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Christkönig - Jesus, König der Juden

Messmodelle

Hintergrund

Jesus nennt sich den König der Juden. Er versteht aber unter dem Ausdruck "König" etwas ganz anderes als die Menschen, die ihn zum Tod verurteilten. Wie Jesus das "König-sein" versteht, darüber denken wir während dieses Gottesdienstes nach.

Aufbau

Die gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Spiel vor dem Evangelium
  • Predigt
  • Text nach der Kommunion


Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte wegen des Zusammenhangs mit dem Evangelium jene aus dem Alten Testament gewählt werden.

 

Bibelstellen

1. Lesung: 2 Sam 5,1-3

In jenen Tagen kamen alle Stämme Israels zu David nach Hebron und sagten: Wir sind doch von deinem Fleisch und Bein. Schon früher, als noch Saul unser König war, bist du es gewesen, der Israel in den Kampf und wieder nach Hause geführt hat.
Der Herr hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden.
Alle Ältesten Israels kamen zum König von Hebron; der König David schloß mit ihnen in Hebron einen Vertrag vor dem Herrn, und sie salbten David zum König von Israel.

2. Lesung: Kol 1,12-20

Schwestern und Brüder: Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalt; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang.
Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

Evangelium: Lk 23,35-43

In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist.
Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du König der Juden bist, dann hilf dir selbst!
Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst.
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir. Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

Hintergrund Evangelium:

Führende Männer


Zu Beginn des Evangeliums wird uns geschildert, daß führende Männer des jüdischen Volkes Jesus verspotteten. Wer waren diese führenden Männer? Zu Ihnen gehörten einige Hohepriester, die die Verurteilung Jesu vorangetrieben hatten, Vertreter verschiedener Priesterklassen, Schriftgelehrte und Gesetzeskundige, sowie angesehene Männer aus dem Laienstand.

König der Juden


Auch sie erwarteten einen Messias, jedoch sollte dieser von ganz anderem Charakter sein, als Jesus es war; sie erwarteten einen König, der in sich die verschiedensten Aspekte höchster Würde und Macht vereinigte, in politischer, rechtlicher und religiöser Hinsicht. Nach dem Erlöschen der jüdischen Monarchie verband sich der Königstitel mehr und mehr mit der Erwartung des kommenden königlichen Messias aus dem Hause Davids. Seit Beginn der Römerherrschaft (63 v.Chr.) erhofften sich die Juden immer stärker einen Messias, der ein politischer Befreier ist.

Die Beschreibung eines leidenden Messias finden wir wohl bei einigen Propheten des Alten Testamentes (z.B. bei Jesaja und Sacharja), diese Prophezeiungen wurden aber nicht als verbindlich angesehen.

Kreuzesinschrift


Die Bezeichnung "König der Juden" spielte jedoch im Prozeß Jesu keine messianische Rolle, sie hatte vielmehr profanpolitische Bedeutung. Die Römer hatten nämlich seit dem Tod Herodes des Großen keinem jüdischen Fürsten (diese waren oft "pensionierte" Hohepriester) das Führen des Königstitels erlaubt. Da die Bezeichnung bei der Verurteilung durch die Römer die offizielle Todesschuld war, ließ Pilatus deren Abkürzung in drei Sprachen am Kopf des Kreuzes anbringen.

Sie reichten ihm Essig


Uns wird beschrieben, daß Soldaten Jesus Essig reichten. Dabei handelte es sich um eine Art sauren Weines, der nicht besonders gut genießbar war. Es war üblich, den am Kreuz langsam Sterbenden ein solches Getränk zu reichen, das öfters mit Myrrhe gemischt wurde, weil es berauschende Wirkung hatte. Jesus lehnt dieses Angebot der spottenden Männer ab.

Der bittende Verbrecher


Mit Jesus werden zwei Verbrecher gekreuzigt. Einer von ihnen bittet Jesus, beim Antritt seiner Herrschaft an ihn zu denken. Lukas läßt Jesus antworten, daß der Bittende noch am selben Tag mit ihm im Paradies sein werde. Diese Aussage spiegelt die Naherwartung, die Parusie, des Evangelisten wider. Diese Einstellung hat in der lukanischen Gemeinde wiederholt eine große Bedeutung.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


1. Jesus, du bist gekommen, um allen Menschen zu helfen.
Herr, erbarme dich.
Alle: Herr, erbarme dich.

2. Jesus, du hast Verspottungen und Verachtungen auf dich genommen, um uns zu erlösen.
Christus, erbarme dich.
Alle: Christus, erbarme dich.

3. Jesus, du hast deinen Plan bis zum letzten Ende durchgestanden, obwohl du viel leiden mußtest.
Herr, erbarme dich.
Alle: Herr, erbarme dich.

Spiel vor dem Evangelium


Einige Männer mit Umhängen sitzen zusammen und reden darüber, was sie sich von einem Messias erwarten. In diesem Stück heißen die Männer Eliam, David und Ahab.

