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Unterstützung von Frauen in der Freihandelszone von Katunayake

Sri Lanka, der Inselstaat vor der Küste Indiens, ist bekannt für seine Teeproduktion, aber auch dafür, dass dort viele Textilien produziert werden. Die Bekleidungsindustrie ist in den letzten Jahren in Sri Lanka massiv gewachsen und erwirtschaftet 50% des Exporteinkommens, wobei 95 % der Produktion in die USA und die EU exportiert werden. In den 830 Textilfabriken arbeiten vorwiegend Frauen, meist unter ausbeuterischen Bedingungen.

Besonders schlimm sind diese in der Freihandelszone von Katunayake, in der alleine 125.000 Menschen arbeiten. Die Lebenssituation der jungen Frauen in der Freihandelszone ist denkbar schlecht. Die Arbeiterinnen sind sowohl in ihren Gemeinschaftsunterkünften, am Weg zum oder am Arbeitsplatz Demütigungen, Vergewaltigungen und anderen Gewaltanwendungen ausgesetzt. Da die meisten Arbeiterinnen kaum über Schulbildung verfügen, ist es besonders wichtig, ihnen grundlegendes Wissen über ihre Rechte zu vermitteln und die Möglichkeiten aufzuzeigen, diese auch für sich in Anspruch zu nehmen.

Im Good Shepherd Service Centre in Seeduwa, das seit 2007 Projektpartnerin der Dreikönigsaktion ist und von der Kongregation der „Schwestern vom Guten Hirten“ geleitet wird, werden Frauen und Mädchen betreut und begleitet, die von Gewalt, Missachtung und sexueller Ausbeutung betroffen sind. Die Maßnahmen setzen auf verschiedenen Ebenen an:

Auf der individuellen Ebene wird versucht die Frauen zu stärken. Ausgebildete Psychologinnen führen Einzel- oder Familienberatungen durch. Andere Mitarbeiter/innen unterstützen die Frauen bei Sparmaßnahmen und Haushaltsbudgets und bieten 3- bis 6-monatige Ausbildungsprogramme an, z.B. in Computeranwendung, Schneiderei, Kosmetik, Kochen, Englisch und Batik, damit diese in ihre Dörfer zurückkehren und selbstständig tätig werden können.

Auch Gesundheit und Aufklärungstrainings zu Heirat und Sexualität werden vom Good Sheperd Serrvice organsiert.  Auf der anderen Seite setzen sich die Schwestern für bessere Arbeitsbedingungen ein, stehen in Kontakt zum Fabriksmanagement, vermitteln Jobs in Fabriken, die die Arbeitsrechte einhalten und vermitteln bei Arbeitskonflikten.

Somit sollen nicht nur Frauen in Krisensituationen unterstützt werden und die rurale Bevölkerung längerfristig bessere Berufschancen bekommen, sondern auch zu einem größeren Bewusstsein für Frieden und Gerechtigkeit beigetragen werden.

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