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Die undankbaren Frommen und ein dankbarer Fremder

Messmodelle

Hintergrund

Vielmehr geht es darum, die Gründe und Voraussetzungen für das Dankenkönnen zu entdecken. Danken setzt eine Haltung der Offenheit und des Vertrauens voraus. Zum anderen geht es darum, nicht nur zu sagen, wie wenig wir dankbar sind, sondern wahrzunehmen, daß jeder Gottesdienst Danksagung ist. Es gilt, sich dieses Danksagen bewußt zu machen.

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte wegen des Zusammenhangs mit dem Evangelium jene aus dem Alten Testament gewählt werden.

Die dazu gestalteten Elemente sind

  • Gebete
  • Gedicht
  • Verkündigung
  • Geschichte
  • Danksagung
  • Lied

 

Bibelstellen

1. Lesung: 2 Kön 5,14-17

In jenen Tagen ging Naaman, der Syrer, zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann Elischa befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes, und er war rein von seinem Aussatz.
Nun kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zum Gottesmann zurück, trat vor ihn hin und sagte: Jetzt weiß ich, daß es nirgends auf der Erde einen Gott gibt außer in Israel. So nimm jetzt von deinem Knecht ein Dankgeschenk an! Elischa antwortete: So wahr der Herr lebt, in dessen Dienst ich stehe: Ich nehme nichts an. Auch als Naaman ihn dringend bat, es zu nehmen, lehnte er ab. Darauf sagte Naaman: Wenn es also nicht sein kann, dann gebe man deinem Knecht so viel Erde, wie zwei Maultiere tragen können; denn dein Knecht wird keinem andern Gott mehr Brand- und Schlachtopfer darbringen als Jahwe allein.

2. Lesung: 2 Tim 2,3-13

Denk daran, daß Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium, für das ich
zu leiden habe und sogar wie ein Verbrecher gefesselt bin; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt.
Das alles erdulde ich um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil in Christus Jesus und die ewige Herrlichkeit erlangen.
Das Wort ist glaubwürdig: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben; wenn wir standhaft bleiben, werden wir auch mit ihm herrschen; wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

Evangelium: Lk 17,11-19

Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samanen und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!
Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen wurden sie rein.
Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, daß er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm.
Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.

Hintergrund Evangelium:

Der dankbare Samariter


Die Pointe der Erzählung ist der Kontrast im Verhalten der Geheilten, nicht das Heilungswunder selbst. Der Evangelist erinnert daran, daß Jesus immer noch auf dem Weg nach Jerusalem ist. Er zieht mitten durch Samaria und Galiläa, wobei Lukas von der geographischen Lage dieser Region keine eigene Vorstellung hat. Vor einem Dorf trifft er auf zehn Aussätzige, die nach dem Gesetz (Lev 13,45f) in Distanz bleiben und den "Meister" (epistata) um Erbarmen bitten. Ohne eigenen Heilungsbefehl befiehlt er ihnen, sich den Preistern zu zeigen, wie es das Gesetz nach einer Lepraheilung fordert (Lev 14,2-32). Da sie aber noch gar nicht geheilt sind, will Jesus ihren Glauben prüfen (vgl. 2 Kön 5,10). Erst auf dem Weg werden sie gehilt. Nur einer der Zehn kehrt zurück, preist Gott (vgl. 5,25f; 7,17; 13,13; 18,43) und dankt Jesus. Und dieser eine ist ausgerechnet ein von den Juden als ungläubig betrachteter Samariter, ein "Fremder". Der NichtJude ist Gott und Jesus dankbar, die Juden hingegen nehmen ihre Heilung als Selbstverständlichkeit und danken Jesus nicht. Jesus sendet den neuen Jünqer als gläubigen Menschen zum Zeugnis aus, denn sein Glaube hat ihm Rettung gebracht (vlg. 2 Kön 7,50; 8,48; 18,42; Mt 9,22; Mk 5,34; 10,52)

