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Leben in Fülle

Messmodelle

Hintergrund

Jesus erzählt uns im Evangelium das Gleichnis vom Hirten, auf dessen Stimme die Schafe hören. Das "Hören auf das Wort Gottes" ist der zentrale Schwerpunkt dieses Gottesdienstes. Jesus ist "die Tür". Wenn wir durch "diese Tür" hindurchgehen, werden wir "das Leben in Fülle haben".

Material

  • eine kindergroße Pappkartonschachtel
  • Dekoration: Kristallgläser, glitzernde Steine, Sterne aus Glitzerpapier, Lamettastreifen
  • eine Schreibtischlampe

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte wegen der leichteren Verständlichkeit für Kinder die Lesung aus der Apostelgeschichte gewählt werden.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung
  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Dankgebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 2,14a.36-41

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Mit Gewissheit erkenne ich das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus antwortete ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird. Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation! Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An diesem Tag wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.

2. Lesung: 1 Petr 2,20b-25

Liebe Brüder und Schwestern, wenn ihr recht handelt und trotzdem Leiden erduldet, das ist eine Gnade in den Augen Gottes. Dazu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt. Er hat keine Sünde begangen, und in seinem Mund war kein trügerisches Wort. Er wurde geschmäht, schmähte aber nicht, sondern überließ seine Sache dem gerechten Richter. Er hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien für die Sünden und für die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt. Denn ihr hattet euch verirrt wie Schafe, jetzt aber seid ihr heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen.

Evangelium: Joh 10,1-10

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, Amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er all seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden von ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, Amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Hintergrund Evangelium:

Hirte und Herde


Da es in Palästina viele wilde Tiere gab, gab es auch viele Hirten, die die Schafherden bewachten. Der Vorgang, der im Evangelium geschildert wird, spielt sich am Morgen ab, wenn die Schafe auf die Weide geführt werden. Es gab vor allem zwei Arten von Stallungen:
1. Ein umzäunter Pferch im Freien, in dessen Nähe die Hirten ihr Lager hatten.
2. Der Schafstall gehört zu einem Haus mit festen Mauern.

Die Erwähnung eines eigenen Türhüters und mehrerer Besitzer von Kleinherden dürfte eher für den fest gemauerten Stall sprechen. Früh am Morgen kommt also der Hirte zum Stall und wird vom Türhüter eingelassen. Er ruft seine Tiere, die seine Stimme kennen, manche muss er auch "hinaustreiben". Dann stellt er sich an die Spitze des Zuges, geht seinen Schafen voraus, und sie folgen ihm bis zum Weideplatz. Zwischen den Schafen und dem Hirten besteht ein Vertrauensverhältnis.

Diebe und Räuber


Die Stelle des heutigen Evangeliums schließt an das Evangelium vom vierten Fastensonntag (Joh 9,1-41) an. Jesus hat am Sabbat einen blind Geborenen geheilt, der deswegen von den Pharisäern aus der Synagogengemeinschaft ausgestoßen wird (siehe Erklärung zum vierten Fastensonntag). Man kann also annehmen, dass mit den "Dieben und Räubern", die in der Nacht kommen, diese Pharisäer gemeint sind. Jesus versichert, dass die Schafe einem Fremden nicht folgen, sondern sogar vor ihm fliehen würden. Der blind Geborene kann Jesus nicht sehen, sondern nur seine Stimme hören. Er wird geheilt und glaubt. Der blind Geborene ist der Prototyp eines Menschen, der die Stimme Jesu aus seinem Gott-Kennen hört und ihm gläubig folgt. Doch die Pharisäer begreifen nicht, dass sie gemeint sind.

Ich bin die Tür


Im Gegensatz zu den Dieben und Räubern sagt Jesus von sich selbst: "Ich bin die Tür zu den Schafen." Oft legte sich der Hirte in der Nacht sozusagen als "Tür" in das Stalltor, um die Schafe zu schützen. Im achten Vers ("Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber") werden falsche Ansprüche abgewehrt, im neunten Vers ("Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden") wird die Heilsbedeutung Jesu für die Seinigen veranschaulicht, und im zehnten Vers wird beides verbunden ("Der Dieb kommt nur, um ..., ich bin gekommen, damit ..."). Es gibt nur einen Zugang zu den Schafen, und der ist Jesus. Es gibt nur einen Heilsbringer, einen Weg zum Vater, Jesus, "die Tür". Die Wahl der Tür als Symbol für den Messias geht auch zurück auf den Psalm 118, Vers 20, wo es heißt: "Das ist das Tor zum Herrn, nur Gerechte treten hier ein!"

Das Leben in Fülle


Der Ausdruck "das Leben haben" kommt bereits bei Joh 3,6 vor: "..., damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat." Wer an Jesus glaubt, wird "ein- und ausgehen und Weide finden", im Gegensatz zu den Dieben und Räubern, die auf Tötung und Vernichtung aus sind. Jesus will, dass wir "das Leben in Fülle haben", er will, dass es uns gut geht, dass wir glücklich sind. Jesus, der seine Gemeinde wie ein Hirte sammelt, bringt denen, die ihm im Glauben folgen, das "Leben" in seiner unzerstörbaren Fülle. Das Vorangehen und das Führen der "Seinen" ist die Aufgabe Jesu, der den Glaubenden in seiner Nachfolge das vom Vater geschenkte Leben gibt. So wie der Hirte seiner Herde vorangeht und sie zu guten Weideplätzen führt, so führt Gott sein Volk und ist ihm nahe.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einzug und Einleitung


Den heutigen Sonntag nannte man früher den "Guten Hirten Sonntag". Jesus erzählt uns im heutigen Evangelium ein Gleichnis über einen Hirten und seine Schafe. Welche Aufgaben, glaubt ihr, hatte so ein Hirte damals?

