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Gewaltig?!

Mut zur Interpretation!

In der Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, begegnen wir oft Bildern und Symbolen, die uns heute fremd erscheinen, die wir nicht verstehen oder die uns manchmal verstören (zum Beispiel Gewaltszenen).

Die Bibel besteht ja aus ganz vielen unterschiedlichen Büchern und Textarten: aus Liedern, Lobpreisungen, Berichten,... Es geht immer um menschliche Erfahrungen mit anderen Menschen, mit sich selbst und mit Gott.

Wenn wir die Bibel in die Hand nehmen und Geschichten lesen, haben wir die Möglichkeit, die Texte mit uns und unserem heutigen Leben in Verbindung zu bringen. Wir können sie für uns interpretieren und Bildern und Symbolen eine persönliche Bedeutung geben und vielleicht auch Ermunterungen oder Antworten auf unsere Fragen finden.

Wenn Jona zum Beispiel von Gott gerufen wird, könnten wir uns überlegen, wovon  wir uns gerne „rufen“ lassen, was wir gerne tun, was wir weniger gerne tun. Oder wenn Judith Holofernes köpft und sich und ihr Volk befreit, könnten wir uns überlegen, welche „Judith“ und welcher „Holofernes“ in uns steckt – also welche Dinge wir „köpfen“, lassen, lösen sollen, damit wir wieder freier sind. Und wo wir „Judith“ finden, wo wir den Mut herkriegen, tatkräftig zu werden und Probleme anzugehen.

Gewalt, Tod, Leid kann somit auch anders verstanden und ausgelegt werden und muss nicht nur Gewalt, Tod, Leid bedeuten.
Die Bibel ist voll mit Geschichten, wie Menschen mit schwierigen Situationen oder existentiellen Fragen umgegangen sind. Indem wir hinter die Symbole schauen, können wir auch das Alte Testament neu für uns entdecken!

aus dem kumquat "AlT" 4/2010

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