• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Unkraut und Weizen

Messmodelle

Hintergrund

Ein immer wieder vorkommender Gegenstand in diesem Gottesdienst ist ein Weizenhalm und eine Schale mit angebautem Weizen. Sie sollen anregen, die Worte des Evangeliums in den verschiedenen Gedankengängen der Messfeier in Erinnerung zu haben.

Material

  • eine Schale mit den angebauten Getreidekörnern
  • für jede Reihe mindestens einen Weizenhalm
  • eine Unkrautpflanze

Aufbau

Bei Gottesdiensten mit Kindern schlagen wir beim Evangelium die Kurzfassung (Mt 13,24-30) vor, die durch Schrägstriche im obigen Text gekennzeichnet ist.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Begrüßung
  • Bußakt
  • Gloria
  • Vortrag des Evangeliums
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Gabenbereitung
  • Friedensgruß

 

Bibelstellen

1. Lesung: Weish 12,13.16-19

Es gibt keinen Gott, Herr, außer dir, der für alles Sorge trägt; daher brauchst du nicht zu beweisen, dass du gerecht geurteilt hast. Deine Stärke ist die Grundlage deiner Gerechtigkeit, und deine Herrschaft über alles lässt dich gegen alles Nachsicht üben. Stärke beweist du, wenn man an deine unbeschränkte Macht nicht glaubt, und bei denen, die sie kennen, strafst du die trotzige Auflehnung. Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde und behandelst uns mit großer Nachsicht; denn die Macht steht dir zur Verfügung, wann immer du willst. Durch solches Handeln hast du dein Volk gelehrt, dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss, und hast deinen Söhnen die Hoffnung geschenkt, dass du den Sündern die Umkehr gewährst.

2. Lesung: Röm 8,26-27

Brüder und Schwestern! Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.

Evangelium: Mt 13,24-43

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune. / Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse: Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war. Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!

Hintergrund Evangelium:

Guten Samen säen


Matthäus erzählt mehrere "Samengleichnisse". In diesem wird der Samen ausdrücklich als gut bezeichnet. Gottes Tun wird damit hervorgehoben. Die gute Saat ist ausgeworfen, alle sind zur Teilhabe an der Gottesherrschaft eingeladen. Jesus beschränkt sich nicht auf einen "heiligen Rest" (wie zum Beispiel die Qumran-Gemeinschaft), sieht aber auch realistisch die Widerstände und die Macht des Bösen. Das Tun Gottes ruft bei einigen Kampf und Widerstand hervor.

Der Feind


Durch die Erwähnung des Kommens des Feindes zeigt Matthäus, dass auch jene, die schon zur Gemeinde berufen sind, versagen können. Das völlig Unbegreifliche des Bösen in der Gemeinde wird auch in anderen Gleichnissen dargestellt. Es liegt also nahe, dass es sich weniger um das Böse in Form des Teufels handelt, sondern dass vielmehr aufgezeigt werden soll, dass das Böse eben auch dort zum Vorschein kommt, wo Menschen guten Willens beisammen sind, und dass genau dieses Böse auf gefährliche Weise das Leben der Gemeinde beeinflussen kann, weil es vorerst vom Guten nicht leicht unterschieden werden kann.

Unkraut im Weizen


Bei dem ausgestreuten Unkrautsamen handelt es sich um den TaumelloIch, der beim Aufwachsen dem Weizen sehr ähnlich sieht. Wer ihn zu früh jätet, läuft deshalb Gefahr, an seiner Stelle Weizen auszureißen. Wer ihn aber erst dann entfernt, wenn er sich durch seine schwarzen Früchte von den Weizenkörnern unterscheiden lässt, muss unter Umständen mit dem Unkraut auch den Weizen vernichten, da sich bis dahin die Wurzeln des LoIchs mit denen des Weizens verflochten haben können. Aus diesem Grund ließ man in Palästina den Lolch teilweise bis zur Ernte stehen. Erst beim Schneiden mit der Sichel ließ man den LoIch mit dem Weizen auf die Erde fallen, um ihn dann erst einzusammeln und zu bündeln. So diente er als nützliches Heizmaterial wie andere Unkrautarten auch, da Palästina arm an Holz ist.

