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Meine Heimat

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

"Heimat ist ein Begriff, der gerade in letzter Zeit wieder verstärkt verwendet wird. Auf die Frage, aber wer denn was darunter versteht, sind die Antworten ebenso zahlreich, wie die Befragten und reichen von "Heimat ist, wo ich geboren bin", über "Heimat ist, wo meine Freunde sind", bis zu "Heimat ist meine Internetadresse".

Ziel

Die Gruppenstunde will eine Annäherung an das Phänomen "Heimat" ermöglichen, wobei überhaupt nicht darauf abgezielt wird, zu einer letztgültigen Definition des Begriffs zu gelangen oder ihn möglichst oft zu strapazieren. Die Gruppenmitglieder sollen sich darüber Gedanken machen, welches räumliche Umfeld und welche sozialen Strukturen sie benötigen, um ein einigermaßen zufriedenes Dasein zu führen.

Material

  • Abbildungen sämtliche Behausungen ganz unterschiedlicher Art
  • ein großes Plakat
  • Stifte, ev. Radiergummi, Kleber etc.

Aufbau

Die Kinder suchen sich aus Bildern eine Behausung aus, in der sie gerne leben würden. Dann gestalten sie einen Ort auf einem Plakat, der allen ihren Wünschen entspricht. Abschließend wird aus diesem Ort eine Postkarte geschrieben.

 

Ein Platz zum Wohlfühlen


Aus einer Fülle von Abbildungen, die sämtliche Behausungen ganz unterschiedlicher Art zeigen, wählt jedes Gruppenmitglied jenes aus, auf dem ein Ort zu sehen ist, an welchem es gerne leben möchte, ein Platz, an dem zu wohnen es sich als sehr angenehm vorstellen kann.
Für diese erste Phase soll ausreichend Zeit zur Verfügung stehen, damit alle in Ruhe alle Bilder anschauen und danach ihre Wahl treffen können.

Noch auf keiner Landkarte...


...ist ein Ort, an dem wir uns mit den gewählten Häusern, Hütten, Zelten, Hausbooten ect. Niederlassen werden. Es gibt ihn ja auch noch nicht. Also nehmen wir einen großen Bogen Papier in unsere Mitte und "besiedeln" ihn, indem wir die ausgesuchten Bilder - bzw. die ausgeschnittenen Bildmotive drauflegen. Jetzt wird umgruppiert, denn vielleicht finden wir, dass ein Baustil neben einem bestimmten anderen nicht zur Geltung kommt, vielleicht benötigen manche Gruppenmitglieder mehr Platz, andere hingegen nähere Nachbarschaft, vielleicht erfordern einige Behausungen Wasser oder Wald, oder hügeliges Gelände,...

Außerdem muss überlegt werden, da noch etwas fehlt: wo gehen wir einkaufen, wie steht es mit Wegen, Straßen oder öffentlichen Verkehrsmitteln, brauchen wir ein Kino, einen Theatersaal, eine Versammlungshalle,...? Das zeichenen wir dazu. Sind wir mit unseren Bemühumgen dann zufrieden, werden die Häuser aufgeklebt.
Ist alles fertiggestellt, müssen wir noch einen Namen für unsere Siedlung finden.
Während die Gruppe an dieser Collage arbeitet, steuert der/die Gruppenleiter/in das Gespräch derart, dass jedes Kind Gelegenheit erhält zu erklären, warum es ebensein Bild gewählt hat.

Traum und Wirklichkeit


Wir haben jetzt eine Umgebung, wie wir sie erträumen, anschaulich gemacht. Danach soll kurze Zeit dafür gewidmet werden, zu bereden, was davon in unserer Wirklichkeit ohnehin zu finden ist und was nicht. Was noch nicht wirklich ist, könnte eventuell in der Form festgehalten werden, indem wir an den entsprechenden Stellen kleine Figuren oder Strichmännchen auf unser Bild zeichnen, deren Sprechblasen zu entnehmen ist, was zu tun wäre, um unsere Wunschvorschläge Realität werden zu lassen.

Schöne Grüße


Es ist üblich, dass wir von Plätzen, an denen wir uns wohlfühlen, jenen, die uns lieb sind, schreiben, um ihnen unser Befinden mitzuteilen, um zu zeigen, dass wir auch hier an sie denken. Das wollen wir abschließend auch heute tun.
Jedes Kind erhält eine Korrespondenzkarte, deren Vorderseite etwa mit der Ortstafel unserer Siedlung gestaltet werden könnte (blauer Rand, Name in schwarzen Druckbuchstaben).
Vielleicht schreiben wir auch eine gemeinsam unterschriebene Karte an den Pfarrer oder an Gruppenmitglieder, die heute nicht da waren.

Autor/in: Günter Bosek und Judith Pühringer

Publikation: fremdsein

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Schlagwörter: Werte, Gefühle, Gesellschaft