Aussatz


Eine der gefürchtetsten Krankheiten in der Antike war der Aussatz. Er wird in der Bibel sehr häufig und immer mit deutlichem Entsetzen erwähnt. Bestimmt war er sehr verbreitet. Der biblische "Aussatz" ist nicht einfach mit der heutigen Lepra gleichzusetzen, sondern als Sammelbegriff für schwer zu bestimmende Hautkrankheiten zu verstehen. Denn die Bibel unterscheidet verschiedene Arten und kennt auch den heilbaren Aussatz, während der echte unheilbar war. Erwähnt wird der Aussatz als Nachwirkung von Brandwunden und der "Kopfaussatz", bei dem es sich vermutlich um krankhaften Haarausfall handelte; sogar die "unschuldige" Glatze hielt man für verdächtig, sobald auf dem nackten Schädel rote Flecken oder Auswüchse erschienen. Aber es gab auch den echten Aussatz im Sinne der heutigen Lepra. Die Lepra zerfrißt allmählich das Gewebe der Glieder und des Gesichtes. Wenn man die Evangelien liest, kann man sich gut vorstellen, wie zahlreich auf den Straßen Palästinas, vor allem in der Umgebung der Städte, die menschlichen "Ruinen" waren, die dem Vorübergehenden entsetzliche Hände ohne Finger oder Armstümpfe entgegenstreckten, um Mitleid zu erregen, und ihn doch nur abschreckten mit ihrem verunstalteten Aussehen. Manchmal scharten sich die Unglücklichen sogar zu Gruppen zusammen.

Absonderung und Vorschriften


Nur Gott konnte nach allgemeiner Ansicht die unglücklichen Kranken heilen, wenn es ihm gefiel. Man begegnete der Seuche genauso wie später im Mittelalter: man sonderte die Aussätzigen ab, trennte sie von den Gesunden. Das Gesetz gab im 13. und 14. Kapitel des dritten Mosesbuches (Leviticus) genaue Vorschriften zur Zeit Jesu, die immer noch befolgt wurden, wie uns das Evangelium zeigt. Die Aussätzigen mußten den Kopf unbedeckt lassen und eine besondere Kleidung tragen, fern von den menschlichen Siedlungen wohnen, und sobald sich ihnen ein Gesunder näherte, laut "Tarne! Tarne!" - Unrein! Unrein! - rufen. Jesu Güte gegen diese bejammernswerten Wesen, seine Art, ihnen entgegenzutreten und sie oftmals zu heilen, steht in deutlichem Gegensatz zu der Strenge des Gesetzes. Zweifellos trug gerade die Heilung von Aussätzigen sehr zu seinem Ansehen bei. Der Aussatz war eine Unreinheit, die man für eine von Gott verhängte Plage hielt, er war der schlagendste Beweis für die Sündhaftigkeit des Menschen.

Vorschriften nach der Heilung


War der Kranke - durch Gottes Fügung - geheilt, mußte man sich nach der Heilung durch besondere Riten "reinigen". Man mußte sich den Priestern - die so etwas wie die Gesundheitsbehörde waren - zeigen. Der vom Aussatz Geheilte mußte drei Opfer bringen, von denen das dritte ein Brandopfer war (Vögel von den Armen, Lämmer von den Reichen). Das Zeremoniell war sorgsam festgesetzt. Ein Priester fing mit der Hand das Blut des geopferten Tieres auf, ging zu dem Geheilten in den "Aussätzigenraum", der in einer Ecke des Frauenhofes im westlichen Vorhof des Tempels lag, hieß ihn den Kopf aus dem Raum zum Hof herausstrecken und bestrich ihn am Ohr, am Daumen und am Fuß mit dem Blut. Erst wenn diese Zeremonie vorüber war, wurde der Kranke offiziell als geheilt anerkannt und nahm seinen Platz in der Gesellschaft wieder ein.

