• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Die Auferstehung der Toten

Messmodelle

Hintergrund

In diesem Evangelium geht es also um den Himmel und darum, wie es im Himmel für uns sein wird. Jesus versucht uns das in verschiedenen Gleichnissen nahezubringen. Am ehesten können wir wohl erkennen, wie es im Himmel nicht sein wird, zum Beispiel, daß es im Himmel nicht mehr darum geht, wer wen heiratet, daß es dort so etwas wie Heirat nicht gibt. Nach diesem "Ausscheidungsverfahren" tasten auch wir uns in diesem Gottesdienst an die Frage des Himmels heran.

Material

  • Schuldbekenntnis (kopiert auf Zettel für alle, siehe unten)
  • Instrumentalmusik

Aufbau

Gestaltete Elemente sind:

  • Schuldbekenntnis
  • Predigt
  • Friedensgruß
  • Schlußgebet

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte jene aus dem Neuen Testament gewählt werden, da die Grausamkeiten des Abschnittes aus dem Makkabäer-Buch auf Kinder nur unnötig erschreckend wirken.

 

Bibelstellen

1. Lesung: 2 Makk 7,1-2.7a,9-14

In jenen Tagen geschah es, daß man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm. Der König Antiochus wollte sie zwingen, entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch zu essen, und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen.
Einer von ihnen ergriff für die andern das Wort und sagte: Was willst du uns fragen und von uns wissen? Eher sterben wir, als daß wir die Gesetze unserer Väter übertreten.
Als der erste der Brüder gestorben war, führten sie den zweiten zur Folterung. Als der zweite in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferwecken, weil wir für seine Gesetze gestorben sind.
Nach ihm folterten sie den dritten. Als sie seine Zunge forderten, streckte er sie sofort heraus und hielt mutig die Hände hin. Dabei sagte er gefaßt: Vom Himmel habe ich sie bekommen, und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen.
Sogar der König und seine Leute staunten über den Mut des jungen Mannes, dem die Schmerzen nichts bedeuteten.
Als er tot war, quälten und mißhandelten sie den vierten genauso. Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.

2. Lesung: 2 Thess 2,16 - 3,5

Schwestern und Brüder! Jesus Christus, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns seine Liebe zugewandt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung geschenkt hat, tröste euch und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort.
Im übrigen, Brüder und Schwestern, betet für uns, damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und verherrlicht wird, ebenso wie bei euch. Betet auch darum, daß wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden, denn nicht alle nehmen den Glauben an. Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren. Wir vertrauen im Herrn auf euch, daß ihr jetzt und auch in Zukunft tut, was wir anordnen. Der Herr richte euer Herz darauf, daß ihr Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet.

Evangelium: Lk 20,27-38

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn:
Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterläßt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte, und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau.
Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Nachkommen Gottes geworden sind. Daß aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.

Hintergrund Evangelium:

Auferstehung


Die Sadduzäer waren eine jüdische Religionspartei. Vornehme Priester und Vertreter des Adels gehörten zu ihnen. Theologisch konnte man sie als konservativ einstufen, da sie für den Glauben verbindend nur die fünf Bücher Mose, nicht aber die mündliche Überlieferung anerkannten (im Gegensatz zu den Pharisäern). So lehnten die Sadduzäer alle Lehren ab, die über das wörtlich im Gesetz Enthaltene hinausging zum Beispiel den Glauben an die Auferstehung der Toten. Es ist dies die einzige Stelle im Lukas-Evangelium, in der Sadduzäer als Fragesteller auftreten.

Sadduzäer


Sie beginnen ihr Gespräch mit Jesus mit einer Stelle aus dem Buch Deuteronomium (25,5 und 6): "Wenn zwei Brüder auf demselben Grundbesitz wohnen und einer von ihnen stirbt, ohne einen Sohn zu hinterlassen, dann soll seine Witwe keinen Mann außerhalb der Familie heiraten. Der Bruder des Verstorbenen hat die Pflicht, sie zur Frau zu nehmen. Der erste Sohn, den sie dann zur Welt bringt, gilt als Nachkommen des verstorbenen Bruders, damit dessen Name in Israel erhalten bleibt." Man nennt dies das Gesetz der Schwagerehe oder Leviratsehe. Mit Berufung auf dieses Gesetz wird Jesus der theoretische Fall einer sechsfachen Wiederverheiratung vorgelegt und die Fangfrage darangeknüpft, wessen Ehefrau die siebenfache Witwe wohl am Srhluß bei der Auferstehung sein werde. Diese Frage der Sadduzäer soll Jesus auf die Probe stellen, wie er über die Auferstehung denke.

Schwagerehe


Jesus läßt sich aber auf eine Schriftdiskussion gar nicht ein. Er entgegnet den Sadduzäern, daß es in der Welt nach der Auferstehung keine Ehe und auch keinen Tod mehr gibt. Er will damit feststellen, daß die Verhältnisse menschlichen Lebens nicht übertragbar sind auf die von Gott gestaltete Zukunft nach der Auferstehung. Ehe und Tod sind Kennzeichen dieser Welt.
Jesus weist darauf hin, daß die Existenzweise eines Menschen in Welt und nach der Auferstehung sich wesentlich unterscheiden.
Dann verweist Jesus auf die Geschichte des Moses mit dem brennenden Dornbusch, in der Moses den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks, den Gott Jakobs nennt, obwohl Abraham, Isaak und Jakob schon längst tot waren. Damit wird Moses zum Zeugen für den Glauben, nämlich daß Gott seine Verheißung auch über den Tod hinaus durchhält.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Schuldbekenntnis


Auf jedem Platz liegt ein Zettel, auf dem das Schuldbekenntnis geschrieben steht. So können wir gemeinsam beten:

Lieber Gott,
es gibt vieles in unserer Welt, das wir nicht verstehen können.
Wir Menschen wollen aber gerne immer alles erklären können.
Wenn uns das nicht gelingt, passiert es leicht, daß wir sagen:
"Das gibt es nicht."
Stärke in uns den Mut, auch an solche Worte von Jesus zu glauben,
die wir nicht gleich verstehen können.

