wind. Der Luftballon wird nun größer,??? Das versteh ich nicht? vielleicht zerplatzt er sogar. Luftikus erklärt dazu: "Warme Luft braucht mehr Platz als kalte. Der Fön macht die Luft im Ballon immer wärmer, sie braucht immer mehr Platz, also wird der Ballon auch immer größer und platzt vielleicht sogar.

So entsteht auch oft Wind. Wenn die Luft irgendwo wärmer wird, beginnt sie sich zu drängeln und weht daher weg. Bei einem Abend am Meer weht der Wind meistens vom Meer aufs Land, weil das Land im Dunkeln auskühlt, das Meer aber nicht. Daher ist die Luft überm Meerwasser wärmer und entfleucht ans Land."


Luftikus meint weiter: "Ich bin also kein fauler (Wind-)Hund und bewege mich und alles, was nicht niet- und nagelfest ist natürlich auch mit mir herum. Mein Lieblingsspielzeug könnten wir jetzt basteln!"


Windschlangen



Material

  • schönes, buntes Papier
  • Schere(n)
  • Teller (zum Zeichnen der Kreise)
  • Faden, Nadel
  • Filzstifte



Um so eine Windschlange zum Leben zu erwecken nimmt sich jede/r von Euch ganz einfach schönes, buntes Papier und schneidet so genau wie möglich einen Kreis aus. (Wenn man einen Teller auflegt, geht das ganz einfach.) Nun wird von außen nach innen in Spiralform geschnitten. Jetzt bekommt jede Schlange (in der Mitte) noch ein Gesicht und zuguterletzt wird noch ein Faden mittels Nadel durch den Kopf gefädelt, sodaß sich die Schlangen aufhängen lassen können. Wenn Ihr eine Heizung im Raum habt, könnt Ihr die Schlangen darüber hängen. Durch die warme, aufsteigende Luft werden sie sich nun drehen.


Luftikus schließt ab: "Und was ich sonst noch so bewege, das schauen wir uns bei unserer guten Bäckerei an."


Wind im Bild



Material
Windphotos (Kannst Du, wenn Du vorher rechtzeitig anrufst, im Jungscharbüro ausborgen)

Lufikus präsentiert uns voller Stolz, was er alles schon "gebastelt" hat. Er zeigt Euch einige Bilder und fragt dazu, was denn er mit der Sache zutun haben könnte.
Wirbelsturm, Windmühle, Segelschiff, Höhle (langsam vom Wind und Kollegen Wasser, Temeparaturunterschiede, Sonne abgeriebenbzw. gesprengt) Wüste, Welle (nur vom Wind erzeugt, es sei denn, etwas großes fiel irgendwo ins Wasser oder es gab ein Seebeben), Drachen, umgeknickte Bäume, Bäume im Wind, Windsack auf der Autobahn, Vogel (muß sich den Wind mit den Flügeln selber machen), Flugzeug (muß sich den Wind mit Turbinen oder Propeller selber machen)

Luftikus verabschiedet sich und bittet, ihn hin und wieder zu beobachten oder zu besuchen. Mit einem gemeinsamen lauten "Hui" weht er davon.

Autor/in: Christine Neumeister & Helmut Habiger

Publikation: KiK 102

Share |

 

Schlagwörter: Spaß, Experimente, Kreativität, Natur