Wurzeln der Feinschaft zwischen Samariter und Juden


Die Samariter wurden von den Juden für schlimmer gehalten als die heidnischen Ausländer. Warum? Die Entfremdung ist sehr alt. Als im Jahre 932 v.Chr. das Reich Salomos beim Tod des großen Königs in zwei Teile, in Samaria und Juda, auseinanderfiel, standen Sichem und Jerusalem häufig gegeneinander: Unreinheit gegen Reinheit. So waren die Altäre von Jerobeam durch die goldenen Kälber beschmutzt worden, die man dem Hügel von Zion gegenüber errichtete, und Elias, der aus dem Süden kam, hatte sich gegen Jesreel, die alte götzendienerische Königin des Nordens, erhoben. Samaria, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, war gegen 880 von König Omri erbaut worden, übrigens sehr sinnreich, und galt stets als Rivalin der Heiligen Stadt. Als die Assyrer sie zerstörten, vergoß man deswegen keine Träne. Nach dem babylonischen Exil trat an die Stelle der Eifersucht ein glühender Haß. Die verschiedenen Völkerschaften, die sich in diesem Gebiet niedergelassen hatten, ihrem Ursprung nach Heiden, vermischten sich mit den Israeliten, die im Lande verblieben waren. So entstand das Mischvolk der Samariter, das die Glaubensformen der Israeliten beibehielt, aber vereinfachte. Vor allem ließen sie von der Heiligen Schrift nur die fünf Bücher Moses gelten. Da sie sich nicht zum Gebet nach Jerusalem begeben konnten, wurde es ihnen zur Gewohnheit, den Gottesdienst auf den Bergen ihres Landes abzuhalten. Als die Vertriebenen zurückkehrten, wollten sich die Samariter beim Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem anschließen, wurden aber abgewiesen. Man begann sich in Jerusalem zu erzählen, daß die Samariter aus der religiösen Gemeinschaft ausgeschlossen seien. Die Beziehungen zwischen den beiden Gruppen waren gespannt und endeten schließlich mit einem Bruch. Zur Regierungszeit Alexanders des Großen erhielt Manasse, der Bruder des Hohenpriesters und Schwager des Statthalters von Samaria, vom Herrn der Welt die Erlaubnis, auf dem Berg Garizim einen Tempel zu bauen, der mit dem Tempel in Jerusalem rivalisierte. Und der Hohepriester machte sich ans Werk, zog einen Opferpriester und Leviten herbei und ließ sie heidnische Frauen heiraten.

Blanker Haß zwischen den Gruppen


Zur Zeit Christi war der Haß zwischen den beiden Gruppen zu äußerster Heftigkeit gelangt. Es kam sogar zu Ausschreitungen, als die Samariter, vielleicht gerade im Jahr der Geburt Christi, kurz vor Ostern Menschenknochen in das Heiligtum des Tempels warfen, damit der verehrte Ort kultisch unrein und somit unbrauchbar wurde. Zwanzig Jahre nach dem Tod Jesu, im Jahre 52 überfielen Samariter jüdische Pilger und beschworen einen mörderischen Vergeltungsakt herauf, so daß der Legat in Syrien eingreifen mußte und eine große Zahl Juden ans Kreuz schlagen ließ. Gewöhnlich begnügte man sich mit verletzenden, ironischen Bemerkungen und Beleidigungen. Man nannte die Samariter einen Haufen, eine Bande; indes verweigerte man ihnen das Recht, ein Volk genannt zu werden. Ein weit verbreitetes Sprichwort versicherte: "Ein Stück Brot, von einem Samariter gereicht, ist unreiner als Schweinefleisch." Damit ist alles gesagt! Wenn Jesus den Juden ihre verhärteten Herzen, ihren Undank vorwerfen wollte, führte er die Samariter als Beispiel an. Sie verstanden dankbar zu sein, wenn man sie heilte.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Tagesgebet


(zur Auswahl aus dem Meßbuch S. 309, Nr. 13)
Gott. Wir danken dir,
daß du uns hier zusammengeführt hast.
Laß uns erkennen, was wir sind.
Laß uns glauben, was wir beten.
Laß uns tun, was du uns sagst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

oder:

(zur Auswahl aus dem Meßbuch S.3l9, Nr.39)
Unser Herr Jesus Christus hat gesagt:
"Nicht Gesunde brauchen den Arzt, sondern Kranke.
Nicht Gerechte zu rufen bin ich gekommen, sondern die Sünder."
Darum beten wir: Barmherziger Gott.
Zu Unrecht halten wir uns oft für gut und glauben, gerecht dir zu sein.
Wecke uns aus unserer Selbstgerechtigkeit und heile uns durch Jesus Christus,
den Arzt der Kranken, den Heiland der Sünder, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Dieses Gebet eignet sich auch für den Bußakt am Beginn des Gottesdienstes.