Bedeutung


Da die Zuhörer/innen Jesu genau wussten, wie es sich mit dem Unkraut unter dem Weizen und dem frühzeitigen Jäten des Lolchs verhält, war dieses Gleichnis für sie ohne weitere Erklärung verständlich. Jede/r begriff, dass Jesus damit alle Versuche ablehnte, durch irgendwelche gewaltsamen Aktionen "das Unkraut" unter uns entfernen zu wollen. Jesus lehnte es entschieden ab, das Wachstum des Guten durch die Ausrottung des Bösen zu gefährden. Denn wir Menschen sind nun einmal — so meint Jesus — nicht dazu fähig, schon im Keime einer Sache zu erkennen, ob diese Nutzen oder Schaden bringt, ob diese gut oder böse ist. Zusätzlich können wir in dieser Geschichte erkennen, dass Jesus seinen Kreis eben offenhalten will. Darum hat er auf einen neuen Namen für seine Gruppe, auf einen fixierten Titel seiner Sache und auf einen festen Treffpunkt verzichtet. Er protestiert gegen jede Art von Sondergruppen der "Frommen" gegen jede Art von Elitegruppen unter den Gläubigen, wie sich die Pharisäer oder die Leute von Qumran verstanden.

Senfkorn und Sauerteig


Die zwei Gleichnisse, die wir auch bei anderen Evangelisten finden können, handeln von zunächst nicht besonders großartigen Tätigkeiten eines Mannes und einer Frau, die in der Folge aber bemerkenswerte Wirkungen haben. Bei dem Senfkorn handelt es sich um ein ganz kleines Samenkorn, das in die Erde gesetzt wird. Aus diesem kleinen Korn wird ein großer Baum (Lukas schreibt von einer Senfstaude, die es wahrscheinlich häufiger gab als einen Senfbaum). Aus einem kleinen Anfang wird etwas Großartiges, in dem sogar Vögel nisten können. Dem unscheinbaren Anfang wird ein großartiges Ende gegenübergestellt. In demselben Sinn ist auch das Gleichnis vom Sauerteig zu verstehen. Während aber beim Senfkorngleichnis der Kontrast zwischen Anfang und Ende betont ist, unterstreicht das Gleichnis vom Sauerteig, dass die Idee Jesu, das Reich Gottes, die Welt durchdringen kann und dort befruchtend und anregend wirkt.

Erfüllung der Schrift


Die Besonderheit von Gleichnissen zeigt sich darin, dass sie vom Volk und von den Jüngern leicht verstanden werden können, da die Vergleiche immer aus dem direkten Lebensbereich der Zuhörer/innen stammen. In dieser Textstelle wird nun erwähnt, dass sogar die Jünger hin und wieder ein Gleichnis erklärt bekommen müssen, dass sie in besonderen Fällen nähere Auskunft erbitten. Der Erläuterung geht aber noch ein Erfüllungszitat voraus, das den nicht Verstehenden unter den Zuhörer/innen eine Hilfe sein soll. Man bezieht sich hier wahrscheinlich auf ein Zitat aus Psalm 78, in dem der Sänger "die Geheimnisse der Vorzeit", die "ruhmreichen Taten und die Stärke des Herrn" verkünden will. Da man derartige Erfüllungszitate öfters auf Propheten zurückgeführt hat, wurde in alten Handschriften der Name des Propheten Jesaja eingefügt. Dieser falsche Zusatz hat sich erhalten.

Himmelreichgleichnisse


In der Bibel finden wir einige Gleichnisse, die vom Himmelreich sprechen. Sie alle haben einen gemeinsamen Sinn. Sie wollen das Himmelreich nicht mit etwas Bestimmtem identifizieren — mit dem Senfkorn, dem Kaufmann oder mit den zehn Jungfrauen —, sie wollen vielmehr illustrieren, wie es sich mit dem Himmelreich verhält. Die Formeln, mit denen die Gleichnisse in den Evangelien eingeleitet werden, stellen nämlich eine Abkürzung jener Einleitungsformel dar, die zur Zeit Jesu auch bei den Rabbinern üblich war und ausgeführt lautete: "Ich will dir ein Gleichnis erzählen. Womit lässt sich die Sache vergleichen? Es verhält sich mit ihr wie ..." Eine derartige Illustration war für die Zuhörer/innen Jesu deshalb wichtig, weil sie mit dem Begriff des Himmelreichs bereits bestimmte Vorstellungen verbanden; und diese stimmten nicht unbedingt damit überein, wie Jesus das Himmelreich verstand. Denn bei und mit Jesus hat das Himmelreich schon begonnen, und es liegt an uns Menschen, unser Leben in einer dem Himmelreich dienlichen und förderlichen Weise zu gestalten.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Begrüßung


Vor dem Altar steht (wenn am letzten Sonntag ein Kindergottesdienst gefeiert wurde) die Schale mit den angebauten Getreidekörnern. Ansonsten wäre es gut, eine Schale mit angebauten Getreidekörnern bereits ein paar Wochen zuvor vorzubereiten, sodass es in der Messe eine Schale gibt mit kleinen, frisch wachsenden Getreidepflänzchen.

