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Gemeinsam gegen Menschenhandel


Henry Caesar, der im März 2018 die Diözesen Linz und Wien besucht hatte, erzählt in seinem letzten Bericht vom erfolgreichen Aufbau der Kindergruppen. Die Idee und das Konzept der Jungschar hatten ihn dermaßen beeindruckt, dass er in drei Dörfern bereits 106 Kinder, die von Jugendlichen begleitet werden, organisiert hat.

„Während meines Besuchs in Österreich im März 2018, konnte ich persönlich die Jungschar, welche bei den österreichischen Diözesen organisiert wird, kennenlernen. Mit meinem erworbenen Wissen wollte ich die Kinder in unserem Dörfern zu solchen Kindergruppen organisieren. Als Ergebnis gibt es jetzt in jedem dieser Dörfer eine Jungschar. Wir haben einer Bewegung initiiert und es geschafft, in drei Dörfern die Jungschar systematisch zu organisieren. Dadurch können sich die Kinder am Wachstum und Fortschritt in ihrer Heimatregion beteiligen. Die Kleinen sind motiviert, zukünftige Leiter/innen zu sein. Wir sind bereit, 106 Kinder in drei Dörfern, aktiv zu beteiligt." 

Unser Projektpartner berichtet uns die unglaubliche Geschichte, in der ein Bursche und ein Mädchen aus dem vier Tage entfernten per Zug Kaschmir wieder zurück nach Assam in die Teegärten zu ihren Familien gebracht werden konnten. Es ist wieder einmal wunderschön zu sehen, wie durch den unermüdlichen und mutigen Einsatz unserer Projektpartner/innen - in diesem Fall ein Pfarrer, der in seiner Pfarre Sozialarbeit leistet - die Menschen ermächtigt werden, sich gegen Ausbeutung und Diskriminierung zur Wehr zu setzen.

Folgendes hat sich zugetragen. Die zwei Jugendlichen Rosmary Topno und Marcus Herenj, Indigene der Pfarrgemeinde von Pfarrer Henry Caesar, wurden durch einen anderen Jungen namens Robin Herenj dazu gebracht, die Gemeinschaft und ihre Heimatdörfer zu verlassen. Ihnen wurde versprochen, dass sie in Kaschmir eine gute Arbeit erhalten würden, um so ihre armen Familien finanziell unterstützen zu können. Robin Herenjs Versprechen stellten sich jedoch als Lügen heraus. Die beiden Jugendlichen wurden nach Kaschmir gelockt, und mussten dort Zwangsarbeit leisten. Rosmary musste in einem Nachtlokal ankommende Gäste unterhalten und Herenj musste schwere körperliche Arbeit für eine Familie verrichten. Jegliches Flehen der beiden Jugendlichen, man möge sie doch wieder freilassen und sie zu ihren Eltern zurückkehren lassen, half nichts.

Eines Tages jedoch gelangte es Marcus zu fliehen. Ein Mann wurde an einem Marktplatz auf ihn aufmerksam und entschied sich ihm zu helfen. Der hilfsbereite Mann verständigte Henrenjs Pfarrgemeinde. Die Pfarre suchte bereits nach den beiden Jugendlichen, bis dahin jedoch ohne Erfolg. Unser Projektpartner Pfarrer Caesar kontaktierte daraufhin die Polizei und die Organisation „Child Help Line“ wurde informiert. Diese von der Regierung gegründete Organisation kümmert sich darum, vermisste Kinder in ganz Indien wieder zu finden. Mithilfe der Polizei und von Child Help Line konnte schlussendlich auch das versteckte Mädchen ausfindig gemacht werden und beide Jugendliche kehrten wieder Heim zu ihren Familien.

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