• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Was soll es anderes werden?

Messmodelle

Hintergrund

Ausgehend von der heutigen Lesung (Jes 40,1-5.9-11), unter besonderer Berücksichtigung der Verse 3 und 4:"Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hügelig, ist eben." soll dieser Gottesdienst zum Thema" Wie soll es (anders) werden?" (Was erträumen wir von einer besseren und schöneren Welt?) gestaltet werden.
Dabei werden die Situationen (Rufzeichen) des 1. Adventsonntages aufgegriffen, und die Kinder sollen versuchen, zu diesen Situationen Lösungsvorschläge, Phantasien oder Utopien zu finden bzw. zu "erträumen ".

Material

  • Stifte
  • Kleber
  • ausgeschnittene Gedanken- bzw. Traumwolken für jedes Kinder oder jede Kindergruppe
  • Plakat mit vergrößerter Zeichnung "Wie soll es werden?"

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 40, 1-5.9-11

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündetdet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, dass ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des Herrn für all ihre Sünden.
Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hügelig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen. Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erhebe deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erhebe deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott. Seht, Gott, der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.
Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam.

Evangelium: Mk 1, 1-8

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereite dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
Ganz Juda und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig.
Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Hintergrund 1. Lesung:

Das Trostbuch


Die Schrift der Deuterojesaja (Jesaja Kapitel 40-55) nennt man auch das Trostbuch, weil schon am Beginn dieses Teiles (=heutige Lesung) das Volk Gottes getröstet wird:"Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott..." Es handelt sich dabei um einen Schlossertext des Propheten. Der Schreiber dieses Trostbuches wirkte gegen Ende des Exils unter den Verbannten in Babylon. In seiner prophetischen Botschaft spiegelt sich die Umbruchsituation seiner Zeit wieder. Mit großer Herzlichkeit muntert der Prophet Jerusalem (das Offenbarungszentrum des Volkes und damit das Volk selbst) auf und vermittelt so Mut und Hoffnung. Mit dem Trost ist ganz konkret die Heimführung aus dem Exil gemeint, Jahwe holt sein Volk wieder in die Lebensgemeinschaft mit ihm zurück. Die Schuld, die von dieser Gemeinschaft mit Gott getrennt hat, ist jetzt beglichen.

Der Weg durch die Wüste


Das Volk Gottes, das aber noch in den Fängen der Neubabylonier lebt, hat noch den Weg durch die Wüste vor sich. In der Wüste, wo man kaum und nur beschwerlich leben kann, wo der Sandwind sogleich jeden Pfad zuschüttet, wo es zwar Berge und Senken gibt, die aber die Unwegsamkeit nur erhöhen, wird alles anders werden. Eine Prunkstraße soll - ähnlich wie jene für den babylonischen Gott Marduk - errichtet werden, damit Jahwe nach Jerusalem heimkehren kann, in Begleitung seines Volkes. Der Prophet steigert noch das Geschehen, in dem sich die Berge senken und die Taler erheben, sodass eine ebene Straße entsteht.

Die Befreiung durch Jahwe


Gott will die Befreiung seines Volkes. Er will sein Volk trösten, leiten, schützen und so zu einem erfüllten Leben führen. Obwohl die Befreiung aus dem Exil noch nicht passiert ist, wird sie in der Lesung schon so dargestellt, als sei sie schon Wirklichkeit geworden. Der Schreiber ist ganz sicher, dass die Rettung eintrifft. Jerusalem und Zion (früher Bezeichnung für den Südosthügel Jerusalems, später Bezeichnung für den heiligen Berg, den Jahwe sich erwählt hat, auf dem er wohnt) werden zu Botinnen der Freude, die auf Jahwes herrliches und überragendes Wirken hinweisen.