Priester (nach der liturgischen Begrüßung): Im heutigen Evangelium wird uns vom Wachsen des Weizens erzählt. (eventuell: Könnt ihr euch noch an letzten Sonntag erinnern? Da haben wir auch vom Sämann gehört und wir haben die Körner angepflanzt.) Heute habe ich hier einen Weizenhalm. So schaut Getreide aus, wenn es fertig gewachsen ist und wir es ernten können. Dieser Weizenhalm wird uns den ganzen Gottesdienst hindurch begleiten. Was es genau damit auf sich hat, will ich jetzt aber noch nicht verraten. Nur eines sei noch gesagt: Es wird auch davon erzählt (der Priester hält eine Unkrautpflanze hoch) — wisst ihr, was das ist? Das ist Unkraut, das den Weizen kaputt macht und ihn am Wachsen hindern kann.

Bußakt


Die Schale mit den Getreidepflänzchen steht vor dem Altar. Ein/e jede/r Leser/in hat eine Unkrautpflanze in der Hand, die er/sie, nachdem er/sie ihren Text gelesen hat, auf die Schale mit den frischen Getreidehalmen legt. Das Unkraut bleibt bis zum Gloria auf der Schale.

1. Leser/in: Unkraut — es wächst dort, wo man es nicht haben will; es kann zerstören, es kann schöne Pflanzen am Wachsen hindern, es wird nicht gesät und kann doch zu einer großen Pflanze werden.

2. Leser/in: In der Pflanzenwelt ist es leicht, zu erkennen, was Unkraut ist. Auch in unserem Leben gibt es Unkraut, gibt es Dinge, die zerstören und Schönes am Wachsen hindern. Doch wir können dieses Unkraut nicht so leicht erkennen.

3. Leser/in: Und doch urteilen wir oft sehr schnell über andere Menschen. Dabei erkennen wir meist gar nicht gleich, ob etwas gut oder schlecht für uns Menschen ist. Wir wollen manchmal jedes kleine Unkraut sofort ausreißen und bedenken dabei nicht, dass wir dadurch auch Schaden anrichten können. Da kann es schon passieren, dass wir gegen etwas kämpfen, das gar nicht so schlecht ist.

1. Leser/in: Es tut uns leid, dass uns so etwas passiert.

(Nach den Texten können Kyrie-Rufe gesungen werden.)

Gloria


Wir wollen Gott loben und ihm danken! Immer wieder zeigt er uns mit seinem Wort, wo es Unkraut in unserem Leben gibt, und hilft uns, uns von dem echten Unkraut zu befreien.

Ein Kind steht auf, nimmt die Unkrauthalme von der Schale, und gemeinsam wird das Gloria gesungen.

Vortrag des Evangeliums


Damit sich die Kinder besser auf das Evangelium konzentrieren können, wird das Evangelium in der Kurzfassung mit verteilten Rollen (Erzähler/in, Knechte, Herr) vorgelesen.

Verkündigung


In dem Gleichnis vom Himmelreich heißt es also, dass die Knechte das Unkraut erst dann ausrupfen sollen, wenn die Pflanzen groß gewachsen sind. Denn dann können sie mit Sicherheit erkennen, ob es sich um Unkraut oder Weizen handelt. Außerdem kann es leicht passieren, dass mit dem Unkrautrupfen, wenn es zu früh geschieht, auch die zarten Wurzeln der Weizenhalme ausgerissen werden. Kommt einmal nach vorne zur Schale und schaut, wie klein und zart solche Weizenhalme sind! Der Priester holt alle Kinder zur Schale, gemeinsam schauen sie sich die Weizenhalme an. Eventuell kann der Priester auch einen Halm herausziehen und ihn danach wieder einpflanzen, um zu zeigen, wie leicht sich ein solcher Halm aus der Erde löst, wenn man nicht vorsichtig ist.

Jesus sagt zu den Menschen: Habt Geduld und lasst die Dinge einmal wachsen. Dann werdet ihr sehen, was Unkraut ist und was Weizen ist. Das Unkraut reißt dann aus. Was sagt denn Jesus, sollen wir mit dem Unkraut tun? (Werft es aber nicht sofort weg, sondern verwendet es, benützt es als Heizmaterial, dann ist es auch noch zu etwas nützlich.) Was, meint ihr, könnte man mit dem Unkraut noch tun?

