Fast alles was wir im Leben tun, ist auch durch Gesetze geregelt, die die wenigsten von uns auch nur im Überblick kennen. Das ist solange kein Problem, solange nichts passiert. Das gilt auch in der Jungschar. Deswegen wollen wir in diesem Context einen Überblick geben, worauf man in der Jungschar aufpassen sollte, was sich zu bedenken lohnt, wie Schaden vorgebeugt werden kann und was zu tun ist, wenn doch etwas passiert.
Wo Menschen etwas gemeinsam tun, kann immer etwas passieren, auch wenn alles getan wurde, schlimmes zu verhindern. Dessen sollte man sich immer bewusst sein – es sollte dazu führen, überlegt aber nicht ängstlich zu handeln.
So ist es gut, sich im Vorhinein zu überlegen, wo es mögliche Gefahrensituationen gibt und wie du damit umgehen wirst z.B. bei einem Ausflug: Sind genug Gruppenleiter/innen für die zu erwartende Anzahl an Kindern mit? Was mache ich, wenn sich ein Kind verletzt? Gibt es unterwegs gefährliche Kreuzungen? Welche Regeln mache ich mir vorher mit den Kindern aus? Das kann dabei helfen, dass gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen bzw. wenn doch etwas passiert, rascher und überlegter gehandelt werden kann.
Wenn dann trotzdem etwas passiert, so ist das in vielen Fällen nicht verhinderbar. Zum Problem kann es dann werden, wenn die Eltern den/die Gruppenleiter/in (vor Gericht) zur Verantwortung ziehen wollen (was aber nur sehr selten tatsächlich vorkommt). Meist geht es dabei um Schadenersatz in Form von Geldleistungen und die Frage, ob ein schuldhafter Verstoß gegen die Aufsichtspflicht vorliegt.
Wir wollen dich dabei unterstützen, bei deiner Aufgabe als Gruppenleiter/in und Pfarrverantwortliche/r verantwortungsvoll und überlegt zu handeln, ohne dabei zu ängstlich zu sein.
Christina Schneider