Gedicht


Das schwerste Wort
heißt nicht
Popocatepetl
wie der Berg
in Mexico
und nicht
Chichicastenango
wie der Ort
in Guatemala
und nicht
Quagadougou
wie die Stadt
in Afrika
das schwerste Wort
heißt für viele
...
(Josef Reding, Ach- und Krachtexte, Engelbertverlag)

Vor dem Evangelium


Findet ihr das schwerste Wort?

Evangelium
Das Gedicht meint ein anderes Wort.
Paßt nun genau auf.
Das heutige Evangelium verrät euch das schwerste Wort.

Predigt


Das schwerste Wort heißt also: Danke.
Aber waren die zehn wirklich dankbar?

Die zehn Menschen hatten eine schlimme Krankheit. Den Aussatz. Das war eine Hautkrankheit mit roten Flecken und einer rissigen, sich schälenden Haut. Die Leute befürchteten, sich durch Berührung anzustecken. Deshalb wurden Aussätzige abgesondert, durften sich nicht unter Leuten aufhalten, an keinen Gottesdiensten oder Mahlzeiten teilnehmen, mußten zerrissene Kleider tragen. Wenn sich ihnen Menschen nöherten, mußten sie "Tarne! Tarne" - "Unrein! Unrein!" schreien.
Von einer solchen Krankheit wußten sie: Nur Gott kann sie heilen. Darum schickte Jesus sie zum Tempel. Erst wenn die Priester die Reinheit bestätigten, galten sie wieder als geheilt. Dort mußten sie dann im Tempel ein Dankopfer darbringen. Neun der Geheilten glaubten also, ihren Dank schon bei Gott abgestattet zu haben. Nur einer konnte das nicht tun. Er war ein Samariter. Die Leute aus dem Land Samarien glaubten aber nicht daran, nur im Tempel zu Jerusalem Gott zu finden. Die Juden ließen sie auch gar nicht dorthin. Für sie waren die Samariter Ungläubige. So dachte er nach, wo er Gott finden könnte, um ihm zu danken. Und er erkannte: "Wenn Jesus mich geheilt hat, dann ist mir in ihm Gott begegnet". Und so ging er zu Jesus, um Gott für die Heilung zu danken.

Der Evangelist möchte uns mit dieser Begebenheit also etwas sagen: Danken setzt Denken voraus. Nachdenken, von wem ich etwas habe. Die Juden waren Gott gegenüber nicht undankbar. Aber sie wollten nicht wahrhaben, daß Gott durch Jesus wirkte. Uns fällt umgekehrt oft nicht ein, daß das, was uns andere Menschen tun oder schenken, letztlich immer auch ein Geschenk von Gott ist. Darum dürfen wir neben dem Dankeschön, das wir Menschen sagen, auch nicht das Danke vor Gott vergessen.

Noch etwas will uns das Evangelium zeigen. Danken ist der Ausdruck für den richtigen Glauben. Wenn ich danke, zeige ich, wem ich vertraue. Ich bringe zum Ausdruck, daß ich weiß, ich verdanke im Leben nichts nur mir allein.

Verhalten des gütigen Vaters


Ich lebe, weil es andere, weil es die Welt gibt, die ich nicht mir selbst gemacht habe. Ich sage mit dem Dank auch aus, von wem mein Leben abhängt. Vielleicht fällt es deshalb den Menschen so schwer zu danken, weil so viele glauben, ich kann alles, ich mache mir alles selbst, ich brauche niemanden, ich will nicht abhängig sein, ich genüge mir selbst.

Jeder Gottesdienst ist eine Danksagung, eine Feier des Dankens. Wir zeigen, was wir glauben, wenn wir danken. Das wichtigste Gebet in der Messe, das Hochgebet, ist deshalb ein großes Dankgebet. Es erinnert an die vielen Taten Gottes für uns, besonders seine Liebe, die er durch das Leben Jesu Christi gezeigt hat. Darum sagen wir Ja zu allem, was der Priester in diesem Hochgebet sagt, angefangen von der Präfation mit dem Heilig bis zu Schluß, wenn er Kelch und Brot erhebt.