Eliam: Ich warte schon lange auf den ersehnten Messias.
Ahab: Wie stellst du dir denn den Messias vor?
Eliam: Er muß ein Mensch sein, dem alle Leute des Volkes Israel gehorchen, dem alle zuhören, wenn er seine befreienden Reden hält, der das Gesetz des Moses Punkt für Punkt einhält. Er muß einfach einer sein, der keinen Fehler hat.
David: Also ich finde, der Messias sollte ein großer Richter sein, der jedes Recht sprechen kann. Der bei jedem Streit eine Lösung weiß und der uns sagt, wie wir leben sollen.
Ahab: Also, ich erwarte mir von einem Messias noch viel mehr. Er soll uns endlich von den Römern befreien, die schon so lange Zeit unser Land besetzen. Er wird so lange Kriege führen, bis kein einziger feindlicher Soldat mehr in unserem Land ist.
Eliam: Ja, er soll stark sein und gewaltig. Er soll uns von allem Unheil befreien.
David: Da gibt es doch einen, der sich Messias nennt. Kennt ihr ihn? Es ist ein gewisser Jesus von Nazareth.
Ahab: Ja, ich habe von ihm gehört, aber dieser Mensch ist ein Hochstapler. Er hat noch kaum ein böses Wort über die heidnischen Römer gesagt. Wer dieses Gesindel nicht ausrotten will, kann nicht unser Erlöser sein.
Eliam: Vor allem hält er sich nicht an das Gesetz. Das Gebot der Sabbatruhe ist ihm nicht heilig und er schlägt sich mit Sündern und Heiden herum.
David: Ich finde, daß es eine Gotteslästerung ist, wenn er sich als Sohn Gottes bezeichnet. Dieser Mann ist eine Gefahr für unser Volk. Wir müssen etwas unternehmen.
Ahab: Du hast recht. Wir müssen diesen Mann zum Schweigen bringen.

Priester: Ja, wie die Geschichte weitergeht, wissen wir ja. Wir hören jedes Jahr zu Ostern ausführlich davon. In jeder Eucharistiefeier denken wir daran, was dann geschehen ist. Auch heute wird uns ein Teil der Ereignisse, die sich damals abspielten geschildert.

Predigt


Jesus wird also als ein König bezeichnet. Dabei hat er gar nicht so gelebt, wie wir es sonst von Königen wissen. Er muß also etwas anderes darunter verstanden haben, wenn er gesagt hat, daß er ein König ist.

Jesus meint, daß ein König einer ist, der für viele Menschen da ist, der Verantwortung für viele Menschen hat. Er hat uns auch gezeugt, wie er meint, daß sich so ein Mensch, der für viele da ist, verhalten soll. Er hat den Leuten geholfen, er hat ihnen oft gedient. Gemeinsam versuchen wir uns an Begebenheiten zu erinnern, wo Jesus anderen Menschen geholfen hat, wo er den Menschen, mit denen er zusammen war, gedient hat. (Zum Beispiel: Fußwaschung, Wundererzählung, etc.)
Das heißt also auch, daß alle Menschen, die viel Verantwortung haben, anderen dienen müssen. Schließlich sind sie ja dafür da, anderen zu helfen.

Was gibt es denn für Menschen, die viel Verantwortung haben? Kennen wir welche, deren Beruf es vielleicht sogar ist, für andere Menschen da zu sein? (Zum Beispiel: Regierende, Lehrer/innen, ...). Diese Menschen müßten also, wenn sie nach dem Beispiel von Jesus leben, anderen Menschen dienen.

Es gibt auch Leute, die sich zum Beruf erwählt haben, ganz nach dem zu leben, was uns Jesus vorgelebt hat. Fallen uns da einige ein? (Zum Beispiel: Priester, Bischöfe, Mönche und Nonnen, ...) Alle Menschen, die irgendeine Aufgabe übernommen haben, bei der sie für andere etwas tun sollen, sind also dazu da, um diesen anderen zu dienen. Dazu gehören auch Pfarrgemeinderät/innen, alle Politiker/innen, ... Sie alle sollten den Menschen dienen. Das ist eine schwere Aufgabe, aber sie ist wichtig. Das heißt aber auch für jeden von uns, das wir dort, wo wir Verantwortung für etwas übernommen haben, nicht die großen und tollen Macher sein sollen, sondern wirklich für die Aufgabe, die wir uns gestellt haben, ganz da zu sein.

Text nach der Kommunion


Christus hat keine Hände nur unsere Hände um heute etwas zu tun
Er hat keine Füße nur unsere Füße um zu jemandem hinzugehen
Er hat keine Lippen nur unsere Lippen um Menschen etwas zu sagen
Er hat keine Hilfe nur unsere Hilfe um auf die Seite eines Hilflosen zu treten.
(nach einem Text aus dem 14. Jhdt.)

Publikation: effata

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Jahreskreis: Christkönig

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Christkönig

Schlagwort: Gottesdienst

 

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