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OHSCHDERN — OH STERN — OSTERN!

Gruppenstunde Bausteine | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Die folgende Gruppenstunde besteht aus Bausteinen, die sich rund um Ostern drehen.
Allerdings steht hier nicht das traditionelle Osterfest im Vordergrund, sondern hier sollen die Kinder die Möglichkeit haben, kreativ zu sein und sich neue Ideen, Erklärungen und Bräuche rund um Ostern zu überlegen.

Du kannst die Bausteine als gesamte Gruppenstunde verwenden oder aber auch nur einzelne Ideen herausnehmen.

Material

  • weicher Ball oder Tuch
  • Zettel, Stifte
  • Eier (echte sowie aus Plastik o.Ä), Papier, Klebeband,...
  • Softbälle oder zerknüllte Zeitungen

Aufbau

Zu Beginn geht ihr dem Ursprung des Osterhasen und des Ostereis ein wenig auf die Spur und könnt versuchen, Erklärungen dafür zu finden. Danach habt ihr die Möglichkeit, euch ein neues Brauchtum rund um Ostern zu überlegen und dieses auch auszuprobieren. Dann folgen ein paar Experimente rund um das Osterei und zum Schluss könnt ihr beim Spiel "Taubeneier" eure Geschicklichkeit ausprobieren.

 

Osterei-Oder-Aber-Osterkarotte


Wieso kommt zu Ostern eigentlich der Osterhase und nicht die Osterkatze? Und warum bringt dieser Eier und keine Karotten? Bei "Osterei-oder-aber-Osterkarotte" geht ihr gemeinsam der Entstehung von Osterhase und Osterei auf den Grund, indem ihr euch Erklärungen überlegt.

Ihr setzt euch in einen Kreis. Du hast einen weichen Gegenstand in der Hand (Ball, Tuch) und beginnst, eine ausgedachte Geschichte zu erzählen, wie es zum Osterhasen kam bzw. was er mit dem Osterei zu tun hat, z.B.: "Vor vielen Jahrhunderten hatte sich ein Hase in eine Henne verliebt und als diese am nächsten Tag ein Ei gelegt hatte, schlüpfte ein Hase heraus, der bunte Eier legen konnte."
Wenn du die Geschichte fertig erzählt hast, sagst du "oder aber ..." und wirfst den Gegenstand einem anderen Kind zu. Dieses schildert nun eine andere Erklärungsmöglichkeit, z.B. "Eine alte Bäuerin hatte ihren Hühnern im kalten Winter wärmende Kopfbedeckungen gestrickt, die wie zwei lange Ohren aussahen und mit denen sie die andere Dorfbevölkerungen für Hasen hielten." Dann sagt das Kind wieder "oder aber ..." und wirft den Gegenstand wiederum weiter. Hat ein Kind keine Lust zu erzählen, wirft es den Gegenstand einfach gleich zu einem anderen Kind weiter.

Zum Schluss kannst du deinen Kindern die Information über die Entstehung des Osterhasen und des Ostereis erzählen:


Osterhase — woher kommst du?
In der Antike galt der Hase als Fruchtbarkeitssymbol und war das heilige Tier der Aphrodite, der Göttin der Liebe. Auch die Römer/innen und Griech/innen glaubten, dass der Hase bei Unfruchtbarkeit helfen konnte, weil er mehrmals im Jahr Junge bekommt. Im Gegensatz dazu verbot Papst Zacharias Mitte des 8. Jahrhunderts den Verzehr von Hasenfleisch, da das Tier so oft Junge bekommt.
In der christlichen Tradition wurde der Hase im 4. Jahrhundert als Symbol für Wandel und Auferstehung bezeichnet, weil er im Laufe des Jahres die Farbe seines Fells wechselt. Allmählich entwickelte sich dann die Legende vom Osterhasen, wie wir sie heute kennen.
Den Gipfel dieser Entwicklung stellt wahrscheinlich die im Jahre 1907 zum Patent angemeldete Erfindung des "lebendigen, eierlegenden Hasen" dar:
"Zu diesem Zwecke braucht man nur einem lebendigen Haushuhn, das sich gerade zum Eierlegen anschickt, einen Stoffüberzug, der die Form und Gestalt eines Osterhasen hat, überzustülpen. Die Kinder werden sich hiervon täuschen lassen und annehmen, der Osterhase selbst habe die Eier gelegt. Da solchermaßen aber nur weiße Eier gelegt werden können, empfiehlt es sich, am Hintern der Henne ein farbiges Stempelkissen anzubringen (!)." (zitiert nach: Alfred Läpple, Kleines Lexikon des christlichen Brauchtums, Augsburg 1996)

