• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Gott ist mit uns

Messmodelle

Hintergrund

Die heutige Lesung erzählt von der Beziehung zwischen Gott, dem König David und dem Propheten Natan. Dabei wird deutlich, dass Natan ein sehr vertrautes Verhältnis zu Gott hat und sich in seiner Nabe weiß. Für Davids Leben ist ebenfalls die Gewissheit, dass Gott mit ihm ist, sehr charakteristisch. Und so wird auch aufgezeigt, was es heißt, wenn Gott mit einem ist - er kümmert sich, er ist besorgt, und er will für Wohlergehen sorgen. Dass Gott mit uns ist, wird Kindern oft gesagt. In diesem Gottesdienst wollen wir uns konkret für die folgenden Tage der Weihnachtszeit überlegen, was es für uns heißen könnte, dass Gott mit uns ist.

Material

  • Kleber
  • Plakat welches Kinder zeigt, die um einen Adventkranz sitzen
  • aus Papier ausgeschnittene Kerzen

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Vor der Lesung
  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: 2 Sam 7, 1-5.8b-12.14a.16

In jenen Tagen, als König David in seinem Haus wohnte und der Herr ihm Ruhe vor allen seinen Feinden ringsum verschafft hatte, sagte er zu dem Propheten Natan: Ich wohne in einem Haus aus Zedernholz, die Lade Gottes aber wohnt in einem Zelt. Natan antwortete dem König: Geh nur und tu alles, was du im Sinn hast; denn der Herr ist mit dir.
Aber in jener Nacht erging das Wort es Herrn an Natan: Geh zu meinem Knecht David und sag zu ihm: So spricht der Herr: Du willst mir ein Haus bauen, damit ich darin wohne?
Ich habe dich von der Weide und von der Herde weggeholt, damit du Fürst über mein Volk Israel wirst, und ich bin überall mit dir gewesen, wohin du auch gegangen bist. Ich habe alle deine Feinde vor deinen Augen vernichtet, und ich will dir einen großen Namen machen, der dem Namen der Großen auf der Erde gleich ist. Ich will meinem Volk Israel einen Platz zuweisen und es einpflanzen, damit es an seinem Ort sicher wohnen kann und sich nicht mehr ängstigen muss und schlechte Menschen es nicht mehr unterdrücken wie früher und auch von dem Tag an, an dem ich Richter in meinem Volk Israel eingesetzt habe. Ich verschaffe dir Ruhe vor allen deinen Feinden. Nun verkündet dir der Herr, dass der Herr dir ein Haus bauen wird. Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vater legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein. Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

Evangelium: Lk 1,26-38

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesu geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Dann verließ sie der Engel.

Hintergrund 1. Lesung:

Buch Samuel


Die Bücher Samuel bildeten ursprünglich eine Einheit. Sie wurden dann - wahrscheinlich wegen ihres Umfangs - in zwei Bücher aufgeteilt. Nach jüdischer Tradition sind diese Bücher entweder von Samuel allein oder von Samuel, Natan und Gad verfasst worden. Sie berichten von der Entstehung des Königtums in Israel, bei dem Samuel als letzter Richter eine bedeutende Rolle spielt. Saul ist von Jahwe zum König erwählt; als er aber von ihm abfällt, wird er verworfen, und David wird zu seinem Nachfolger bestimmt und noch vor Sauls Tod zum König gesalbt. Mittel- und Höhepunkt der David Überlieferung ist die Natanweissagung, die dem davidschen Haus ewig Bestand verheißt (2 Sam 7). Abgeschlossen werden die Samuel-Bücher mit der Geschichte von Davids Regierungszeit, dem Bericht über die Thronfolge und einigen Anhangen. Obwohl die Samuel-Bücher eine fortlaufende Erzählung sein wollen, enthalten sie mehrfach Verdoppelungen und widersprüchliche Berichte. Darum werden einige Redakteure angenommen; es lassen sich aber keine fortlaufenden Erzählfäden herausschälen. Vielmehr sind wahrscheinlich verschiedene Einzelüberlieferungen in langem Prozess zu größeren Erzähleinheiten zusammengearbeitet, chronologisch geordnet und ergänzt worden.

Orakel-Tradition


In den Text der heutigen Lesung durften drei verschiedene Orakel-Traditionen eingeflossen sein. Die erste vielzitierte Zusage ist jene, die den Bau des Tempels in Jerusalem dem König David zusichert. Ein anderes Orakel versichert König David eine ewige Dynastie. Die dritte Orakel-Tradition betrifft Davids Sohn Salomo und sichert diesem eine ewige Herrschaft zu.

Ewiges Königtum


Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass dieser Text darauf zugeschnitten wurde, für David die ewige Dynastie zu stiften. Mehr noch, in diesem Text findet nahezu eine Sakramentalisierung statt. Die Treue zum Gesetz Jahwes ist wohl weiterhin verbindlich, aber selbst wenn ein König diese Treue bricht, bleibt die Dynastie erhalten, weil sie von Gott her auf immer geheiligt und ausgezeichnet ist.

Davids Anliegen


König David macht sich Sorgen um die Zukunft seines Volkes. Um seine Dynastie zu festigen und dem Volk einen religiösen Mittelpunkt zu geben, plant er also den Bau eines "Hauses", des Tempels, in dem die Bundeslade aufbewahrt werden soll. Doch der Hofprophet Davids, Natan, erhält in einer nächtlichen Vision die Weisung, dem König diesen Plan auszureden. Denn die Zukunft des Volkes Israel und seiner Könige soll sich nicht auf einen Tempel stützen sondern auf den Bund, den Jahwe mit Israel geschlossen hat. David soll in die Vergangenheit blicken und sich dessen erinnern, was Gott alles für ihn getan hat. Ebenso wird sich Gott in Zukunft um David und um das Volk kümmern.

