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Brot heißt Leben

Messmodelle

Hintergrund

Von zwei Aufforderungen Jesu erfahren wir heute: Das "Tut dies zu meinem Gedächtnis" aus der Lesung meint die Feier der Eucharistie. Jesu Aufforderung an die Jünger "Gebt ihr ihnen zu essen!" weist uns auf unsere Verantwortung für andere hin. Beides - die Verantwortung für das seelische und für das leibliche Wohl - soll uns in der Kirche ein Anliegen sein. Darüber soll in diesem Gottesdienst zum Fest des Leibes des Herrn nachgedacht werden.

Material

  • großer Korb
  • Fladenbrote

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Lesung
  • Verkündigung
  • Gabenbereitung
  • Nach der Kommunion - Einladung zur Agape

 

Bibelstellen

1. Lesung: Gen 14,18-20

In jenen Tagen brachte Melchisedek, der König von Salem, Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

2. Lesung: 1 Kor 11, 23-26

Schwestern und Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Evangelium: Lk 9,11b-17

In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten. Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf zu ihm und sagten: Schick die Menschen weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.

Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu esse! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für all diese Leute Essen kaufen. Es waren etwa fünftausend Menschen. Er erwiderte seinen Jüngern: Sagt ihnen, sie sollen sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig zusammensetzen. Die Jünger taten, was er ihnen sagte, und veranlassten, dass sich alle setzten.

Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Und alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.

Hintergrund Evangelium:

Einleitung


Lukas hat für dieses Evangelium die Vorlage des Markus (Mk 6, 30 - 44 ) verwendet und stark gekürzt. Eingebettet ist die Erzählung von der Speisung der Fünftausend in die Frage des Herodes, wer dieser Jesus sei (Lk 9,9) und die Antwort des Petrus auf diese Frage, Jesus sei der Messias Gottes (Lk 9, 20). Jesus ist für Lukas nicht wie für Markus der "missionarische Hirte", sondern "der Lehrer und Retter". Die zurückgekehrten Apostel, die Jesus ausgesandt hat (Lk 9, 1 - 6), berichten ihm über ihre Missionstätigkeit. Jesus zieht sich mit ihnen allein in die Nähe der Stadt Betsaida beim Jordanfluss im Norden des Sees Genezareth zurück. Doch die Menschen folgten ihnen.

Das Reich Gottes


Der erste Satz des heutigen Evangeliums lautet: "In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten" (Lk 9,11a). Durch den ganzen Vers 11 wird also vom Evangelisten ausgedrückt, wie wir uns das Reich Gottes vorstellen dürfen: Freundlicher Empfang, alle, die Hilfe brauchen, werden geheilt, im weiteren Evangelium werden alle, die hungrig sind, gespeist. Lukas lässt uns also hier etwas von der Fülle Gottes in dessen Reich erahnen.

"Gebt ihr ihnen zu essen"


Gegen Abend empfehlen ihm die zwölf Apostel, die Menschen wegzuschicken, zum Abendessen und Übernachten in die umliegenden Dörfer und Gasthäuser. Die Jünger weisen auf den abgelegenen Ort hin (Griechische: "eremos" = oder, verlassener Ort, Wüste). Jesus provoziert die Jünger und diese weisen auf den geringen Proviant ("Fünf Brote und zwei Fische") hin. Im Vers 14a werden 5000 Männer genannt, was darauf hinweist, dass noch Tausende Frauen und Kindern dabei gewesen sein dürften. Jesus blickt zum Himmel, spricht den Segen, bricht das Brot und lässt das Brot und die Fische durch die Jünger austeilen. Die ganze Szene ist dem eucharistischen Einsetzungsbericht (Lk 22, 19) nachgebildet. Für die Jünger Jesu liegt der Hinweis darin, dass sie nach Ostern selbst Vorsteher der Eucharistiefeier der Gemeinden sein werden.

Kontext zum Alten Testament


Für die Menschen, denen die Geschichte von der "Speisung der Fünftausend" erzählt wurde, war ein derartiger Vorgang zwar außergewöhnlich, aber nicht undenkbar, denn so konnten sie bereits im Alten Testament von "Elischa, dem Gottesmann" lesen, "der mit zwanzig Gerstenbroten hundert Männer speist, sie aßen und ließen noch übrig" (2 Kön 4,42-44) Deshalb gab es für die Menschen in Israel auch keinen Grund an der Wahrheit dieser Erzählung zu zweifeln. Dass sich die Menschen "in Gruppen zu ungefähr fünfzig zusammensetzten" (Vers 14b) sollten, lässt Rückschlüsse auf Exodus 18,25 zu, indem Moses das Volk in der Wüste zu Hundert-und Fünfzigerschaften aufteilt. Ebenfalls werden Erinnerungen an das Manna in der Wüste wach: Der im Auftrag Gottes handelnde Messias lässt sein Volk nicht verhungern. Jesus ist aber mehr als Moses. Er sorgt nicht nur für die anwesenden Fünftausend, sondern gibt allen Menschen sein eucharistisches Brot.

