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Begegnung, Austausch und Vernetzung (Tansania & Südafrika)


Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar fördert diverse länderübergreifende Initiativen und Projekte, in denen Kooperation, Vernetzung und Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt stehen. 

Eines solcher Projekte zielt auf den Austausch von tansanischen und südafrikanischen Partnerorganisationen ab, die sich in Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, Ernährungssicherung, Geschlechtergerechtigkeit und Anwaltschaft gegenseitig unterstützen.

Südafrika spielt innerhalb Afrikas eine wichtige Rolle - sowohl politisch als auch wirtschaftlich mit Investitionen von südafrikanischen Konzernen in vielen afrikanischen Ländern, besonders auch in Tansania.

Diese Konzerne agieren oft rücksichtslos in diesen Ländern und deshalb ist es wichtig, dass auch die Zivilgesellschaft sich kontinental besser vernetzt. Dabei können die südafrikanischen NGOs eine wichtige Rolle spielen, da sie im Kampf gegen die Apartheid die Bevölkerung mobilisiert und effiziente Strategien entwickelt haben, was sie zu wichtigem Akteur im Bereich Lobbying und Anwaltschaft macht.

Umgekehrt trägt diese Kooperation dazu bei, dass südafrikanische Organisationen im Bereich Agrarökologie neues Wissen erwerben und nachhaltige Anbaumethoden erlernen. Während Tansania nach wie vor ein landwirtschaftlich dominiertes Land, in dem 80 % der Bevölkerung von landwirtschaftlichen Aktivitäten lebt, durchlief Südafrika in einigen Jahrzehnten eine starke wirtschaftliche Modernisierung, womit viele für die Ernährungssicherheit wichtige Lebensformen wie lokale Märkte und Essensgewohnheiten verloren gingen.

Daher ist Austausch von Informationen, Wissen und Erfahrungen zu unterschiedlichen regionalen Kontexten, Ernährungssouveränität, lokalen Anbaumethoden, Saatgut, Zugang zu lokalen Märkten, Aufbau von zivilgesellschaftlichen Bewegungen und Stärkung von Basisdemokratie für alle beteiligten Organisationen von großer Bedeutung.

Darüber hinaus werden diese Organisationen stärker in afrikaweite oder auch weltweite zivilgesellschaftliche Initiativen eingebunden und somit darin gestärkt, lokale Probleme auch auf einer globalen Ebene bekämpfen zu können. 

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