Zusammenhang mit dem Evangelium


Zwischen dieser Lesung und dem Evangelium besteht ein enger Zusammenhang. Was nämlich dem König David von seinem Propheten Natan verheißen wird ("Ich werde deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen ... "), das erfüllt sich in dem "Davidssohn" Jesus, von dem der Engel Gabriel sagt: "Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben..... und seine Herrschaft wird kein Ende haben."

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


In der Mitte steht ein Adventkranz, dessen vier Kerzen angezündet sind.
Nun wenden wir uns gedanklich den vergangenen drei Wochen des Advents zu. Einige von uns hatten sich vielleicht etwas Besonderes für diesen Advent vorgenommen. Andere wieder hatten sich eventuell etwas Bestimmtes erhofft. Daran wollen wir jetzt denken. Gab es etwas im Advent, das uns nicht so gelungen ist, wie wir es wollten? Mussten wir uns über etwas besonders ärgern? Ist es vorgekommen, dass uns etwas traurig gemacht hat?
Wenn ein Kind den anderen seine Antwort mitteilen will, dann sagt es sie und bläst eine Kerze des Adventkranzes aus. Sind alle vier Kerzen ausgeblasen, können sie wieder angezündet werden. Nach jedem Kerzenausblasen sagen alle: Herr erbarme dich!
Der/die Gottesdienstleiter/in sollte sich für den Fall, dass die Kinder ihre persönlichen Dinge nicht erzählen wollen 4 Verse überlegt haben:

  • für alles, was wir uns vergeblich erhofft haben, blasen wir eine Kerze aus
  • für alles, was uns nicht so gelungen ist...
  • für alles, was uns geärgert hat ...
  • für alles, was uns traurig gemacht hat ...


Vor der Lesung


In der Lesung ist von zwei Personen die Rede: von dem Propheten Natan und vom König David. Von David habt ihr sicher schon einmal gehört. Von ihm wird uns erzählt, dass er als Bub auf dem Feld bei den Schafen war, als er an den Königshof geholt wurde, weil er auch ein großer König werden sollte. Das wurde er dann auch, und er wollte sein Volk so regieren, wie es Gott gefiel. Natan war ein Freund von David, und so beriet er ihn oft. Heute hören wir davon, wie Gott dem Natan etwas sagt, das dieser dem König mitteilen soll.
(Es muss nicht der gesamte Lesungstext vorgelesen werden. Der/die Gottesdienstleiter/in kann die prägnantesten Sätze zusammenfassen.)

Verkündigung


Nun wird das vierte "Advent-Plakat" in die Mitte gelegt oder so aufgehängt, dass es alle gut sehen könnten. Es zeigt Kinder, die um einen Adventkranz sitzen. Aber die Kerzen fehlen noch! Es sind wohl aus Papier ausgeschnittene Kerzen vorbereitet, aber diese werden erst im Laufe des folgenden Gesprächs dazugeklebt.
König David hat in seinem Reich und im Volk Israel viel verändert. Er konnte das tun, weil er wusste, dass Gott immer mit ihm war. Der Hebe Gott begleitet auch uns, und jetzt wollen wir darüber nachdenken, woran wir das merken können und wofür wir uns sein "Mit-Uns-Sein" in den nächsten Tagen besonders wünschen.
Zunächst denken wir an die vergangene Woche: Haben wir da irgendetwas erlebt, hat sich etwas ereignet, das so schon war, dass wir danken können? Habe ich gemerkt, dass Gott mit mir ist? Oder haben wir von jemand anderem etwas gehört, das diesen Gedanken nahelegt?
Wir erzählen einander nun, wenn uns etwas einfallt. Dann wird die erste Kerze auf den Adventkranz am Plakat geklebt.
In der zweiten Runde denken wir an den heutigen Tag. Es ist der vierte Adventsonntag. Erwarten wir Situationen, für die wir uns ganz besonders wünschen, dass Gott mit uns oder mit jemandem anderen ist? Für die Wünsche zum heutigen Tag wird die zweite Kerze auf das Plakat geklebt.
Daraufhin denken wir an den morgigen Tag und an Situationen, in denen wir oder andere vielleicht die Nähe und Hilfe vom ließen Gott besonders gut brauchen können. Für den morgigen Tag wird die dritte Kerze aufgeklebt.
Und schließlich denken wir noch an den Heiligen Abend mit all seinem Trubel, seiner Feierlichkeit und seinen Ereignissen. Hoffentlich werden wir da wirklich merken können, dass Gott mit uns ist! Und so wird auch die vierte Kerze aufgeklebt.
Jedes Mal wenn wir eine Kerze auf das Plakat kleben, zündet ein Kind auch eine Kerze auf dem Adventkranz an, bis schließlich alle 4 Kerzen brennen.

Fürbitten


Lieber Gott, wir glauben, dass du bei uns bist, dass du uns immer begleitest. Darum wenden wir uns jetzt mit unseren Bitten an dich:

Bitte sei auch bei jenen, die sich nicht so wie wir auf das Weihnachtsfest freuen können.

Bitte lasse jene, die nicht glauben können, dass du sie wirklich liebst, deine Nahe in den nächsten Tagen besonders spüren.

Bitte hilf, dass zu Hause und in der Kirche die Weihnachtsfreude erlebbar ist.

Publikation: effata

Share |

 

Jahreskreis: Advent

Lesejahr: B

Sonntag im Jahreskreis : 4. Sonntag im Advent

Schlagwort: Advent/Weihnachten

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...