Auch bei uns, in unserem Leben gibt es solche Unkrautpflanzen. Am liebsten möchte man sie ausreißen. Vor allem möchten wir gerne das Unkraut anderer ausreißen. Dabei kann aber auch der Weizen, das Gute und Schöne in unserem Leben zu Schaden kommen. Das wollen wir nun an ein paar Beispielen überlegen. Wie ist das etwa beim Lachen? Wenn ich nicht will, dass jemand verlacht wird, dann kann ich das schon im Keim ersticken, ich verbiete das Lachen. Dass das aber nicht gut ist, ist leicht zu erkennen. Denn es ist sehr schlimm, wenn ein Mensch nicht lachen kann. Erst, wenn ich merke: Moment, dieses Lachen, dieses Fröhlichsein wird zum Verlachen, zum Bösartigsein, dann werde ich versuchen, etwas dagegen zu tun.

Mit den Kindern wird nun gemeinsam überlegt, welche Beispiele man dazu noch durchdenken kann. Z.B. "etwas zerlegen" (Neues entdecken — etwas kaputt machen), "viel reden" (mit anderen reden — schimpfen), "sich wehren" (seine Meinung sagen — andere schlagen) usw.

Und so, wie das Unkraut aus dem Gleichnis noch als Brennstoff verwendet wird, so sind die Fehler, die wir machen, nicht etwas Schlechtes. Wir können aus unseren Fehlern viel lernen, wir können oft noch etwas Gutes daraus machen. Auch von den vielen kleinen Fehlern, die sich leise einschleichen, so wie das Unkraut unter den Weizen.

In einem Gemeindegottesdienst könnten noch ein paar Worte spezifisch an die Erwachsenen gerichtet werden. Darin soll ausgesagt werden, dass gerade Erwachsene den Kindern vieles verbieten, dass sie ihnen oft etwas austreiben wollen. Dabei wird dann oft nicht bedacht, dass sich auch der "Weizen" der Kinder nicht richtig entfalten kann. Als Beispiel können angeführt werden: Das Lebendig-Sein der Kinder, das manchmal stört — auch in der Kirche; oder die Neugierde, die den Kindern meist vorgehalten wird. Wenn man Kindern jedoch ihre Neugierde austreiben will, dann darf man sich nicht wundern, wenn sie sich später für wenig interessieren und begeistern lassen können.

Fürbitten


Jede/r Sprecher/in trägt einen Weizenhalm mit sich, diese Weizenhalme werden in eine Vase vor den Altar neben die Schale mit den angepflanzten Körnern gestellt.

Wir bitten für die Menschen, die in ihrem Leben viel erleiden müssen. Hilf ihnen, das Schöne in ihrem Leben zu sehen, und lass sie deine Nähe spüren, wenn sie traurig sind.

Wir bitten für die Menschen, die viel Verantwortung und Macht haben. Hilf ihnen, das Gute zu erkennen und zu tun und das Schlechte zu verhindern.

Wir bitten für die Menschen, die für unsere Kirche arbeiten. Hilf ihnen, zu erkennen, was für das Leben der Kirche wichtig und gut ist.

Wir bitten für die Menschen unserer Gemeinde. Hilf uns, Geduld miteinander zu haben, sodass das Gute wachsen kann.

Gabenbereitung


Da es bei dieser Messfeier besonders um den Weizen geht, liegt es auf der Hand, dass auch ein paar Worte zum Zusammenhang zwischen den Weizenhalmen und dem Brot gesagt werden. Dabei kann auch ein Weizenhalm zerlegt werden, damit die kleinen Körner sichtbar werden, Mehl hergezeigt werden und (falls das möglich ist) ein bisschen Brotteig. (Falls die Kinder schon älter sind, kann die Verbindung "Gottes Wort geht wie Weizen in uns auf — aus Weizen wird unser Brot gemacht, das wir teilen" thematisiert werden.)

Friedensgruß


In jeder Sitzreihe wird als Hinweis auf das Evangelium ein Weizenhalm durchgegeben (es können die Halme aus der Vase und noch mehr verwendet werden) und dabei einander der Frieden gewünscht. Der Halm, der durch die Hände aller in einer Reihe Sitzenden geht, symbolisiert auch die Gemeinsamkeiten und verbindenden Anliegen der Menschen der Gemeinde.

Publikation: effata

Share |

 

Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 16. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...