Wir sagen Amen, und es ist das wichtigste Amen des ganzen Gottesdienstes, weil es Ja, Danke, bedeutet. Leider geht es zu sehr unter, weil es so kurz ist. Heute wollen wir deshalb ganz besonders dabei aufpassen (und es auch ausführlich sagen, in dem wir es öfter singen).

Danksagung vorbereiten


Wir möchten jetzt sammeln, wofür wir Gott danken wollen. (Die Kinder schreiben auf Zetteln auf, was ihnen einfällt. Die Zettel werden gesammelt und bei der Gabenbereitung zum Altar gebracht. Die Danksagungen der Kinder könnten dann in die Präfation vom Priester eingefügt werden, so wie es beim dritten Hochgebet für Kindergottesdienste vorgesehen und beispielhaft für verschiedene Anlässe auch ausgeführt ist. Siehe Gottesdienstmodeüe zum 25. und zum 22. Sonntag im Jahreskreis.)

Geschichte


Vor diesem Sammeln könnte auch noch folgende Geschichte vorgelesen werden:
Hans ist acht Jahre alt. Hans braucht Geld. 10 Euro. Er möchte sich etwas dafür kaufen. Verdienen kann er noch nicht. Darum bitten möchte er auch nicht. Da fällt ihm etwas ein - er schreibt seiner Mutter eine Rechnung:
Für das Anziehen der kleine Schwester 2 Euro
Für das Aufpassen 3 Euro
Für's Einkaufengehen 5 Euro
Macht zusammen 10 Euro
Vor dem Mittagessen legt er diese Rechnung heimlich unter den Teller der Mutter. Mutter findet den Zettel. Sie liest ihn. Sie schaut Hans an. Sie sagt kein Wort. Sie legt den Zettel in eine Küchenlade.
Hans weiß gar nicht, was er davon halten soll. Er ist ganz aufgeregt. Am Abend liegen unter seinem Teller zwei kleine Briefe. In dem ersten Brief sind 10 Euro. In dem anderen Brief liegt ein Zettel: Rechnung von Mutter:
Für's Kochen 0 Euro
Für's Waschen, Bügeln und Flicken 0 Euro
Für die Pflege bei Krankheit 0 Euro
Für's Liebhaben 0 Euro
Macht zusammen 0 Euro
Als Hans das liest, wird er sehr nachdenklich. Leise steht er auf und geht in die Küche. Leise legt er das Geld in die Küchenlade. Dann geht er schnell wieder hinaus. (Aus: Vorlesebuch Religion, Benzinger)

Wenn zum Sammeln keine Möglichkeit besteht, könnte auch folgendes Dankgebet von mehreren Sprechern vorgesprochen werden.

Dankgebet


Wir wollen dir danken für das Brot auf dem Tisch jeden Tag
für Speise und Trank, für die Kleidung für den Leib und für unsere Gesundheit
Wir wollen dir danken für das Licht unserer Augen,
für die Luft, die wir atmen, für die Stimme, mit der wir sprechen, für die Sonne und für alles Schöne um uns.
Wir wollen dir danken für alle selbstverständlichen Dinge,
die uns immer wieder gegeben werden von dir unserem Schöpfer und Vater.
Wir danken dir
für unsere Eltern, für ihre Liebe und Sorge,
für unsere Kameraden,
für alle, die wir sehr gerne haben.
Besonders aber danken wir dir, daß du uns die Fülle deines Segens geschenkt hast in deinem Sohn unsern Herr Jesus Christus.

Lied zur Doxologie


(Am Schluß des Hochgebetes, nach dem "Durch ihn, mit ihm und Lied zur in ihm ..." kann das "Amen" einmal ausführlich gesungen werden. Siehe unten)

Lieder für den Gottesdienst


Vergiß nicht zu danken
Sing mit mir ein Halleluja (Gotteslob 868)
Amen

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 28. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

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