• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Wir sind nicht zu klein!

Gruppenstunde | Alter: 4-8 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Über Thor, Wonder Woman und Spiderman gibt es Filme, Actionfiguren, Rucksäcke und Spielzeug. Die wahren Held/innen, die die Welt wirklich braucht, sind unbekannter und arbeiten im Untergrund — Superwurm und Du!

Kinder bekommen in ihrem Leben (u.a. durch Medien) viele Dinge mit, die schief laufen. Oft sind so viele Probleme auf einmal sehr überfordernd und wir sehen gar nicht mehr, wo wir die Welt eigentlich ein Stückchen besser machen könnten.

In dieser Gruppenstunde wollen wir uns Zeit nehmen um gemeinsam zu überlegen, welche Probleme in unserem Verantwortungsbereich liegen und was wir mit ihnen machen können. Aber auch für alle anderen Probleme gibt es spannende Ideen!

Material

 

Superwurm


Zum Einstieg lest ihr gemeinsam das Bilderbuch vom Superwurm. In der Geschichte rettet der Superwurm immer wieder alle anderen Tiere und hilft ihnen, ihre Probleme zu lösen. Als er dann aber selbst in Gefahr gerät, schaffen es die anderen gemeinsam ihm zu helfen.

  • Passe das Lesen des Buches an die Kinder an!
  • Kann und möchte jemand einen kleinen Teil vorlesen?
  • Mach genug Pausen damit Text und Bilder wirken können!

Frag immer wieder kurz nach, ob alles verstanden wurde
Nach dem Vorlesen überlegt ihr gemeinsam, welche Probleme in der Geschichte vorkommen.

In der echten Welt...


Danach haben die Kinder die Möglichkeit, zu erzählen, welche Probleme sie in der echten Welt kennen. Diese können aus ihrem persönlichen Umfeld (Streit in der Schule, Müll auf der Straße, etwas ist kaputt gegangen, ...) oder aus der weiten Welt sein (Krieg, Naturkatastrophen,...). Diese werden auch auf Kärtchen in zwei unterschiedlichen Farben gesammelt — die Kinder können hier entweder selbst schreiben und zeichnen oder ihr übernehmt das.

Den Ärger rauslassen!


Über all diese Probleme ärgern wir uns oft sehr. Deshalb haben wir jetzt auch mal ordentlich Zeit, unseren Ärger rauszuschreien.

Schreimauer


Die Kinder deiner Gruppe teilen sich in zwei Gruppen. Eine Gruppe teilt sich wiederum in zwei auf und stellt sich in einigem Abstand voneinander auf, und die anderen stellen sich in die Mitte Sie bilden eine "Schreiwand", indem sie möglichst viel Krach (mit der eigenen Stimme, mit Gegenständen, auf die geklopft wird oder die auf den Boden geklopft werden,...) macht, um so die Kommunikation zwischen den beiden anderen Gruppen zu übertönen. Nun versucht eine Seite, der anderen Gruppe ein Wort oder einen Satz hinüberzurufen. Die Schreiwand wird lauter und leiser, sodass die Kinder testen können, ab welcher Lautstärke noch Kommunikation möglich ist. Die Rollen werden nach einiger Zeit gewechselt.

Die Lösung liegt so nah


Wenn der Ärger dann ordentlich draußen ist, können wir gemeinsam überlegen, wie wir die Probleme angehen.

Welche der Probleme können wir selbst lösen — und wie?
Nehmt euch zuerst die Kärtchen mit den Problemen aus dem persönlichen Umfeld und schreibt Lösungsideen auf die Kärtchen. Wer gerne bastelt hat kleine Sterne, Smileys oder Herzchen vorbereitet und klebt auf jede Problemkarte mit Lösungsidee etwas drauf.

Das geht natürlich auch mit den globaleren Problemen.
Was können ich und du dazu beitragen, dass das Problem kleiner wird? Da wirst du vielleicht ein bisschen helfen müssen um die Kinder auf die Spur zu bringen, dass sie selbst bei großen Problemen etwas machen können. Gib ihnen bei Bedarf ein paar Beispiele (Sternsingen gehen, auf Produkte mit Palmöl verzichten...).

Helfen will geübt werden!


Und um zum Abschluss noch ein bisschen das Helfen und eingreifen zu üben, spielen wir gemeinsam eine Runde "Hilfe!":
Ein Kind ist das Fängerkind, das die anderen zu berühren versucht. Wird ein Kind vom Fängerkind berührt, ist es das neue. Die Kinder können dem Gefangen-Werden nicht nur durch Davonlaufen entgehen. Sie können einander auch schützen, indem sie "Hilfe!" rufen und mit einem zweiten Kind zusammengehen. Stehen zwei Kinder beisammen, können diese nicht gefangen werden. Ist das Fängerkind nicht mehr in der Nähe, können sich die beiden wieder voneinander trennen. Das Fängerkind hat ein Attribut (z.B. ein Tuch), das es fallen lassen kann, wenn es nicht mehr weiter fangen möchte. Das Kind, das das Tuch aufhebt, ist der/die nächste Fänger/in. Zu Beginn kann es sein, dass Kinder zunächst eher voreinander davonlaufen, als einander zu Hilfe zu kommen. Es kann einige Zeit brauchen, bis sie von der Möglichkeit Gebrauch machen und es spannend finden, aufeinander zuzulaufen und einander zu helfen.

Und wenn selbst die Freude dem Superwurm nicht mehr helfen können?


Ihr werdet bei der Sammlung der Probleme vielleicht auf welche stoßen, bei denen wir Menschen nur begrenzt helfen können. Um bei den Kindern Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit zu ver-
meiden, sollte man das ruhig offensiv ansprechen:

  • Wenn Mama und Papa streiten, kannst du ihnen vielleicht nicht helfen.
  • Wenn Oma gestorben und Opa deshalb sehr traurig ist, kannst du ihn vielleicht nicht trösten.
  • Wenn deine beste Freundin umzieht, kannst du sie nicht zum Bleiben überreden


Wir Christ/innen glauben daran, dass es einen gibt, zu dem wir all das hintragen können. Den wir um Hilfe bitten können und der wirkt — oft ohne dass wir es gleich erkennen. Es gibt viele unterschiedliche Wege, solche großen Probleme Gott anzuvertrauen — im Gebet, in der Messe... Zum Abschluss der Gruppenstunde wollen wir Gott ein solches Problem anvertrauen und es zum Blühen bringen.

Jedes Kind bekommt eine Saatscheibe. Auf die kann man mit einem Filzstift ein Wort schreiben, ein kleines Bild malen — etwas, das für das Problem steht, dass du Gott geben willst. Anschließend wird die Scheibe auf etwas Erde gelegt und mit einer Fingerdicken Erdschicht bedeckt. Das kann man super im Pfarrgarten machen oder in kleinen Blumentöpfchen. Nachdem ihr die Saatscheiben eingepflanzt habt, könnt ihr die Gruppenstunde mit einem Gebet im Kreis beenden:

Lieber Gott,
Danke, dass du mich so stark gemacht hast!
Danke, dass ich so viel schon alleine schaffe!
Danke, dass ich anderen helfen kann!
Danke, dass ich mit meinen ganz großen
Problemen zu dir kommen kann.
Danke, dass du sie zum Blühen bringst!
Amen.

Autor/in: Dominik Farthofer, Nani Gottschamel

Publikation: Movi 3/2017

Share |

 

Schlagwort: Gesellschaft