  • Er musste die Herde zusammenhalten.
  • Er musste die Schafe auf die Weide führen.
  • Er musste ihnen die Wasserstellen zeigen.
  • Er musste sie vor wilden Tieren beschützen.
  • Am Abend musste er sie wieder in den Stall zurückführen.


Wenn ein Stall keine eigene Tür hatte, musste sich der Hirte in der Nacht sozusagen "als Tür" in den Eingang des Stalles legen, damit nicht Diebe die Schafe stehlen konnten. Von daher kommt auch der Ausspruch Jesu im heutigen Evangelium, wo Jesus von sich selbst sagt: "Ich bin die Tür."

Kyrie


Jesus, du sagst "Ich bin die Tür", denn durch dich werden wir vor Bösem bewahrt.
Herr, erbarme dich.

Jesus, du sagst "Ich bin die Tür", denn durch dich kommen wir zu Gott, unserem Vater.
Christus, erbarme dich.

Jesus, du sagst "Ich bin die Tür", denn du willst, dass wir auf dein Wort hören, damit es uns gut geht.
Herr, erbarme dich.

Verkündigung


Für die Verkündigung wurde vor der Messe eine kindergroße Pappkartonschachtel aufgestellt, in die eine Tür geschnitten wurde, sodass tatsächlich eine Tür in einen Raum entsteht. In diesen "Raum" kommen schöne Dinge wie Kristallgläser, glitzernde Steine, Sterne aus Glitzerpapier, Lamettastreifen. Der "Raum" sollte mit einer Schreibtischlampe ausgeleuchtet werden, die aber erst zur Predigt aufgedreht und nach der Predigt wieder abgedreht wird.

Der Priester lädt zu Beginn mehrere Kinder einzeln ein, in den Raum hineinzuschauen ohne zu verraten, was sich darin befindet. Dabei ist es gut, die Hilfe von weiteren Erwachsenen/Jugendlichen zu haben, eventuell ist es dann auch möglich, während die Kinder in den Schachtelraum schauen, ein paar Worte an die Erwachsenen zu richten. Haben ein paar Kinder hineingeschaut, setzen sich alle wieder an ihren Platz. Nun fragt der Priester die Kinder, was sie denn gesehen haben. Die Kinder berichten.

Ihr habt hier einen Raum mit vielen wunderschönen Dingen betreten. Dieser Raum hat eine Tür. Könnt ihr euch vorstellen, dass auch Jesus eine solche Tür ist? (Eventuelle Antworten der Kinder werden abgewartet.) Jesus ist so wie eine Tür. Eine Tür zu einem guten Leben. Wenn wir durch die Tür Jesus durchgehen, was erwartet uns dann? Auch schöne Dinge? Oder viel Geld? (Eventuelle Antworten der Kinder werden abgewartet.) Wenn wir durch die Tür Jesus gehen, dann erwartet uns ein gutes Leben. Ein Leben in Fülle, wie Jesus sagt. Ein Leben, in dem alle gut zueinander sein können, und ein Leben, in dem es Gerechtigkeit gibt.
Noch etwas Besonderes kommt im Evangelium heute vor:

Priester zitiert aus dem Lektionar: "... und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen."

Wer in diesem Gleichnis ist mit dem Hirten und wer mit den Schafen gemeint? (Eventuelle Antworten der Kinder werden abgewartet.) Wir sind die Schafe, Jesus ist unser Hirte. Wenn wir auf Jesus, unseren guten Hirten, hören, dann bedeutet es dasselbe, wie wenn wir durch die Tür Jesus gehen. Wisst ihr noch, was es bedeutet hat? (Eventuelle Antworten der Kinder werden abgewartet.) Genau, dann werden wir "das Leben in Fülle haben", dass heißt ganz einfach, dass es uns gut gehen wird. Jesus will, dass es uns gut geht, dass wir glücklich sind. Eine Hilfe zu diesem Glücklichsein kann es sein, wenn wir auf Jesus bzw. das Wort Gottes, das wir in der Bibel nachlesen können, hören. Und aus dem Hören kommt das Tun.

Dankgebet


1. Sprecher/in: Jesus, du bist die Tür, die uns zum Leben führt.
2. Sprecher/in: Du willst, dass es uns gut geht, dass wir glückliche Menschen sind. Wir danken dir dafür.
Alle: Du bist die Tür, durch die wir gehen sollen. Du bist die Tür, die Tür zum Vater.

1. Sprecher/in: Jesus, du bist die Tür, die uns zum Leben führt.
2. Sprecher/in: Du bist unser Hirte, der uns vor Bösem bewahrt. Wir danken dir dafür.
Alle: Du bist die Tür, durch die wir gehen sollen. Du bist die Tür, die Tür zum Vater.

1. Sprecher/in: Jesus, du bist die Tür, die uns zum Leben führt.
2. Sprecher/in: Du willst, dass wir auf dein Wort hören, damit wir das Leben in Fülle haben. Wir danken dir dafür.
Alle: Du bist die Tür, durch die wir gehen sollen. Du bist die Tür, die Tür zum Vater.

Publikation: effata

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Jahreskreis: Ostern

Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 4. Sonntag der Osterzeit

Schlagwörter: Gottesdienst, Ostern

 

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