Jahwe, der Hirte


Jahwe sorgt sich um sein Volk wie ein (guter) Hirte. Er beschützt die schutzlosen Lammer in der Wüste und "trägt sie auf seinem Arm". Die etwas schwerfälligen Mutterschafe umsorgt er, schwache und kleine Lämmer stehen unter seinem besonderen Schutz. Herzlicher und gerechter kann Gottes Fürsorge und Rettungsdrang nicht beschrieben werden. Jahwe will diesem Volk ein Hirt sein, der seine Herde zur Weide, zum Leben führt. Jahwegemeinschaft ist Lebenshilfe. Trost bringt so Hoffnung und Leben zurück.

Zusammenhang mit dem Evangelium


Es ist von diesem Text her klar, dass der Evangelist des heutigen Evangeliums (Mk 1,1-8) das Wirken Jesu genau unter denselben Vorzeichen sieht. Der Vers Mk 1,3 "Eine Stimme ruft in der Wüste" Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!" verbindet dieses Evangelium mit dem Jesaja-Text der Lesung. Die trostenden Worte des Jesajatextes setzen die Umkehr zur Gemeinschaft Jahwes voraus. Umkehr fordert auch Johannes, der Täufer, von den Menschen im Evangelium. Gott will uns befreien, doch wir müssen versuchen "dem Herrn den Weg zu bereiten", was oft bedeuten wird, dass wir umkehren und unser Leben verändern müssen.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Herr, du sagst uns in der Lesung: "Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste."
Auch wir versuchen einen guten Weg in unserem Leben zu gehen.

Herr, du sagst uns in der Lesung: "Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken."
Auch wir träumen von einer besseren und gerechteren Welt.

Herr, du sagst uns in der Lesung, dass "du wie ein Hirt deine Herde zur Weide führst".
Auch wir wollen uns von dir auf unserem Weg begleiten lassen.

Verkündigung


In der heutigen Lesung geht es darum, wie wir als Gemeinde Christi mit Gottes Hilfe einen Weg im oft harten Leben des Alltags finden können. Die Grundfrage des heutigen Gottesdienstes am 2. Adventsonntag ist, wie wir im Warten auf das Kommen Jesu Christi "für den Herrn einen Weg durch die Wüste bahnen können, und wie wir den "Weg des Herrn bereiten" können.
Dabei wollen wir heute ein bisschen träumen und überlegen, wie es in unserer Welt auch anders sein konnte.
Dazu bekommen die Kinder (oder Kindergruppen) ausgeschnittene "Gedanken- bzw. Traumwolken ". Wir betrachten die Situationen (Rufzeichen) vom 1. Adventsonntag und überlegen uns, wie es auf der Welt sein müsste, damit es nicht zu solchen Situationen kommen kann.
Die Situationen vom vorigen Sonntag werden vorgelesen und die Kinder aufgefordert, zu träumen, wie das anders werden könnte.
Wir dürfen jetzt beim Schreiben oder Zeichnen ruhig ein bisschen übertreiben und schwärmen. Im Traum ist alles möglich.
Während die Kinder schreiben oder zeichnen, könnte leise, meditative Musik gespielt werden, oder die Gemeinde könnte ein Lied singen (z.B. " Wie ein Traum wird es sein" - Gotteslob Nr. 476 oder "Bereitet dem Herrn den Weg - Gotteslob Nr. 37). Anschließend werden die fertigen "Traumwolken" auf die (vergrößerte) beiliegende Zeichnung " Wie soll es werden?" geklebt. Die" Traumwolken" werden in den Fürbitten der Gemeinde vorgestellt.

Fürbitten


Die Gedanken bzw. Zeichnungen der Kinder werden von Gruppenleiterlinnen oder anderen Erwachsenen in Fürbitten geformt. z.B.

  • Wir träumen von einer Welt, in der.. .
  • Wir wünschen uns eine Welt, in der.. .

Publikation: effata

Share |

 

Jahreskreis: Advent

Lesejahr: B

Sonntag im Jahreskreis : 2. Sonntag im Advent

Schlagwort: Advent/Weihnachten

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...