Volk Gottes


Das Evangelium erzählt uns, dass Jesus die Menschen, die zu ihm geströmt waren, zu seinen Gästen macht, sie dabei auf eine unvorstellbare Weise satt machte und so zugleich erfahren ließ, dass sie alle ein Volk, ja das heilige Volk Gottes sein könnten. Jesus gibt aber in Fülle: nicht allein die große Zahl der hungrigen Menschen wird satt, sondern zwölf Körbe bleiben übrig. Die Zahl "Zwölf" ist die Symbolzahl für die Gesamtheit des Volkes Gottes, das die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel begründen, und das seine Fortsetzung findet im eucharistischen Mahl der christlichen Gemeinden. Jesus ist Gastgeber und Herr der Gemeinde, der seinen Jüngern, also den Gemeindemit-gliedern, Anteil an seiner Vollmacht gibt und sie zu seinen Mitarbeitern macht.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Kyrie


Neben den Sprecher des Kyrie wird ein großer Korb mit Fladenbroten gestellt (selbstgemachtes Brot aus Mehl, Wasser und Öl, das nach der Feier bei einer Agape verzehrt werden soll).
Jesus Christus, dieses Brot hier gehört uns, wir haben reichlich davon. Aber das ist nicht überall so. Du willst, dass alle Menschen satt und glücklich sind. Herr, erbarme dich unser.

Jesus Christus, jeder von uns isst oft Brot, es gehört zu unserem Leben. Wir vergessen leicht, dass das nicht selbstverständlich ist. Christus, erbarme dich unser.

Jesus Christus, dieses Brot ist nicht einfach nur etwas zu essen. Ein Laib ist groß genug, um ihn mit anderen bei einem festlichen Essen mit Freunden zu teilen. Oft denken wir nicht daran, das, was wir haben, mit anderen zu teilen und es dadurch noch wertvoller zu machen. Herr, erbarme dich unser.

Lesung


Jesus hat uns aufgefordert, zu seinem Gedächtnis gemeinsam zu essen. Dadurch sind wir mit ihm verbunden. Gemeinsam essen ist eben mehr, als sich nur sättigen. Ihr kennt das vielleicht von zu Hause: Immer, wenn etwas gefeiert wird, dann wird auch gemeinsam gegessen - beim Geburtstag, bei einer Hochzeit. Gemeinsam zu essen, verbindet untereinander. Wenn wir Eucharistie feiern, wissen wir auch: wir gehören zusammen und Jesus ist mitten unter uns.

Verkündigung


Auch im Evangelium ist - wie schon in der Lesung - vom Brot die Rede. Aber hier geht es nicht um ein Zeichen für die Gemeinschaft mit Christus oder um ein Fest, bei dem gemeinsam gegessen wird. Hier geht es um Menschen, die einfach Hunger haben, weil sie schon so lange unterwegs sind. Die Jünger waren der Meinung, dass die Leute selber schauen sollen, dass sie etwas zu essen finden. Aber Jesus sagt zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen." Jesus ist nicht nur der, der predigt. Er weiß, dass Menschen auch andere Dinge zum Leben brauchen, und er will sie ihnen ebenso geben.

So wie wir in der Kirche also eine Gemeinschaft sind, in der wir miteinander feiern und nachdenken, so sollen wir auch füreinander da sein, wenn jemand ganz handfeste Hilfe braucht. Wir sollten nicht sagen, er soll selber schauen, wie er zurechtkommt. Wenn wir heute Eucharistie feiern, wollen wir besonders daran denken.

Die Kinder werden eingeladen, den Tisch für das gemeinsame Mahl Gabenbereitung zu decken (Kerzen aufstellen und anzünden, Blumen auf den Altar stellen, Brot und Wein bringen).

Gemeinsam haben wir gegessen. Wir haben ein Zeichen gesetzt, ein Zeichen für unsere Gemeinschaft und für Jesus Christus in unserer Mitte. Jetzt wollen wir hinausgehen und auch ein Zeichen für andere setzen. Denn als Freunde von Christus sind wir auch Freunde der Menschen.

Einladung zur Agape


Die Gemeinde wird zu einer Agape (nach der Prozession) eingeladen.

Publikation: effata

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Schlagwort: Gottesdienst

 

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