Nach diesem Schuldbekenntnis singen wir ein Kyrielied.

Predigt


Im heutigen Evangelium geht es um die Frage, wie es im Himmel sein wird. Jesus gibt eigentlich keine ausführliche Antwort. Er sagt den Fragenden bloß, daß ihre Probleme solche sind, die sich im Himmel nicht mehr stellen. Wir Menschen reden oft über den Himmel. Er ist sogar Thema vieler Witze, die wir machen. Um an dieses Thema "Himmel" heranzukommen, überlegen auch wir uns, ob wir Witze über den Himmel kennen, ob wir Witze kennen, in denen der Himmel vorkommt.

Als Einstieg könnte der Priester oder ein/e Gruppenleiter/in einen Witz erzählen.
Zum Beispiel:
Hans Krankl trifft einen Priester, der sagt, daß er ganz besonders guten Kontakt zum Himmel hat. Krankl ist sehr erfreut darüber und bittet den Priester auszukundschaften, wie es ihm denn im Himmel ergehen wird. Nach einer Woche treffen die beiden einander wieder. Der Priester sagt zu Krankl: "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Zuerst die gute: Du wirst jedes Fußballmatch im Himmel gewinnen. Und nun die schlechte Nachricht: Dein erstes Spiel ist nächste Woche."

oder:

Petrus und der liebe Gott spielen Golf. Der Ball, den der liebe Gott angeschlagen hat, bleibt kurz vor dem Loch liegen. Da kriecht aus dem Loch eine Schlange und verschluckt den Ball. Das sieht eine Katze, packt die Schlange und frißt sie. In diesem Augenblick stürzt ein Adler vom Himmel herab, greift die Katze und steigt wieder in die Höhe. Es braut sich ein Gewitter zusammen, aus den Wolken zuckt ein Blitz und trifft den Adler, und so fällt schließlich der Adler sammt Katze, Schlange und Ball genau in das Golfloch. Da sagt Petrus zum lieben Gott: "Spielen wir nun Golf oder willst du blödeln?"

Jedes Kind, das einen Witz weiß, in dem der Himmel vorkommt, kann diesen nun erzählen.

Warum lachen wir eigentlich über Witze? Das ist deshalb der Fall, weil wir wissen, daß das, was in dem Witz erzählt wird, eben nicht wahr ist. Wir meinen es nicht ernst, sondern wir finden es lustig, eben weil es nicht ernst gemeint ist. Das heißt, wenn wir über diese Witze lachen, dann wissen wir zumindest schon, wie es im Himmel nicht ist. Im Himmel gibt es keine Fußballspiele, und der liebe Gott und Petrus werden auch wohl kaum Golf miteinander spielen.
Wenn wir das recht überlegen, heißt das, daß all das, was wir hier auf der Erde so gerne tun, im Himmel gar nicht mehr interessant ist für uns. So wie Jesus sagt, daß im Himmel niemand mehr heiraten wird.

Eines ist also klar: So wie auf der Erde ist es im Himmel nicht. Dort ist es so, wie wir es hier nicht erleben können. Deshalb ist es auch so schwer zu sagen, wie es im Himmel ist, weil wir das alles noch nicht erlebt haben.
Das kann aber auch heißen, daß viele Fragen, die wir hier nicht beantworten können, nach der Auferstehung nach unserem Tod ganz klar sind, daß die gar kein Problem mehr für uns sind. Es gibt ein Lied, in dem es heißt: "Ich werd' singen, ich werd' lachen, ich werd' fröhlich sein. Ich werd'alles versteh'n, ich werde glücklich sein". Vielleicht wird es so sein, wie es in diesem Lied heißt.

Man könnte nun den Kindern an dieser Stelle eine angenehme Instrumentalmusik vorspielen (kurz!). Dabei sollen sie sich vorstellen, wie es ihnen im Himmel gehen könnte. Das können sie dann erzählen, wenn sie wollen. Oder zu Hause zeichnen. Himmel ist, wenn Du glücklich bist - das sollte man den Kindern mitgeben.

Friedensgruß


Wenn wir daran denken, worüber wir nach dem Evangelium geredet haben, dann wissen wir, daß es im Himmel keinen Krieg mehr gibt. Jesus sagt uns oft, daß das Himmelreich schon hier auf der Erde beginnen soll. Darum müssen wir uns schon hier uns heute bemühen, in Frieden miteinander zu leben. Das wünschen wir einander, wenn wir uns nun die Hände geben.

An dieser Stelle wäre es sehr passend, wenn wir - die Hände haltend - miteinander ein Friedenslied singen könnten.

Schlußgebet


Guter Gott,
wir haben nun miteinander Mahl gefeiert
und wissen: Jesus, dein Sohn, lebt in uns.
Wir danken dir, daß du ihn uns geschenkt hast.
Steh uns bei, wenn wir uns darum bemühen,
daß das Himmelreich schon hier auf der Erde beginnen kann.
Das bitten wir dich durch Jesus Christus,
der mit dir lebt in alle Ewigkeit.
Amen.

Publikation: effata

Share |

 

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 32. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...