Neue, alternative Osterbräuche erfinden


Zu Ostern gibt es zahlreiche Bräuche, die von vielen Menschen gepflegt werden, z.B. das "Eierpecken", die Eier am Ostermorgen im Garten verstecken oder das Zuhause mit einem geschmückten Osterstrauch zu dekorieren.
Nun habt ihr die Möglichkeit, zusätzlich zu diesen bereits älteren Bräuchen neue zu erfinden und sie vielleicht auch auszuprobieren.

Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist, dass ihr euch in einen Kreis setzt, jede/r einen Zettel nimmt, und auf diesen untereinander die Worte Wer?, Wie?, Was?, Warum?, Wo? schreibt. Danach schreibt er/sie eine Person neben die Frage "Wer?" und knickt den Abschnitt nach hinten, sodass keine/r das Wort lesen kann, und gibt ihn seiner/m linken Sitznachbar/in weiter. Diese/r schreibt, ohne das erste Wort zu kennen, neben die Frage "Wie?" ein Zeitwort, knickt es wieder nach hinten und gibt den Zettel wieder weiter.
Zum Schluss faltet ihr die Zettel auf und jede/r liest seinen/ihren Brauch vor. Bestimmt habt ihr ein paar lustige Ideen gefunden! Natürlich könnt ihr sie auch noch verändern oder kombinieren und manche vielleicht dann auch gleich ausprobieren

Eine weitere Möglichkeit ist, dass ihr euch in zwei Gruppen getrennt Osterbräuche überlegt. Danach können sich die Gruppen gegenseitig ihre Bräuche pantomimisch vorzeigen und die andere Gruppe versucht zu erraten, wie der Brauch genau aussieht bzw. wie sein Name sein könnte.

Eierairbag


Da der Osterhase auf seinem Weg auch hin und wieder stolpert und ihm oft seine Eier aus seinem Rucksack fallen, wäre ihm ein "Eierairbag" eine große Hilfe.

Dazu stellst du Material zur Verfügung (Eier, Papier, Klebeband, ...)
mit dem ihr ausprobieren könnt, wie man die Eier am besten vor dem Zerbrechen schützen kann. Vielleicht kreiert ihr einen Eierfallschirm oder eine spezielle Auspolsterung! Natürlich darf am Schluss das Austesten eurer Erfindungen nicht fehlen. Dabei könnt ihr überprüfen, welche Höhe das Ei problemlos überleben kann, wenn es auf die Straße oder auf den Rasen fällt. (Fangt dabei am besten mit einer geringen Höhe an, die ihr dann nach und nach steigert.)

Taubeneier


Zum Schluss könnt ihr beim Spiel Taubeneier versuchen, dem Osterhasen alternative Eier unterzuschmuggeln und dabei eure Geschicklichkeit ausprobieren.

Die Tauben sind verärgert, dass der Osterhase nur Hühnereier an die Kinder verteilt und ihre guten Taubeneier nicht. Das wollen sie ändern, indem sie versuchen, ihm heimlich die Eier in seinen Korb zu werfen.
Dabei übernimmt ein Kind die Rolle des Osterhasen und hat einen Korb am Rücken festgebunden. Die anderen Kinder sind die Tauben, die versuchen, ihre Eier (Softbälle oder zerknüllte Zeitungen) in den Korb des Osterhasen zu werfen. Dieser will das aber verhindern.
Den Tauben ist es nicht erlaubt, mit einem Ball in der Hand zu laufen. Die Tauben müssen einander also zupassen, um in den Korb zu treffen. Der Osterhase darf von den Tauben nicht festgehalten werden. Wenn das Kind, das den Osterhasen spielt, nicht mehr möchte, stellt es den Korb ab und leert ihn aus. Ein anderes Kind hängt sich nun den Korb um und wird so zum neuen Osterhasen.

Viel Spaß und frohe Ostern!

Autor/in: Johannes Kemetter

Publikation: kumquat "warum?" 1/2008

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Jahreskreis: Ostern

Schlagwörter: Ostern, Spaß, Spiel, Experimente